EFL-Cup | Chelsea lässt gegen Tottenham dank dreier VAR-Eingriffe nichts mehr anbrennen

EFL-Cup: Der FC Chelsea tütete bei den Tottenham Hotspur den Finaleinzug ein.
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News | Tottenham Hotspur musste im EFL-Cup-Halbfinalrückspiel einen Zwei-Tore-Rückstand gegen den FC Chelsea aufholen, was jedoch nie möglich schien. Am Ende hieß es 0:1 aus Sicht der Spurs.

Rüdiger bringt zunächst überlegendes Chelsea in Führung

Das Hinspiel war eine relativ einseitige Angelegenheit. Auch diesmal übernahmen die Blues das Kommando. Nach acht Minuten gab Timo Werner den ersten Abschluss ab, indem er Pierluigi Gollini mit einem Heber überraschen wollte, allerdings verfehlte er das Gehäuse. Kurz darauf parierte der Schlussmann dann glänzend gegen Romelu Lukaku.

Der Lohn für den überzeugenden Auftritt in der Anfangsphase folgte in Minute 18. Gollini machte diesmal keine gute Figur, da er nach einem von Mason Mount getretenen Eckball nicht an den Ball kam, weshalb der sich von Japhet Tanganga lösende Antonio Rüdiger ins leere Tor einköpfte – 0:1.

EFL-Cup: Antonio Rüdiger köpfte Chelsea bei Tottenham in Führung.

(Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Wie schon vor einer Wochen hatten die Hausherren nur wenig entgegenzusetzen. Sie liefen zumeist hinterher, während der Ball sich in den Reihen von Chelsea befand. doch nach einer halben Stunde brannte es auf einmal vor dem Tor der Gäste. Erst probierte es Pierre-Emile Höjbjerg, dessen Versuch abgefälscht wurde und knapp neben dem Tor landete. Die anschließende Ecke verlängerte Davinson Sanchez auf den zweiten Pfosten, wo Harry Kane nur um Zentimeter am Ball vorbeirauschte (32.).

Anschließend besaß Tottenham sogar Vorteile und bekam in der 40. Minute einen Elfmeter zugesprochen. Der übermotiviert einsteigende Rüdiger holte Höjbjerg aber knapp außerhalb des Strafraums von den Beinen. Mithilfe des VAR korrigierte sich Schiedsrichter Andre Marriner auf Freistoß. Diesen trat Giovanni Lo Celso schließlich recht ungefährlich. Daher blieb es zur Halbzeit beim 0:1.

VAR nimmt Tottenham Elfmeter und Tor

Zu Beginn des zweiten Abschnitts stand schon wieder Rüdiger im Blickpunkt. Diesmal köpfte er aus zentraler Position über den Kasten (47.). Seine Teamkollegen fanden ebenfalls zur vor der Pause über weite Strecken vorhandenen Kontrolle zurück.

Jedoch bot Chelsea Räume für Konter an. In der 56. Minute spielte Kane den Ball eigentlich ein Stück zu weit für Lucas Moura, sodass Kepa zuerst an den Ball kam, ehe der Brasilianer über seine Füße stolperte. Dennoch entschied Marriner auf Elfmeter. Die Reaktion des VAR folgte prompt und der Unparteiische benötigte nur einen kurzen Blick auf die Bilder, um den Strafstoß zurückzunehmen.

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Etwa 180 Sekunden später hielt Kepa dann gegen den freistehend aufs Tor köpfenden Emerson Royal. Wiederum nur kurz darauf brachte der Schlussmann Mateo Kovacic in Bedrängnis, der daraufhin den Ball verlor, Moura legte quer auf den ins leere Gehäuse vollendenden Kane. Doch wieder legte der VAR berechtigt Einwand ein, denn Kane befand sich beim Zuspiel im Abseits. Das 0:1 hatte also immer noch Bestand.

Anschließend war der große Schwung bei den Spurs raus. Chelsea brachte den Vorsprung insgesamt souverän über die Ziellinie und zog erstmals seit 2019 ins Finale des EFL-Cups ein. Zwischenzeitlich musste die Begegnung jedoch aufgrund eines medizinischen Notfalls im Fanblock unterbrochen werden, weshalb die Stimmung nach Spielende recht gedämpft war.

In Wembley geht es dann entweder gegen den FC Liverpool oder Arsenal. Schon am Samstag (13.30 Uhr) treffen die Blues im Ligabetrieb auf das derzeit herausragende Manchester City. Auf Tottenham wartet eine wohl noch brisantere Partie, nämlich das Nordlondon-Derby gegen den verhassten Rivalen Arsenal.

(Photo by GLYN KIRK/IKIMAGES/AFP via Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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