Premier League | Saka und Jesus bemüht, Antony und Rashford aber zu konsequent – Uniteds Sieg gegen Arsenal in der Einzelkritik

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Am heutigen Sonntag um 17:30 Uhr standen sich Manchester United und der FC Arsenal in der Premier League gegenüber. Die Gastgeber gewannen mit 3:1, waren vor allem extrem effizient vor dem Tor. 

Arsenal hatte einige sehr gute Momente, ging auch in Führung, aber das Tor wurde zurückgepfiffen, weil ein Foulspiel vorgelegen haben soll. In der Folge gab es packende Phasen, United ging in Führung, Arsenal glich aus, fing sich im Anschluss aber zwei Konter. Die Notenverteilung der Einzelkritik erfolgt nach dem Schulnotensystem, also von 1 (sehr gut) bis 6. Auch 0,5er-Noten können vergeben werden. Spieler, die spät in der Partie eingewechselt wurden und keinen signifikanten Einfluss mehr hatten, werden nicht bewertet.

Manchester United: Antony und Rashford machen für United den Unterschied

David de Gea: Vor allem während Arsenals Druckphase in der ersten Hälfte mit zwei wichtigen Paraden gegen Gabriel Martinelli (30′, 32′). Ansonsten nahm ihm seine Defensive viel Arbeit ab. Note: 3,0.

Diogo Dalot: Defensiv weitestgehend zuverlässig. Leitete mit einem tiefen Laufweg zudem die erste gute Gelegenheit der Partie ein, die Christian Eriksen allerdings vergab. Note: 3,0.

Lisandro Martinez (bis 80′): Nach den ersten beiden Partien gegen Brighton (1:2) und in Brentford (0:4) wurde auch „Licha“ ob seiner lediglich 1,75 Meter bereits medial angezählt. Inzwischen hat Martínez aber seinen Platz innerhalb der Mannschaft als aggressive leader gefunden. Auch an diesem Abend rettete er in Minute 32 per Kopf gegen den Fallrückzieher von Gabriel Jesus. Drei Minuten später ging United in Führung. Musste zehn Minuten vor Schluss angeschlagen raus. Note: 2,5.

Raphaël Varane: Harmoniert im Duo zusammen mit Lisandro Martínez. War an diesem Abend aber auch für den Ballverlust verantwortlich, aus dem Arsenal das zwischen zeitliche 1:1 machte. Dürfte dennoch auch in den nächsten Partien gesetzt sein. Note: 3,0.

Tyrell Malacia: Hat Luke Shaw inzwischen von seiner Position verdrängt. Gegen Arsenal defensiv grundsolide, offensiv jedoch ausbaufähig. Note: 3,0.

Scott McTominay: Machte das, was von ihm erwartet wurde: Defensiv das Mittelfeld zusammenzuhalten, um Bruno Fernandes sowie Christian Eriksen glänzen zu lassen. Note: 3,0.

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Photo by Shaun Botterill/Getty Images

Christian Eriksen: Hatte die erste gute Gelegenheit des Spiels, zog seinen Volley jedoch am Tor vorbei. Besser machte es der Däne eine Viertelstunde vor Schluss, als er seinen Lauf perfekt timte, nicht abseits stand und so Rashford ein einfaches 3:1 auflegen konnte. Note: 2,5.

Bruno Fernandes: Sein Außenristpass auf Rashford vor dem 2:1 war einer für die Vereinsgalerie. Auch in der restlichen Partie – und denen davor – konnte man sehen, wie befreit der Portugiese unter Erik ten Hag aufspielt. Tauchte mal im Zentrum, mal auf den Halbpositionen oder – wie kurz vor Schluss – sogar auf dem Flügel auf. Note: 2,5.

