Nach der jüngsten Kritik von Bayern-Veteran Uli Hoeneß an Bundestrainer Nagelsmann hat der DFB-Direktor Andreas Rettig geantwortet und seinen Coach in Schutz genommen.
Vor wenigen Tagen hat Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, abermals Kritik an Julian Nagelsmann und dessen Herangehensweise in der deutschen Nationalmannschaft geübt. Und das kurz vor der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.
Der 74-Jährige äußerte Zweifel, inwiefern die DFB-Elf beim Turnier im Sommer ihr volles Potenzial ausschöpfen könne, solange es keine Konstanz in der Startelf gibt. DemBundestrainer sei es laut ihm bislang noch nicht gelungen, zweimal in Folge mit derselben Formation zu spielen. Damit knüpfte Hoeneß zugleich an seine bereits im April geäußerte Kritik an, als er Nagelsmann unter anderem dessen Umgang mit den Personalien Manuel Neuer und Deniz Undav vorgehalten hatte. DFB-Direktor Andreas Rettig hat die Hoeneß-Kritik nun gekontert.
Rettig antwortet auf Hoeneß-Kritik – und schützt Nagelsmann
In einem Tweet auf X heißt es von Rettig: „Ich erinnere mich nicht daran, dass jemand vom DFB Herrn Hoeneß gebeten hat, einen Zwischenbericht für Herrn Nagelsmann zu erstellen.“ Und weiter: „Ich kenne auch seine Motivation nicht und was ihn antreibt, das jetzt zu sagen.“
Dabei stellte sich 63-Jährige schützend vor Nagelsmann, der seit 2023 die deutsche Nationalmannschaft coacht: „Unser Trainer ist nicht so schlecht, wie einige behaupten. Wir hatten immer mindestens acht, zuweilen bis zu zehn verletzte Spieler. Das konnte man dem Trainer nicht zur Last legen.“
Zum Schluss blieb auch noch Raum für eine Spitze in Richtung FCB-Ehrenpräsident: „Uli Hoeneß’ Bayern hat €25 Mio. für Julian Nagelsmann bezahlt und hätte ihn nach seiner Entlassung gerne zurückgeholt. Dafür muss es einen Grund geben.“


