Zion Suzuki steht kurz vor dem Wechsel in die Premier League. Der Torhüter von Parma Calcio sollte am Montagvormittag den Medizincheck bei Aston Villa absolvieren – das berichtet Transferexperte Fabrizio Romano, aufgegriffen unter anderem von Sports Mole. Im Anschluss soll der 23-Jährige einen langfristigen Vertrag beim Team von Trainer Unai Emery unterschreiben.
Villa und Parma hatten sich bereits am Wochenende auf die Eckdaten verständigt. Sky Sports berichtete unter Berufung auf Sky in Italien von einer Einigung über 29,9 Millionen Pfund, umgerechnet rund 35 Millionen Euro. Sports Mole beziffert das Paket auf 30 Millionen Euro Sockelablöse plus fünf Millionen Euro an Bonuszahlungen.
Der geplatzte PSG-Deal als Vorgeschichte
Dass Suzuki überhaupt auf dem Markt für einen Premier-League-Klub verfügbar ist, hat eine bewegte Vorgeschichte. Ursprünglich war ein Dreiecksgeschäft geplant: Paris Saint-Germain wollte den Japaner für 35 Millionen Euro inklusive Boni von Parma kaufen und ihn anschließend für diese Saison an Juventus Turin verleihen.
Zunächst zog Juventus zurück – laut Football Italia, weil den Turinern die Verzögerungen und die Konditionen der Leihe zu weit gingen. Wenige Tage später stieg auch PSG aus. Nach Informationen von Football Italia, das sich auf die Transferjournalisten Fabrice Hawkins und Fabrizio Romano beruft, waren die Dokumente bereits zum Austausch bereit und der Medizincheck terminiert, als Suzukis Berater kurzfristig eine zusätzliche Forderung stellten. Der französische Meister brach die Verhandlungen daraufhin komplett ab.
Vom Urawa-Nachwuchs in die Serie A
Suzuki wechselte 2024 von den Urawa Red Diamonds nach Parma, zuvor hatte er eine Leihstation in Belgien absolviert. In den vergangenen beiden Spielzeiten kam er laut Sky Sports auf 57 Serie-A-Einsätze. Sein Vertrag in Parma läuft laut Transfermarkt bis zum 30. Juni 2029.
Der japanische Nationaltorhüter wurde am 21. August 2002 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey geboren – als Sohn eines ghanaischen Vaters und einer japanischen Mutter, aufgewachsen ist er in Japan. In wenigen Tagen wird er 24 Jahre alt.
Was wird aus Emiliano Martinez?
Der Transfer hängt eng mit der Zukunft von Emiliano Martinez zusammen. Sky Sports meldete am Wochenende, Juventus habe 8,5 Millionen Pfund – rund zehn Millionen Euro – für den argentinischen Weltmeister geboten. Das Angebot lag unter der Bewertung von Aston Villa, die Gespräche liefen laut Sky aber weiter.
Sports Mole schreibt am Montag, der geplante Wechsel nach Turin sei zwischenzeitlich geplatzt – ein Abgang von Martinez vor dem Ende der Transferperiode werde dennoch erwartet. Villa treibe den Suzuki-Deal unabhängig davon voran. Der 33-Jährige steht seit September 2020 bei Villa unter Vertrag, sein Kontrakt ist laut Transfermarkt bis 2029 datiert.
Villa baut den Kader für die Champions League um
Suzuki wäre der nächste teure Baustein eines umfassenden Umbaus. Laut Sky Sports holte Villa in diesem Sommer bereits Johan Manzambi vom SC Freiburg für 59,5 Millionen Pfund – Vereinsrekord – sowie Joao Gomes von den Wolverhampton Wanderers für 38 Millionen Pfund. Auf der Abgangsseite stehen unter anderem Morgan Rogers, der für 117 Millionen Pfund zum FC Chelsea wechselte, und Youri Tielemans, der für 35 Millionen Pfund zu Manchester United ging.
Die Einnahmen finanzieren einen Kader, der in der kommenden Saison in der Champions League antritt. Der Start in die Premier-League-Saison 2026/27 steht für Villa unmittelbar bevor.

