Copa Del Rey | Elfmeterdrama! Betis erstmals seit 2005 Copa-Sieger!

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News | Das 120. Copa Del Rey-Finale 2022 ist angerichtet! Im Estadio de la Cartuja zu Sevilla empfing Real Betis den Valencia Club de Fútbol! Nach 120 Minuten gewann Betis 5:4 im Elfmeterschießen!

Borja Iglesias eröffnet, Hugo Duro vollendet Valencias Traumantwort – Offenes Finale zur Pause

Betis setzte sich gegen Stadtrivale Sevilla (2:1), Real Sociedad (4:0) sowie Aufsteiger Rayo durch (2:1, 1:1). Valencia hingegen bekam es mit Atlético Baleares (1:0) und dem FC Cádiz (2:1) zu tun. Im Halbfinale rang man Real- und Barca-Bezwinger Athletic, um Ex-Trainer Marcelino nieder (1:1, 1:0).

 



 

Bei Valencia stand unter anderem RB-Leihgabe Ilaix Moriba in der Startelf. Etwas überraschend setzte José Bordalás auf Giorgi Mamardashvili im Tor, anstatt Jesper Cillessen oder Jaume Domènech. Bei Betis spielte Marc Bartra von Beginn an, der 2017 mit Borussia Dortmund den DFB-Pokal gewann.

Das Finale war gleich von der ersten Sekunde an auf Betriebstemperatur. Valencia ging früh in die Zweikämpfe, versuchte den Spielfluss Betis‘ zu stören. Der Mannschaft von Manuel Pellegrini gelang es mit zunehmender Spielzeit jedoch immer besser, die eigene Philosophie auf den Rasen zu bringen. In Minute 11 belohnten sie sich dafür: Betis gelang es, die rechte Seite zu überladen. Hector Bellerin durfte flanken. In der Mitte schraubte sich Borja Iglesias hoch und setzte seinen krachenden Kopfball zentral unter die Latte. Mamardashvili hatte keinen Auftrag. 1:0.

Valencia wird stärker – und belohnt sich traumhaft

Fünf Minuten später bot sich Valencia die große Chance zum Ausgleich: Carlos Soler suchte am zweiten Pfosten per Freistoß Gonçalo Guedes, Claudio Bravo packte vor dem Portugiesen zu. Besser machte es der Pokalsieger von 2019 nach genau einer halben Stunde, als Mouctar Diakhaby den Ball hinten rechts eroberte und sofort einen scharfen Pass ins Zentrum spielte, um Betis‘ Pressing auszuhebeln. Ohne Gegnerdruck steckte die RB-Leihgabe herausragend durch die grün-weiße Viererkette zum – nicht im Abseits – startenden Hugo Duro durch, der von halblinks über Bravo hinweg chippte. Der beste Spielzug dieser ersten Hälfte mündete folgerichtig in einem Tor und dem 1:1!

Die letzte Chance sollte allerdings Betis gehören. 43. Minute, Ex-Valencianista Sergio Canales bekam den Ball an der rechten Strafraumkante, machte ein paar Schritte nach innen und visierte das kurze Eck an. Der Pfosten rettete für den bereits geschlagenen Mamarashvili. Es war ein hartes, ein umkämpftes Copa Del Rey-Finale, mit einem inzwischen verdienten Unentschieden.

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Viele Chancen, keine weiteren Tore – Verlängerung in Sevilla

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte. Konträr zur ersten präsentierte sich Valencia deutlich stärker. 53. Minute, Guedes bekam den Ball auf dem linken Flügel und steckte für den hinterlaufenden José Gayà durch. Den ersten Versuch parierte Bravo. Der Rebound kam zu schnell, als dass Hugo Duro ihn hätte verwerten können.

Nur 60 Sekunden später flankte Carlos Soler punktgenau an den zweiten Pfosten zu Ilaix Moriba, der den Ball bei seinem Direktversuch nicht richtig traf – Chance vergeben.

Es war nun ein offenes Finale, weil beide Mannschaften nach vorne spielten. In Minute 64 führte Betis einen Einwurf kurz aus. Borja Iglesias machte den Ball fest und steckte herausragend für Juanmi durch, der an Mamardashvili scheiterte.

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Photo by CRISTINA QUICLER/AFP via Getty Images

Es war der Beginn einer dominanten Betis-Phase, Valencia stand wieder defensiver. Zu wirklichen Chancen kam der Pokalsieger von 2005 allerdings erst zehn Minuten vor Schluss: Juanmi zog aus 16 Metern zentraler Position ab, der Ball kullerte an den Pfosten. Drei Minuten später kam Nabil Fekir gegen Carlos Soler zu Fall, Alejandro José Hernández Hernández ließ weiterlaufen, Borja Iglesias schnappte sich die Kugel und verzog knapp.

Vier Minuten vor Schluss kam es zu einem emotionalen Moment: Manuel Pellegrini brachte mit Joaquín Sánchez eine Legende des spanischen Fußballs, eine Legende beider Vereine. Pokalsieger mit Betis 2005, Pokalsieger mit Valencia 2008. Inzwischen ist er zarte 40 Jahre jung. Zurück ins Spiel: In Minute 85 fand sich Fekir rechts im Strafraum völlig frei vor Mamardashvili wieder, schloss allerdings viel zu zentral ab. Durchatmen in schwarz und weiß.

Nach einem weiteren Abschluss von Borja Iglesias aufs kurze Eck in der ersten Minute der Nachspielzeit und einem Valencia-Konter, angetrieben durch den eingewechselten Bryan Gil und vergeben von Carlos Soler stand fest, dass das 120. Copa Del Rey-Finale in die Verlängerung gehen wird.

Musahs bitterer Moment – Ex-Schalker Miranda macht alles klar

Auch zu Beginn der Verlängerung gab es keine Wechsel. Betis war die dominantere Mannschaft. Zu wirklichen Chancen kamen sie jedoch genauso wenig, wie Valencia im Konter. Beide Mannschaften spielten es nicht zwingend in höchstem Tempo durchs Mittelfeld, verteidigten dafür resolut. Das erste Elfmeterschießen in einem Copa-Finale seit 1997/98, als Barcelona vom Punkt RCD Mallorca 6:5 besiegte. Auch damals stand es nach 120 Minuten 1:1.

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Photo by JORGE GUERRERO/AFP via Getty Images

Diesmal waren die ersten sechs Versuche allesamt drin – und allesamt unhaltbar. Dann kam der 19-jährige Yunus Musah – und sägte seinen Versuch staubtrocken rechts über das Tor. Cristian Tello verwandelte und erhöhte damit den Druck auf Valencia-Kapitän José Gayà. Dem hielt er jedoch stand und traf trocken in die Mitte. So hatte Betis Matchball. Es trat an: Der Ex-Schalker Juan Miranda. Ein kurzer Anlauf, ein Abschluss, ein Treffer. Damit holt sich Betis die erste Copa seit 2005!

Der Endstand nach Elfmeterschießen aus dem Estadio de la Cartuja: Real Betis 5, Valencia 4.

Photo by JORGE GUERRERO/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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