Keine Tore: Juventus und Atalanta trennen sich remis

1. Oktober 2023 | News | BY Lea Selin Thomas

Juventus Turin musste am Sonntagabend bei Atalanta Bergamo antreten. Die weitestgehend ereignislose Partie endete schlussendlich torlos.

Zähe erste Hälfte: Atalanta bemüht, Juventus schläfrig

Schon nach wenigen Sekunden holten die Gastgeber links die erste Ecke des Spiels heraus. Diese blieb aber noch ungefährlich (2.). Die Anfangsminuten gingen klar an Atalanta, das fast ausschließlich den Ball hatte. Juventus fand derweil noch nicht wirklich statt. Ein Versuch von Moise Kean, Federico Chiesa in Szene zu setzen, scheiterte, weil sein Kollege mindestens einen Meter im Abseits stand (9.). Davide Zappacosta kam derweil rechts am Pfosten nach einer Hereingabe von links gleich zweimal zum Abschluss, schoss aber erst Danilo ab und im Nachschuss dann überhastet rechts am Pfosten vorbei (15.).

Generell kam von Atalanta bis dato wenig, von Juventus gar nichts. Charles De Ketelaere wurde aus der eigenen Hälfte halblinks steil geschickt, von Bremer aber prompt abgegrätscht (24.). Kurz darauf ein Lebenszeichen der Bianconeri: Chiesa legte sich links an der Seitenlinie den Ball elegant an Rafael Tolói vorbei und war dann nicht mehr zu halten – erst wieder halblinks im Sechzehner, wo Berat Djimsiti den Schussversuch im letzten Moment abblockte (28.). Einen Freistoß aus guter Position jagte Chiesa Minuten später in die Mauer (30.). Nach einer Ecke schlenzte Nicolò Fagioli aus dem Hinterhalt aufs lange Eck. Juan Musso sah den Ball spät, parierte dafür umso besser zur Seite (32.). 

Juventus

Beide Mannschaften kamen nicht wirklich in Fahrt. (Photo by Emilio Andreoli/Getty Images)

Die Alte Dame erwachte langsam aus ihrem Tiefschlaf: Kean versuchte es mit einem Drehschuss aus 20 Metern – wuchtig, aber zu zentral (35.). Im Großen und Ganzen blieb es eine chancenarme, wenn auch intensive Partie. Folglich endete die erste Halbzeit ohne besondere Highlights.



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Muriel verpasst Freistoß-Treffer, Partie endet torlos

Beide Trainer verzichteten nach der Pause vorerst auf Wechsel. Die Bergamaschi starteten besser in den zweiten Durchgang: Éderson servierte aus dem linken Halbfeld eine Flanke mit viel Schnitt, die De Ketelaere am Fünfer um nur wenige Zentimeter verpasste (48.). Der Brasilianer probierte sein Glück wenig später mit einem Schlenzer aus fast 30 Metern, setzte diesen allerdings viel zu hoch an (51.). Danilo packte am Seitenrand gegen den vorbeisprintenden De Ketelaere die Sense aus und räumte den Belgier unsanft ab. Mit Gelb war der Juve-Akteur anschließend gut bedient (53.). Nennenswerte Torchancen blieben derweil weiterhin aus.

Tolói spielte von rechts scharf in die Mitte, wo aber sechs Bianconeri gegen zwei Bergamo-Stürmer locker klären konnten (63.). De Ketelaere befand sich links im Strafraum in aussichtsreicher Position, hatte in der Mitte aber keinerlei Anspieloptionen. Sein beinahe verzweifelter Schuss flog deutlich über den gegnerischen Kasten (65.). Luis Muriel marschierte mit viel Tempo links rein in den Sechzehner, Danilo und Bremer klärten im Verbund zur Ecke (69.). Diese brachte nichts ein.

Nachdem Danilo De Ketelaere abermals von den Beinen holte, gab es für Atalanta einen Freistoß. Muriel trat Letzteren aus 23 Metern wunderbar über die Mauer aufs linke Kreuzeck – Wojciech Szczesny streckte sich, lenkte das Leder mit den Fingerspitzen an die Unterkante die Latte und entschärfte damit die Möglichkeit (74.). Djimsiti lief infolge einer Ecke am linken Fünfmetereck ein, bekam dort punktgenau die Flanke serviert, setzte den Kopfball jedoch ohne den nötigen Druck drüber (78.). Szczesny schien am Boden schon geschlagen und auf dem falschen Fuß erwischt, Federico Gatti stand bei einem Muriel-Abschluss aber noch im Weg (87.). Teun Koopmeiners setzte einen Abstauber aus zwei Metern hochkant drüber (88.). Das Spiel endete schließlich 0:0.

 

Aufstellungen

Juventus: Szczesny – Gatti, Bremer (84. Rugani), Danilo – McKennie (85. Weah), Fagioli (68. Miretti), Locatelli, Rabiot, Cambiaso (68. Kostić) – Kean (75. Yildiz), Chiesa

Atalanta: Musso – Tolói, Djimsiti, Scalvini (67. Kolasinac) – Zappacosta (82. Holm), de Roon, Éderson, Ruggeri – Koopmeiners, De Ketelaere (83. Pašalić) – Lookman (66. Muriel)

Tore: /

(Photo by Emilio Andreoli/Getty Images)

Lea Selin Thomas

Lebt die Rivalität zwischen den Mailänder Klubs und trägt die rot-schwarzen Farben. Bedauert sehr, dass sie die sportliche Blütezeit der Rossoneri um ein paar Jahre verpasst hat.


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