Bericht aus England: Vorwürfe gegen Klubbesitzer von ManCity – Premier League soll ermitteln

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News | Die Besitzer von ManCity sind einmal mehr in die Kritik geraten. Diesmal geht es allerdings um mehr als „nur“ Geld. 

Halfen ManCity-Klubbesitzer russischen Oligarchen bei der Umgehung westlicher Sanktionen?

Den Eigentümern von ManCity wird vorgeworfen, russischen Oligarchen im Zuge des Ukraine-Konflikts geholfen zu haben, westliche Sanktionen zu umgehen. Das berichtet der Guardian exklusiv. Demnach haben britische Anwälte, die für ukrainische Aktivisten tätig sind, die Premier League darum gebeten, den Fall zu überprüfen. Der Vorwurf: Die milliardenschweren Klubbesitzer aus der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verstoßen gegen ligainterne Kriterien, die erfüllt werden müssen, um einen Klub in der Premier League zu besitzen.

Scheich Mansour bin Zayed bin Sultan al-Nahyan, stellvertretender Premierminister der VAE und Mitglied der Herrscherfamilie von Abu Dhabi, wurde in Medienberichten beschuldigt, reichen Russen geholfen zu haben, Sanktionen zu umgehen. Konkret sollen Oligarchen die Möglichkeit gehabt haben, ihr Vermögen, darunter Luxusyachten und Privatjets, in die Emirate zu verschieben. Unter anderem Ex-Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch soll davon Gebrauch gemacht haben. Für die Premier League gehe es jetzt um die Frage, ob Mansour „weiterhin eine Person ist, die als Eigentümer eines Fußballvereins geeignet ist“. Das jedenfalls will ein anonymer Menschenrechtsaktivist aus der Ukraine mithilfe von britischen Anwälten überprüfen lassen.



„Viele russische Oligarchen und prominente, wohlhabende Unterstützer des Regimes von Präsident Putin haben ihren Reichtum weiterhin auffällig genossen, indem sie Vermögenswerte aus dem Vereinigten Königreich, den USA, der EU und anderen Ländern, in denen Sanktionen gelten, in Drittstaaten transferiert haben, in denen es keine Sanktionen gibt und die nicht bereit sind, sich dem Putin-Regime entgegenzustellen“, heißt es in dem Schreiben. Einer dieser Drittstaaten soll die VAE sein.

Die Anwälte fordern außerdem die britische Regierung angeblich dazu auf, Presseberichte zu untersuchen, wonach Mansour „in der Zeit nach der russischen Invasion eine zentrale Rolle beim Fluss russischer Vermögenswerte in die VAE“ gespielt habe. In der Tat wurde die VAE im März von der globalen Aufsichtsbehörde Financial Action Task Force (FATF) auf eine „graue Liste“ gesetzt, da ihre Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und anderen Finanzverbrechen unzureichend seien.

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„Das OFSI (Office of Financial Sanctions Implementation) ergreift in jedem gemeldeten Fall eines mutmaßlichen Verstoßes gegen Finanzsanktionen Durchsetzungsmaßnahmen“, erklärte derweil ein Sprecher der britischen Regierung.

Das Büro Mansour in der VAE reagierte nicht auf Bitten um eine Stellungnahme, auch ManCity und die Premier League lehnen bis dato ein Statement ab. Der englische Fußballverband FA teilte mit, dass die Prüfung der Tauglichkeit in die Zuständigkeit der Liga und nicht des Verbandes falle.

(Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

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