EFL-Cup | Tuchel über Kepa-Scheitern: „Schuld liegt bei mir“

FC Chelsea: Thomas Tuchel wechselte Kepa kurz vor dem Elfmeterschießen ein.
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News | Der FC Chelsea verlor ein dramatisches EFL-Cup-Finale gegen den FC Liverpool. Zur tragischen Figur wurde Kepa Arrizabalaga, der nach seiner Einwechslung keinen Elfmeter hielt und selbst verschoss. Thomas Tuchel stellte sich trotzdem hinter ihn.

Tuchel: „Haben die Entscheidung getroffen, weil Kepa täglich mit den Spielern trainiert“

Der FC Liverpool und FC Chelsea lieferten sich ein packendes EFL-Cup-Finale, das nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen entschieden werden musste. Dort verwandelten 21 (!) Akteure am Stück, ehe Schlussmann Kepa Arrizabalaga (27), der erst in der 119. Minute Edouard Mendy (29) ersetzte, den Ball in die Wolken drosch und die Reds damit triumphieren ließ.

Im Anschluss musste sich Trainer Thomas Tuchel (48) viele Fragen gefallen lassen. „Ich fühle mich schlecht für ihn, aber ich mache ihm keine Vorwürfe. Wir haben die Entscheidung getroffen, wie schon beim letzten Mal im Elfmeterschießen, weil Kepa täglich mit den Spielern trainiert. Sie wissen, wie gut er ist. Er hat mehr Zeit als Edou, dies zu tun“, erklärte er seine Maßnahme.

Der von Thomas Tuchel trainierte FC Chelsea verlor das EFL-Cup-Finale aufgrund des verschossenen Elfmeters von Kepa.

(Photo by GLYN KIRK/AFP via Getty Images)

Vorwürfe machte Tuchel seinem Schützling nicht: „Die Schuld liegt bei mir. Manchmal klappt es, manchmal klappt es nicht. So ist das Leben eines Fußballtrainers, der Auswechslungen vornimmt. Manchmal bringt man einen Spieler ins Spiel und er erzielt ein Tor. Manchmal macht er einen entscheidenden Fehler. Kein Bedauern.“

Stattdessen stärkte der Coach Kepa, der im UEFA-Supercup gegen Villarreal mit seinen Paraden im Elfmeterschießen noch den Titel sicherte: „Jeder weiß, wie gut er ist.“ In den kommenden Wochen dürfte er trotzdem kaum zum Zug kommen, da Mendy in der Premier League und Champions League stets den Vorzug erhält.

Die Einzelkritik zum EFL-Cup-Finale

Ebenfalls Stellung bezog Tuchel zum Rückzug von Roman Abramovich (55), der die Leitung des Klubs an ein Gremium gemeinnütziger Treuhänder übergab: „Ich denke, es wird sich für mich im Alltag nichts ändern. So habe ich es verstanden.“ In der Tat vollzog Abramovich diesen Schritt wohl aufgrund – angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine – drohender britischer Sanktionen, die damit den Klub nicht mehr betreffen.

(Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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