Englische Spitzenfunktionäre gehen gegen Rassismus im Netz vor

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News | Besonders in der Premier League wurden häufiger rassistische Vorfälle im Netz vermeldet. Zuletzt meldete der FC Southampton konsequent Person bei der Polizei, die Adrian Jankewitz – nach einer frühen Roten Karte – auf den Social-Media-Kanälen des Vereins diskriminierend beschimpften. Nun meldeten sich auch die ranghöchsten Funktionäre des englischen Fußballs zu Wort.

Neuerliche Rassismusvorfälle führen zu offenen Brief an Vorstände von Twitter und Facebook

In dem auf der Homepage der Premier League veröffentlichten Brief wendete sich die eine Gruppe um den Premier-League-Vorsitzenden Richard Masters sowie FA-Chef Mark Bullingham direkt an den Twitter-Vorstandsvorsitzenden, Jack Dorsey (44), sowie an Facebook-Gründer, Mark Zuckerberg (36). Es heißt, die bösartigen, rassistischen Beschimpfungen gegen Akteure aus der höchsten englischen Spielklasse haben in letzter Zeit noch einmal zugenommen. Man bitte die beiden Vorstände, ihre Macht zu nutzen, um dem ein Ende zu setzen.

„Die verwendete Sprache ist abwertend, oft bedrohlich und illegal. Sie verursacht Leid bei den Empfängern und der großen Mehrheit der Menschen, die Rassismus, Sexismus und Diskriminierung jeglicher Art verabscheuen“, erklärten die Schreiber. Den Vorständen der Social-Media-Plattformen werfen sie vor, „lange Zeit untätig gewesen zu sein.“ Daher werde das Verhalten der Täter „zunehmend als normal angesehen“ und die „unschönen Beiträge nahmen zu.“

Masters und co wiesen darauf hin, dass die Unternehmensleiter – angesichts der täglichen Nutzerzahlen, die die Milliardenmarke locker übertreffen – „eine hohe Verantwortung besitzen“, der sie nun auch im Falle der Premier League gerecht werden sollen. Denn kein Nutzer dürfe aufgrund seiner Hautfarbe oder seines Geschlechts von der Plattform vertrieben werden.

Forderungen an Facebook und Twitter

Die Verantwortlichen nannten Anhaltspunkte, nach denen Facebook und Twitter in Zukunft agieren könnten. Ihre Vorstellungen teilen sich in vier Aspekte auf. Demnach sollen Nachrichten und Beiträge mit rassistischem Inhalt noch vor der Veröffentlichung „gefiltert und blockiert werden.“ „Transparente und schnelle Maßnahmen“ seien notwenig, damit missbräuchliche Kommentare rasch verschwinden. Des Weiteren soll das Erstellen eines Kontos erschwert werden. Dies soll hilfreich sein, um „verdächtige Personen zu identifizieren“ und „eine Neuanmeldung des Nutzers zu verhindern“. Zum Abschluss forderten sie die Social-Media-Plattformen auf: „Den Ermittlungsbehörden zügig zu helfen, um die Urheber der diskriminierenden Worte zu identifizieren.“

Die Gemeinschaft berief sich dabei auch auf die Äußerungen des Kulturministers Oliver Dowden (42). Die britische Regierung sei derzeit damit beschäftigt einen Gesetzesvorschlag zu erstellen, der die Social-Media-Plattformen stärker in die Pflicht nimmt. „Spieler, Schiedsrichter, Trainer und Manager jeder Herkunft und auf jeder Ebene des Sports sollten in der Lage sein am Spiel teilzunehmen, ohne dabei diskriminierende Beschimpfungen ertragen zu müssen“, heißt es weiter. Erfolgreich gelingen könne dies allerdings nur, wenn sie an einem Strang ziehen. Um die Wünsche möglichst schnell in die Tat umzusetzen, visieren die Führungskräfte ein Treffen mit den leitenden Personen aus von Twitter und Facebook an.

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(Photo by Alex Morton/Getty Images for Premier League)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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