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90PLUS » Arsenal macht ernst bei Hinshelwood – Brighton fordert über 50 Millionen
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Arsenal macht ernst bei Hinshelwood – Brighton fordert über 50 Millionen

Fritz Pecker
15.08.26, 13:15
Fritz Pecker
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Mikel Arteta, Arsenal
Foto: Getty Images

Arsenal hat im Werben um Jack Hinshelwood die Pole Position übernommen. Wie Sky Sports am Samstag unter Berufung auf englische Medienberichte meldet, haben die Gunners bereits direkten Kontakt zur Spielerseite hergestellt und bereiten ein offizielles Angebot für den 21-Jährigen von Brighton & Hove Albion vor.

Der Vorstoss kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Mikel Arteta sein Mittelfeld weiter variabler aufstellen will. Hinshelwood gilt in England seit Monaten als eines der begehrtesten Profile der Premier League – nicht wegen spektakulärer Zahlen, sondern wegen seiner Vielseitigkeit.

Brighton verhandelt erst im hohen Bereich

Billig wird der Transfer nicht. Nach übereinstimmenden englischen Berichten würde Brighton erst bei einer Ablöse zwischen 43 und 51 Millionen Pfund – umgerechnet rund 50 bis 59 Millionen Euro – überhaupt in Verhandlungen einsteigen. Grundsätzlich will der Klub seinen Eigengewächs-Profi halten.

Die Ausgangslage spricht dabei klar für die Seagulls: Hinshelwoods Vertrag an der Amex läuft noch bis Juni 2029. Verkaufsdruck existiert nicht, und Brighton hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass der Klub bei eigenen Talenten Höchstpreise durchsetzt, statt sich auf Rabatte einzulassen.

Manchester United und City lauern

Arsenal ist nicht allein. Manchester United verfolgt Hinshelwood laut den Berichten schon seit längerer Zeit und hat bereits eine Anfrage platziert. Auch Manchester City prüft einen Vorstoss, nachdem die eigene Scouting-Abteilung positive Einschätzungen abgeliefert hatte.

Für Brighton ist diese Konstellation ein Geschenk. Drei Interessenten aus der Spitzengruppe der Premier League bedeuten Verhandlungsmacht – und die Möglichkeit, den Preis über die kolportierte Schmerzgrenze hinaus zu treiben. Ein Bieterwettstreit zwischen London und Manchester dürfte genau das sein, worauf man an der Südküste hofft.

Ein Spieler für mehrere Rollen

Hinshelwood kam in bislang 79 Pflichtspielen für Brighton auf zwölf Tore und sieben Vorlagen. Der englische U21-Nationalspieler kann im zentralen Mittelfeld, auf der Sechs sowie auf beiden Aussenverteidigerpositionen spielen – ein Profil, das bei Arteta traditionell hoch im Kurs steht.

Genau diese Flexibilität erklärt auch die Preisvorstellung. Wer in einem Kader gleich drei bis vier Positionen auf Premier-League-Niveau abdecken kann, ersetzt in der Kaderplanung rechnerisch mehr als einen Spieler. Dazu kommt das Alter: Mit 21 Jahren wäre Hinshelwood eine langfristige Investition, keine Übergangslösung.

Wie es weitergeht

Konkret ist bislang nichts. Ein formales Angebot der Gunners liegt Brighton nach aktuellem Stand noch nicht vor, der Kontakt beschränkt sich auf die Spielerseite. Genau dieser Schritt gilt in England allerdings häufig als Vorbote eines ernsthaften Vorstosses – Arsenal will offenbar zunächst wissen, ob der Spieler den Wechsel überhaupt mitträgt.

Bis zum Ende des Transferfensters bleiben noch einige Wochen. Sollte Arsenal die geforderte Summe aufrufen, müsste Brighton entscheiden, ob man an einem Spieler festhält, der aus der eigenen Akademie stammt und im Idealfall über Jahre zum Führungsspieler reifen könnte. Bewegt sich Arsenal nicht, dürften Manchester United und City das Thema nahtlos übernehmen.

Warum Arsenal im Vorteil ist

Dass die Gunners in den englischen Berichten als Favorit geführt werden, liegt weniger am Geld als am Timing. Arsenal hat als erster der drei Interessenten den Schritt über das reine Beobachten hinaus gemacht und mit der Spielerseite gesprochen. United und City befinden sich nach aktuellem Stand noch in der Sondierungsphase.

Hinzu kommt die sportliche Perspektive. In Nordlondon wäre Hinshelwood ein Baustein für mehrere Jahre, kein Rotationsspieler auf Abruf. Ob das reicht, um Brighton zum Verkauf eines Akademiespielers mit Vertrag bis 2029 zu bewegen, entscheidet sich in den kommenden Tagen – und vermutlich an der Höhe des ersten offiziellen Angebots.

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