Nach einer verletzungsgeplagten Saison findet die WM ohne Tim Kleindienst statt. Der Stürmer will nach der Sommerpause wieder durchstarten.
Nur dreimal kam der Mittelstürmer in der abgelaufenen Spielzeit für Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga zum Einsatz. Eine Meniskusverletzung und eine anschließende Knie-OP kosteten den Nationalspieler weite Strecken der Saison und damit auch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.
Die Absage von Bundestrainer Julian Nagelsmann war daher keine Überraschung für den Gladbacher. „Ich habe immer gesagt, wenn ich eine Absage bekomme, ist das normal. Wenn ich mitgefahren wäre, dann wäre das schon echt außergewöhnlich gewesen. Hätte ich noch zwei, drei Bundesliga-Spiele mehr gemacht, dann wäre das ein anderes Thema gewesen“, so Kleindienst gegenüber Bild: „Und dann wäre ich wahrscheinlich auch mitgefahren. Aber ich kann die Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Dass ich überhaupt noch irgendwie in diesem Fokus stand, mitzufahren, ist mir schon viel wert.“
Kleindienst hofft auf DFB-Comeback: „Weiter Leistung bringen“
Trotz der Enttäuschung will der Mittelstürmer den Blick nach vorne richten und hofft auf eine Rückkehr in die DFB-Elf: „Am Ende gilt es einfach, weiter Leistung zu bringen. Und das ist mehr oder weniger altersunabhängig. Man kann und soll auf junge Spieler setzen. Aber einen gewissen Altersschnitt sollte, meiner Meinung nach, jede Mannschaft haben. Wenn man dann das Profil erfüllt, was der Bundestrainer haben will, ist alles möglich. Ich hoffe, dass das Thema Nationalmannschaft für mich noch nicht vorbei ist.“
Die WM möchte er nun als Fan verfolgen und traut der DFB-Elf einiges zu. „Deutschland ist immer noch eine Top-Nation, auch wenn die letzten Jahre nicht ganz so rosig waren“, betonte der 30-Jährige: „Ich hoffe einfach, dass die Menschen in Deutschland zusammenrücken und einfach alle der Mannschaft die Daumen drücken. Wenn sich die Leute auf ein geiles Turnier freuen und ans Team glauben, kann das am Ende der Mannschaft noch einmal einen richtigen Schub geben.“

Vor allem Borussia Mönchengladbach hofft, in der kommenden Spielzeit wieder voll auf Kleindienst bauen zu können. Zwar wurde der frühere Heidenheimer von Haris Tabakovic würdig vertreten, dennoch können die Fohlen nicht auf die Qualitäten ihres Torjägers verzichten, der 2024/2025 16 Tore in der Bundesliga erzielt hatte.

