Gray-Traumtor bringt Everton in der Nachspielzeit den Sieg über Arsenal

Der FC Everton bezwang Arsenal.
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News | Den 15. Spieltag der Premier League rundeten das kriselnde Everton und der FC Arsenal ab. Am Ende jubelten die couragierten Gastgeber über einen späten 2:1-Erfolg.

Nach viel Langeweile: Everton mit Abseitstor – Ödegaard bringt Arsenal in Front

Die Anfangsphase gestalteten beide Mannschaften temporeich, allerdings entstanden keine Torchancen. Erst nach 13 Minuten gab Demarai Gray von der Strafraumgrenze den ersten Schuss ab, der weit neben dem Tor landete. Die seit acht Ligaspielen sieglosen Toffees traten im strömenden Regen zunächst etwas agiler auf.

Sie versteckten sich keineswegs und ließen die Gäste nur selten ins letzte Drittel kommen. Wenn die Gunners dies erreichten, folgten überhastete Abschlüsse, wie von Thomas Partey (19.). Ansonsten fand die zuletzt sehr spielfreudige Auswahl von Mikel Arteta, der von 2005 bis 2011 für Everton auflief, allerdings keine Lösungen.

 

Die Hausherren besaßen ein leichtes Übergewicht. Doch insgesamt prägte viel Leerlauf das Geschehen. Für kurze Aufregung sorgte ein Nachhaken von Ben Godfrey gegen Takehiro Tomiyasu, das der VAR nach kurzer Untersuchung als nicht beabsichtigt bewertete (29.).

Ernsthafte Torannäherungen blieben dagegen weiterhin komplett aus – bis zur 44. Minute. Dafür musste – angesichts des Spielverlaufs logischerweise – ein Freistoß herhalten, den Anthony Gordon ideal auf den einköpfenden Richarlison beförderte. Der Jubel im Goodison Park verhallte jedoch schnell, da der Brasilianer sich knapp im Abseits befand, was Schiedsrichter Mike Dean vom VAR schließlich mitgeteilt bekam.

In der Nachspielzeit des ersten Abschnitt vollendete Arsenal den ersten konstruktiven Spielzug eiskalt. Die Flanke von Kieran Tierney erreichte Martin Ödegaard, der aus acht Metern mit der Innenseite aus der Luft ins linke Eck zum 0:1-Pausenstand einnetzte.

Der FC Arsenal bejubelt das Führungstor gegen Everton.

(Photo by Gareth Copley/Getty Images)

Richarlison gleicht im dritten Anlauf für Everton aus – Nketiah an den Pfosten, Gray ins Tor

Nach dem Seitenwechsel waren keine 120 Sekunden vorüber, als Aaron Ramsdale erstmals eingreifen musste. Eine Bogenlampe von Gordon lenkte der formstarke Schlussmann letztlich gekonnt über den Kasten. Auf der Gegenseite köpfte Gabriel vollkommend freistehend in die Arme von Jordan Pickford (52.).

Das Niveau der Begegnung steigerte sich allmählich. In Minute 58 kombinierten sich die Toffees fein durchs Mittelfeld, Abdoulaye Doucouré steckte für Richarlison doch, der eiskalt vor Ramsdale einschoss. Doch abermals hatte der Offensivakteur nur kurzen Grund zur Freude. Wieder meldete sich der VAR, weil er eine Fußspitze im Abseits sah, weshalb auch dieser Treffer nicht zählte.

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Everton steckte trotz des neuerlichen Rückschlags nicht auf, sondern hielt den Druck aufrecht, ohne klare Gelegenheiten zu kreieren. Die Gäste beschränkten sich auf die Sicherung des knappen Vorsprungs und erhielten die Quittung. Ramsdale lenkte einen sehenswerten Versuch von Gray noch an die Latte, doch den Abpraller verwertete Richarlison per Kopf zum 1:1 (79.). Diesmal hatte auch Stuart Atwell im Stockley Park keinen Einwand mehr.

Die Antwort von Arsenal wäre beinahe prompt erfolgt. Nach 84 Minuten flankte Bukayo Saka butterweich auf Eddie Nktetiah, der aus kurzer Distanz an den Pfosten köpfte – und die Riesenchance zum Siegtreffer ausließ. Der fiel stattdessen auf der anderen Seite. Gray fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz, traf das Spielgerät exzellent, sodass es vom Innenpfosten ins Netz prallte – 2:1 (90+2.). Die Führung geriet anschließend noch einmal in Gefahr, aber Pierre-Emerick Aubameyang vergab kläglich.

Der FC Everton belohnte sich für einen guten Auftritt und überquerte dabei einige Hindernisse. In der Tabelle ist der Befreiungsschlag gleichbedeutend mit dem Sprung auf Rang zwölf. Weiter geht es am Sonntag (17.30 Uhr) bei Crystal Palace. Einen Tag zuvor messen sich die auf dem siebten Platz liegenden Gunners mit Southampton.

(Photo by Gareth Copley/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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