PSG | Messi stellt sich vor: „Ich genieße die Zeit in Paris seit dem ersten Moment“

Messi PSG Pressekonferenz
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News | Die Ära von Lionel Messi beim FC Barcelona ist vorüber. Mit Paris St. Germain fand er schnell einen neuen Arbeitgeber. Am Mittwoch gab er seinen Einstand auf einer Pressekonferenz.

Messi: „Ich will trainieren und den Neustart in meinem Leben beginnen“

Um 11.07 Uhr betrat Lionel Messi (34) gemeinsam mit seinen Kindern sowie Präsident Nasser Al-Khelaifi (47) den Presseraum des Parc des Princes. Der Funktionär ergriff zunächst das Wort und sprach von einem „besonderen, fantastischen Tag für PSG und die Fußball-Welt.“ Messi sei der einzige Spieler, der sechs mal den Balon D´or gewonnen hat, ein „Gewinnertyp.“ Anschließend blickte er kurz auf das rund zehn Jahre andauernde Wirken der katarischen Herrscherfamilie zurück: „Wir hatten große Ambitionen und ein großes Projekt. Wir sind sehr stolz, wo wir jetzt sind.“ Ein großes Lob kassierte auch der nicht immer unumstrittene Sportdirektor Leonardo (51): „Du machst einen fantastischen Job für den Klub.“

 

Die Ankunft des argentinischen Superstars sei dennoch nur der Beginn von harter Arbeit. „Wir haben noch nichts gewonnen, aber ich bin mir sicher, dass Leo mit seinen Kollegen viele fantastische Trophäen bringen wird“, so Al-Khelaifi. Dies geschieht unter dem seiner Ansicht nach „besten Trainer der Welt“, Mauricio Pochettino (49).

Danach übernahm der freundlich grüßende Messi: „Als erstes möchte ich mich beim Präsidenten bedanken. Ich bin sehr glücklich. Seit dem Abschied von Barcelona war es sehr hart für mich. Es war eine schwierige Zeit. Als ich hier angekommen bin, habe ich mich glücklich gefühlt. Ich genieße die Zeit in Paris seit dem ersten Moment. Auch meiner Familie gefällt es. Aber das einzige was ich machen will, ist zu trainieren und diesen Neustart in meinem Leben zu beginnen.“

„Ich spiele mit den besten Spielern der Welt zusammen“

Zu den Vertragsverhandlungen verlor er hingegen kaum Worte. Sie seien aber sehr schnell über die Bühne gegangen. Außerdem halte PSG weiterhin die Financial-Fairplay-Vorgaben der UEFA ein, wie Al-Khelaifi klarstellte: „Wir wollten das immer beachten, bevor wir irgendwas tun. Wir haben als erstes auf unsere Zahlen geschaut und geprüft, ob das möglich ist, Wir haben gesehen: Ja, wir können ihn verpflichten. Heute können Sie sehen, was Messi dem Klub bringt. Trikot-Verkauf, Social Media: Das ist ein riesiger Gewinn für den Klub. Auch in Sachen Werbung, das ist unglaublich. Sie werden schockiert sein, wenn wir Ihnen die Zahlen präsentieren.“

Detaillierter äußerte sich das fußballerische Genie über seine sportlichen Ambitionen. „Ich bin ungeduldig, weil ich hier spielen will – wie am ersten Tag meiner Karriere. Dieser Verein ist bereit, Trophäen zu gewinnen. Das ist auch mein Ziel“, betonte ein hochmotivierter Messi. Die Aufgabe erleichtern dürften ihm seine Sturmpartner Neymar (29) und der wohl an Bord bleibende Kylian Mbappé (22). Darüber zeigte sich der „La Pulga“ besonders erfreut: „Es ist verrückt. Es ist Wahnsinn, neben diesen beiden Spielern auf dem Platz zu sein.“ Ohnehin seien „unglaubliche Neuzugänge“ präsentiert worden, sodass er mit den „wohl besten Spielern der Welt“ zusammenspiele.

Ob Messi schon am Samstagabend (21.00 Uhr) im Heimspiel gegen Straßburg sein PSG-Debüt geben wird, ist allerdings noch offen. „Ich weiß es nicht. Ich habe gestern mit den Trainern gesprochen. Vielleicht brauche ich eine kleine Vorbereitung. Ich muss trainieren und arbeiten. Ich kann nicht sagen, wann genau ich spielen kann“, lautete seine Erklärung. Präsident Al-Khelaifi stellte zudem klar, dass sich der Verein erst auf die Meisterschaft konzentrieren wolle. Dann käme der Champions-League-Titel, nachdem sich viele Fans sehnen.

Hauptziel Champions League

Messi erkennt im Gewinn des Henkelpotts das Hauptziel. Der Weg dorthin sei jedoch besonders kompliziert:„Manchmal kannst du das beste Team haben und trotzdem nicht gewinnen. Es entscheiden Kleinigkeiten. Paris war so nah dran, aber sie haben es bisher nicht geschafft. Man braucht eine Mannschaft, die zusammensteht. In der Kabine muss alles passen. Man braucht Glück, aber man kann Glück auch nicht erzwingen. Wir alle wollen diesen Wettbewerb gewinnen.“ Der Torjäger wolle die Trophäe nach 2006, 2009, 2011 und 2015 zum fünften Mal in die Höhe stemmen.

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(Photo: Imago)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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