Istanbul/Frankfurt. Als Leroy Sané im Sommer 2025 von Bayern zu Galatasaray wechselte, sagte Julian Nagelsmann einen Satz, der seither über jeder Debatte um den Flügelspieler steht: Er spiele nun „in einer Liga, die einen Tick schlechter ist als die Bundesliga“, er müsse „mehr auffallen“. Sané fehlte im September-Kader. Zwei Monate später holte ihn Nagelsmann zurück – er habe es sich „mit starken Leistungen in Champions League und Süper Lig verdient“. Jetzt sitzt ein neuer Bundestrainer über derselben Frage.
Die Ausgangslage
Jürgen Klopp gibt seinen ersten Kader am 17. September bekannt. Er hat angekündigt, Spieler zu nominieren, „die damit noch gar nicht rechnen“ – und ein 4-3-3 mit echten Flügelspielern spielen zu lassen. Beides kann man für Sané lesen oder gegen ihn. Für ihn: Er ist ein klassischer Außenspieler mit 70 Länderspielen, WM- und EM-Erfahrung, in einer Mannschaft, die in der Champions League spielt. Gegen ihn: Er ist 30, und Klopp hat mit Said El Mala, Paris Brunner und anderen Kandidaten eine Generation im Blick, die 2028 ihre erste EM spielen soll.
[LÜCKE – VOR VERÖFFENTLICHUNG FÜLLEN: Milliyet berichtet, ein früherer Trainer Sanés habe erklärt, dessen Zeit in der Nationalmannschaft sei abgelaufen. Name und Wortlaut konnten nicht ermittelt werden. Entweder Originalzitat nachrecherchieren und hier einbauen, oder den Absatz streichen.]
Was die Süper Lig für ihn tut – und was nicht
Galatasaray hat Sané in diesem Sommer mit Rafael Leão einen zweiten Flügelspieler von europäischem Format zur Seite gestellt und mit Aleksey Batrakov einen 21-Jährigen geholt, den Okan Buruk laut NTV als Schlüsselspieler für die Champions League sieht. Sanés Platz im Klub ist damit weniger gesichert als vor einem Jahr. Am Mittwoch spielt Galatasaray bei Sporting Lissabon – Spiele wie dieses sind die einzigen, die in Frankfurt zählen. Eine interne Krise um Sané wurde laut GZT im Sommer beigelegt, bevor sie öffentlich wurde.
Nagelsmanns Maßstab war eine Quote: Tore und Vorlagen, „keine Wunderdinge“. Klopps Maßstab ist noch nicht bekannt. Am 17. September wird er es.