Antony (bis 58′): Wie sieht ein perfektes Debüt aus? Ziemlich genau so! Traf zehn Minuten vor der Pause per Schlenzer zum 1:0. Zeigte sich sofort extrem ballsicher und angriffslustig, teilweise sogar frech. Kurz vor der Pause versuchte er, Aaron Ramsdale aus gut 35-37 Metern zu überraschen. Macht er so weiter, werden United und die Fans noch viel Freude am Brasilianer haben. Note: 2,0.

Jadon Sancho (bis 67′): War maßgeblich an der Entstehung des 1:0 beteiligt, als er nicht nur auf den Beinen blieb, sondern im Strafraum die Übersicht für Marcus Rashford hatte, der zu Antony rüberlegte. Ansonsten nicht so auffällig, wie in den vergangenen Partien. Machte gut 20 Minuten vor Schluss Platz für Fred. Note: 3,0.

Marcus Rashford (bis 80′): Machte sich mit seinem Doppelpack zum mannschaftsinternen Toptorjäger. Siegtreffer gegen Liverpool, siegbringender Assist in Leicester. Beim Erfolg gegen Arsenal war er an allen drei Treffern direkt beteiligt. Hat während des Spiels zwar nicht viele Aktionen, stellte seinen Wert für die Mannschaft mit diesem Auftritt jedoch einmal mehr unter Beweis. Note: 2,0.

Einwechslungen von Manchester United

Cristiano Ronaldo (ab 58′): Ersetzte eine gute halbe Stunde vor Schluss Antony. Man konnte sehen, warum Erik ten Hag Rashford inzwischen bevorzugt: CR7 mag zwar weiterhin herausragende Torjägerfähigkeiten haben. Allerdings nagt auch an einem fünfmaligen Weltfußballer im Alter von 37 Jahren langsam aber sicher der Zahn der Zeit. Das entscheidende Tempo geht ihm ab. So konnte er sieben Minuten vor Schluss bei einem Konter einen Steilpass nicht mehr erlaufen. Dürfte mit seiner Erfahrung in Europa dennoch wertvoll für die Mannschaft werden. Note: 3,0.

Fred (ab 67′): Inzwischen auch nur noch unter den Reservisten. 15 Ballkontakte und neun Pässe in 23 Minuten sind als Bewertungsgrundlage etwas schwierig. Note: ohne Bewertung.

Harry Maguire (ab 80′): Der etatmäßige Kapitän kam zehn Minuten vor Schluss für den angeschlagenen Lisandro Martínez und holte sich nur wenige Sekunden auf dem Platz nach einem taktischen Foul Gelb ab. Fünf Minuten vor Schluss gab es bei einem Zweikampf mit Eddie Nketiah eine leicht elfmetrige Geschmacksnote. Muss solche Szenen abstellen, will er seinen Stammplatz zurückhaben. Note: 4,0.

Casemiro (ab 80′): Kam, sah – und brachte den Sieg nachhause. Muss sich offensichtlich noch an die Automatismen im neuen Klub gewöhnen. In den Partien gegen Real Sociedad, im Selhurst Park oder gegen Leeds ist es allerdings gut möglich, dass ten Hag ihm seinen ersten Startelfeinsatz verschafft. Für das Spiel gegen Arsenal aber erstmal Note: ohne Bewertung.

Noten von: Victor Catalina

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Arsenal FC: Bemühte Saka und Jesus reichen nicht

Aaron Ramsdale: Zu Beginn viel im Aufbau gefordert, weil United Druck machte und Arsenal tief stand. Bei den Gegentoren machtlos, sonst wenig gefordert, weil United kaum auf das Tor schoss. Note: 3. 

