Ligue 1 | Mbappé führt ein dezimiertes Paris nur zu einem Remis in Lyon

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In Abwesenheit einiger Stars kommt ein uninspiriert spielendes Paris St. Germain gegen ein tief stehendes, aber immer wieder gefährlich konterndes Olympique Lyon von Peter Bosz nicht über ein Remis hinaus. Die Hausherren nötigen dem Meister nach der Winterpause ein 1:1 ab.

Ohne die verletzten oder isolierten Lionel Messi, Ángel Di María, Gianluigi Donnarumma und Neymar gastierte Paris St. Germain, der Tabellenführer der Ligue 1, am Sonntagabend bei Olympique Lyon mit Jerome Boateng im Verteidigungszentrum und Peter Bosz an der Seitenlinie. Trotz der wegen des Afrika Cups arg dezimierten Mannschaften war das Spiel vor 5.000 Zuschauern ein packender Auftakt in die zweite Saisonhälfte der Ligue 1.

Ein messiloses Paris St. Germain auf der Suche nach Inspiration

Mauricio Pochettino schickte sein Team in einem gewohnt breit gestaffelten 4-3-3 auf den Rasen. Also, obwohl Paris in drei der letzten vier Ligaspiele nur Remis spielte, alles wie gewohnt. Die Hauptstädter hatten von Beginn an deutlich mehr Ballanteile, als das tief in einem 5-2-3 verteidigende Lyon, die sich in der Frühphase des Spiels aufs Kontern beschränkten.



Der erste strukturierte Angriff vom Team von Peter Bosz führte dann gleich zum Erfolg. Bruno Guimaraes überchippte die zu hoch und ungestaffelt stehende Verteidigung der Pariser, fand den startenden Lucas Paqueta, der den Ball trocken per Vollspannschuss an Keylor Navas vorbei ins Tor hämmerte – und die Hausherren früh in Führung brachte. (7.)

Bei Paris zeigte sich, wie sehr das Spiel des Tabellenführers von der individuelle Klasse seiner Spieler abhängig ist. Nicht, dass davon trotz der Abwesenheit von Messi, Neymar und Co. nicht genügend auf dem Platz stand, aber für die oft kopflos und uninspiriert wirkenden Pochettino-Mannen wohl zu wenig. Nur von einem kurzen Lichtblick von Kylian Mbappé ging in den ersten 20. Spielminuten Gefahr aus. Ansonsten blickte man eher auf ein verlaufenes Aquarell – und nicht, wie man es in Paris erwartet, auf eine Mona Lisa: statische Staffelung im Ballbesitz, fehlende Tiefenläufe und ungenauer Flugbälle.

(Photo by Jeff PACHOUD / AFP) (Photo by JEFF PACHOUD/AFP via Getty Images)

Immer wieder wurden Konterversuche der Hausherren von einem Raunen der 5.000 Zuschauer akustisch untermalt. Lyon setzte im Laufe der ersten Halbzeit immer wieder Nadelstiche und strahlte mehr Torgefahr aus als das balldominante Starensemble aus Paris.

Weiterhin fades Paris gelingt die Schadensbegrenzung

Paris St-.Germain kam vitaler aus der Halbzeitpause, als sie den Platz zuvor verlassen hatten. Mehr Läufe in die Tiefe, mehr Positionsrochaden und ein aggressiveres, wenn auch weiterhin etwas unorganisiert wirkendes Pressing sorgte in den ersten Minuten der zweiten Hälfte für Hoffnung.

Mehr als ein kurzes aufflackern des Potentials, also dem, was möglich wäre, war es allerdings nicht. Das Spiel trottete weiterhin lethargisch vor sich hin. Dem tiefstehenden Team von Peter Bosz kam dies entgegen.

Immer wieder konterte Lyon die Gäste aus. Moussa Dembelé tauchte nach einem fantastischen Steilpass alleine vor Keylor Navas auf, der eine Großchance sehenswert vereitelte. Die Situation war aber noch nicht vorbei. Der nachrückende Houssem Aouar scheiterte aus fünf Metern allerdings erneut. Eine riesige Doppelchance für die Gastgeber. (59.)

Paris St. Germain erhöhte im Laufe der zweiten Halbzeit den Druck. Lyon wirkte müde und wurde immer stärker in die eigene Hälfte gedrückt. Die Chancen von Paris wurden konkreter. Der eingewechselte Thilo Kehrer war es dann, der eine durch den 16er trudelnde Flanke am zweiten Pfosten aus dem Rückraum ins lange Eck schob – und den Bann für den Tabellenführer endlich brach. (76.)

(Photo by Jeff PACHOUD / AFP) (Photo by JEFF PACHOUD/AFP via Getty Images)

Über das Remis kam Paris allerdings nicht mehr hinaus. Der Druck auf den in der Kritik stehenden Mauricio Pochettino wird damit nicht nachlassen. Das vierte Unentschieden in den letzten fünf Ligapartien wird den Verantwortlichen des französischen Starensembles nicht zufriedenstellen.

(Photo by Jeff PACHOUD / AFP) (Photo by JEFF PACHOUD/AFP via Getty Images)

 

 

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