Manchester United | Scheiterte die katarische Übernahme am Nachweis finanzieller Mittel?

18. Januar 2024 | Premier League | BY Steven Busch

Vor wenigen Wochen wurde der Wirrwarr um die Übernahme von Manchester United beendet: Ineos-Gründer Sir Jim Ratcliffe erhielt den Zuschlag für 27,69 Prozent der Anteile an den „Red Devils“. Derweil wird der gesamte Prozess transparent aufgeräumt. Ein etwaiger Deal mit einem katarischen Investor scheiterte möglicherweise am fehlenden Nachweis finanzieller Mittel.

Manchester United – Ultimatum von Sir Jim Ratcliffe führte zur Übernahme an Heiligabend

Pünktlich zum Heiligen Abend endete eine monatelange Posse um die Übernahme des sportlich wankelmütigen Premier-League-Klubs Manchester United. Ineos-Gründer Sir Jim Ratcliffe erhielt schlussendlich für kolportierte 1,4 Milliarden Euro den Zuschlag für 27,69 Prozent der Anteile am 20-fachen englischen Meister. Der Guardian hat derweil weitere Informationen rund um das zähe Wettbieten veröffentlicht. Demnach scheiterte ein möglicher Einstieg des katarischen Konsortiums, um Scheich Jassim bin Hamad al-Thani, am fehlenden Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für diesen Deal.



Dies wird durch an die US-Börsenaufsichtsbehörde übermittelte Dokumente seitens der „Red Devils“ abgeleitet. So stellten die United-Funktionäre eine Anfrage in Richtung Katar, dass ein „ausreichender Nachweis über die Finanzierung und die übliche Finanzierungszusage“ benötigt werden. Antwort: Fehlanzeige! Stattdessen sicherte sich Ratcliffe mit seinem Unternehmen Trawlers Limited die Anteile.

Mehr News und Storys rund um die englische Premier League gibt es hier…

Dabei wäre auch dieser Deal beinahe geplatzt respektive wurde durch ein finales Ultimatum bis zum 1. Weihnachtsfeiertag entscheidend vorangetrieben. Verrückte Monate liegen hinter Manchester United. Jetzt muss es rund ums altehrwürdige Old Trafford nur noch auf dem grünen Rasen aufwärtsgehen.

(Photo by Naomi Baker/Getty Images)

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik schwand.