Ben White: Spielte unaufgeregt den Part rechts hinten. Schaltete sich, sobald Arsenal nach einer Viertelstunde aktiver wurde, auch deutlich mehr in das Spiel nach vorne ein. Dort gewohnt passsicher. Natürlich nicht mit den gleichen offensiven Akzenten wie auf der anderen Seite Zinchenko, defensiv dafür über seine Seite auch nicht besonders anfällig. Note: 2,5 

Gabriel Magalhaes: Im Spielaufbau unter Druck mit der nötigen Ruhe. Rückte aber vor dem Gegentor möglicherweise zu früh raus und verließ die Ordnung. Es war ein typisches Gabriel-Spiel mit den typischen 1-2 Wacklern, vollends souverän war der Brasilianer aber nicht über die 90 Minuten. Note: 3

William Saliba: Anfangs defensiv unauffällig, weil auch wenig gefordert, holte sich dann in der 25. Minute eine gelbe Karte ab. Ansonsten unauffällig, wach in den Zweikämpfen. Beim 2:1 für United gemeinsam mit Gabriel nicht ganz auf der Höhe, allerdings war der Pass auch herausragend. Note: 3 

Oleksandr Zinchenko: Früh viele Duelle mit Antony, gleich auch im Spielaufbau eingebunden und viel in die Mitte ziehend. Sammelte viele Ballkontakte und versuchte zu organisieren. Allerdings war der Ukrainer nicht so dominant wie vor seiner kurzen Verletzungspause. Wurde folglich auch in der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Note: 3,5.

Sambi Lokonga: Wie schon gegen Aston Villa versuchte er, zunächst die einfachen Dinge richtig zu machen. Das gelang auch, denn Lokonga spielte kurze, präzise Pässe und behielt eine gute Übersicht. Bot sich immer an, allerdings in der zweiten Halbzeit mit zwei unnötigen Ballverlusten, die einen guten Auftritt leicht trübten. Note: 3

Granit Xhaka: Wieder mit gewohntem Wechselspiel mit Zinchenko auf links und im Zentrum. Zuweilen mit etwas zu viel Risiko im Spiel mit dem Ball. Steht auch dank Zinchenko nicht mehr dauerhaft im Mittelpunkt, was ihm Pausen ermöglicht. Insgesamt eine solide Partie des Schweizers, mit weniger kreativen Bällen als zuletzt. Note: 3 

Photo by OLI SCARFF/AFP via Getty Images

Martin Ödegaard: Von der 10 kommend viel unterwegs, wich häufig in die Halbräume aus und holte sich dort die Bälle. Allerdings in manchen Szenen zu verspielt. Wirkte nicht in jeder Situation so spritzig wie zuletzt, ging auch leicht angeschlagen in die Partie. Das Bemühen war da, häufig aber nicht mehr. Note: 3,5

Bukayo Saka: Kam in der Anfangsphase gleich mehrfach gut mit Tempo und versuchte, die Abwehr der Gastgeber vor Probleme zu stellen. Wurde gerade in der zweiten Halbzeit vermehrt zum Aktivposten und spielte geradliniger.Erzielte das 1:1, das dem FC Arsenal zwischenzeitlich noch Hoffnung gab. Note: 2,5

Gabriel Martinelli: Erzielte früh einen blitzsauberen Treffer, der aber wegen eines Ödegaard-Fouls zurückgepfiffen wurde. Ansonsten mit seinem Tempo eine stetige Gefahr. In der zweiten Halbzeit, als Saka besser wäre, tauchte er mehr ab. Note: 3,5

Gabriel Jesus: Wie in den ersten Spielen sehr engagiert, viel unterwegs, gute Arbeit gegen den Ball. War in viele Zweikämpfe involviert, vor allem gegen Lisandro Martinez. Dank Dominanz der Gunners in der 2. Halbzeit deutlich besser eingebunden, aber glücklos. Note: 3,5. 

Einwechslungen des Arsenal FC

Emile Smith Rowe (ab 73. für Ödegaard): Keine Bewertung mehr.

Fabio Vieira (ab 74. für Lokonga): Keine Bewertung mehr.

Eddie Nketiah (ab 74. für Zinchenko): Keine Bewertung mehr.

Takehiro Tomiyasu (ab 80. für White): Keine Bewertung mehr.

Noten von: Manuel Behlert

Photo by Shaun Botterill/Getty Images

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