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90PLUS » Frist verstrichen, Interesse geblieben: City gibt Enzo Fernández nicht auf
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Frist verstrichen, Interesse geblieben: City gibt Enzo Fernández nicht auf

Fritz Pecker
16.08.26, 19:57
Fritz Pecker
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Enzo Fernandez, Chelsea
Foto: Getty Images

Die Frist ist verstrichen, ein Angebot kam nicht – und trotzdem ist der Fall Enzo Fernández nicht erledigt. Manchester City hält nach Informationen von Transferexperte Fabrizio Romano weiter an einer Verpflichtung des argentinischen Mittelfeldspielers fest, obwohl das von Chelsea gesetzte Ultimatum am Freitagabend ohne Gebot abgelaufen ist.

Chelsea hatte allen interessierten Klubs eine klare Ansage gemacht: Wer bis Freitag, 17 Uhr Ortszeit, 140 Millionen Euro (120 Millionen Pfund) überweist, bekommt den Weltmeister von 2022. Danach, so die Drohkulisse aus London, bleibe Fernández an der Stamford Bridge. City ließ die Deadline verstreichen – aber legte den Hörer nicht auf.

Romano: „Ich würde den Deal nicht abgeschrieben nennen“

In einem am Sonntag veröffentlichten Video ordnete Romano die Lage ein: „Ich kann euch bestätigen, dass Manchester City Enzo noch nicht aufgegeben hat.“ Bis zum Ablauf der Frist hätte City – oder jeder andere Klub – den Argentinier für 120 Millionen Pfund verpflichten können, ohne zu verhandeln. Diese Abkürzung ist nun weg.

„Jetzt, da diese verbale Deadline abgelaufen ist, wären Verhandlungen nötig, und Chelsea hat die Situation vollständig unter Kontrolle“, so Romano weiter. „Manchester City ruft weiter an, Manchester City versucht weiter herauszufinden, ob es einen Weg gibt. Stand heute würde ich den Deal nicht als geplatzt bezeichnen.“

Für City ging es bei Fernández zuletzt vor allem um die Nachfolge im Zentrum. Der 25-Jährige kam in der Saison 2025/26 auf 54 Pflichtspiele für Chelsea, in denen ihm 15 Tore und acht Vorlagen gelangen – Zahlen, die den Preis erklären, den die Blues aufrufen.

Barcelona bleibt bei Rodri optimistisch

Parallel dazu läuft das zweite große Mittelfeld-Puzzle dieses Sommers weiter. Barcelona hat laut Romano ein drittes Angebot für Rodri abgegeben und ist „absolut, absolut zuversichtlich“, sich mit Manchester City zu einigen. Der spanische Nationalmannschaftskapitän ist das Topziel der Katalanen vor dem Saisonstart.

Dass der Wechsel noch nicht vollzogen ist, liegt Romano zufolge an der Person Rodri selbst: „Rodri ist kein normaler Spieler. Rodri ist Rodri, er ist eine Legende dieses Sports.“ Bei einem Restvertrag von einem Jahr verstehe City den Wunsch des Spielers und wolle sich respektvoll verhalten – gleichzeitig pocht der Klub auf eine angemessene Ablöse. Die Gespräche laufen, die Erwartungshaltung in Barcelona ist positiv.

Suárez-Klausel: Barça sagt ab

Eine andere Baustelle haben die Katalanen dagegen geschlossen. Barcelona wird die Ausstiegsklausel von Luis Suárez bei Sporting CP in Höhe von 80 Millionen Euro nicht ziehen. Romano hatte am Freitag berichtet, dass der kolumbianische Stürmer als Alternative zu Julián Álvarez auf der Liste stand.

„Ich kann zu 100 Prozent bestätigen, dass Barcelona Informationen zu dem Spieler eingeholt hat“, sagte Romano. „Aber ich kann euch auch bestätigen, dass die interne Entscheidung von Deco lautet, den Deal nicht weiterzuverfolgen.“ Álvarez wiederum ist keine Option: Atlético Madrid hat ein Barça-Angebot im Juli abgelehnt und betont, den Argentinier in diesem Sommer nicht abzugeben. Suárez kam vergangene Saison auf 38 Tore in 53 Einsätzen für Sporting.

Neto-Poker stockt an der Ablöseforderung

Und noch ein City-Thema hängt in der Schwebe: Pedro Neto. Die Skyblues hatten Anfang August das Umfeld des portugiesischen Flügelspielers kontaktiert, treiben die Sache aber nicht voran. Der Grund ist schlicht die Preisvorstellung aus London.

„Manchester City hält die Bewertung, die Chelsea für Pedro Neto aufruft, für viel zu hoch“, zitiert Romano. Eine konkrete Summe nannte er nicht. Neto stand vergangene Saison in 52 Partien für Chelsea auf dem Platz und war an 21 Toren direkt beteiligt.

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