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90PLUS » Chelsea-Krise immer schlimmer: Presse zerlegt die Blues
Premier League

Chelsea-Krise immer schlimmer: Presse zerlegt die Blues

Till Gabriel
22.04.26, 11:47
Till Gabriel
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Liam Rosenior, Chelsea
Foto: Getty Images

Die Krise beim FC Chelsea spitzt sich immer weiter zu. In der britischen Presse wird die Kritik an Trainer Liam Rosenior lauter.

Die Champions League ist für die Londoner durch eine Niederlagenserie in weite Ferne gerückt. In den letzten neun Pflichtspielen gelangen den Blues nur zwei Siege – jeweils im FA Cup gegen Zweitligist Wrexham (4:2 n.V.) und Drittligist Port Vale (7:0). Der letzte Dreier in der Premier League, datiert vom 4. März, war ein 4:1 gegen Aston Villa. Es war einer der wenigen überzeugenden Auftritte unter Liam Rosenior, der im Januar das Traineramt von Enzo Maresca übernommen hatte. Seitdem setzte es in der Liga fünf Pleite in Folge ohne eigenes Tor, eine solche Serie gab es bei Chelsea seit 1912 nicht mehr.

Nicht nur unter den Fans der Blues schwindet die Rückendeckung für den ehemaligen Brighton-Profi Rosenior immer schneller. Auch die Presse nimmt den Coach in die Pflicht. „Blues-Fans skandieren ‚F*** off, Rosenior‘ – Trainer steht nach neuem Negativrekord vor dem Aus. Die Männer in Schwarz lieferten eine Vorstellung wie bei einer Beerdigung ab, die das Ende von Liam Roseniors Amtszeit als Cheftrainer bedeuten könnte“, schrieb etwa die Boulevardzeitung Sun gewohnt reißerisch.

Chelsea mit historischer Krise: Vernichtender Titanic-Vergleich

Laut The Athletic befindet sich Chelsea „im freien Fall“. Der ist jedoch hausgemacht: „Chelsea gerät immer weiter außer Kontrolle und steckt tief in der Sphäre der Unseriösität, auf und neben dem Platz.“ Die BBC betonte die historische Bedeutung der Niederlagenserie: „Chelsea hat erstmals seit 1912 – dem Jahr, in dem die Titanic sank – fünf Ligaspiele in Folge verloren, ohne ein Tor zu erzielen.“

Liam Rosenior, Chelsea
Foto: Getty Images

Rosenior selbst wollte die Leistung seiner Elf beim sogar noch schmeichelhaften 0:2 gegen Brighton and Hove Albion nicht schönreden. „Das war in jeder Hinsicht inakzeptabel“, sagte der frühere Strasbourg-Coach bei Sky Sports: „Inakzeptabel in der Einstellung. Ich stelle mich immer wieder vor die Spieler – aber diese Leistung heute Abend ist nicht zu verteidigen. Es muss sich grundlegend etwas ändern. Einige der Dinge, die ich heute gesehen habe, will ich nie wieder sehen.“ Chelsea stehe schließlich „für Kampfgeist, für Willen, für Entschlossenheit – und genau das hat heute in allen Bereichen gefehlt.“

THEMENChelseaLiam RoseniorPremier League
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