Rafael Leao könnte die AC Mailand im kommenden Sommer verlassen. Nach schwierigen Wochen und wachsender Kritik rund um seine Leistungen scheint ein Transfer des Portugiesen aktuell realistischer denn je. Vor allem zwei Teams aus der Premier League sollen ernsthaft Interesse haben.
Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, gibt es zwar aktuell noch keine konkreten Angebote für den Flügelspieler, doch die Situation hat sich deutlich verändert. Demnach sei Leao zuletzt stark mit sich selbst beschäftigt gewesen. Er hatte mit einer Verletzung, Formschwankungen und einem wechselhaften Verhältnis zu Trainer Massimiliano Allegri zu kämpfen. Gleichzeitig gilt, dass interessierte Klubs den Kontakt zu Milan aktuell wohl deutlich leichter aufnehmen könnten, als noch in den vergangenen Jahren.
Zwei Premier-League-Schwergewichte an Leao interessiert
Die vertragliche Ausgangslage ist dabei klar, aber wenig abschreckend. Zwar besitzt Leao weiterhin eine Ausstiegsklausel in Höhe von 175 Millionen Euro, diese gilt aber nur bis Mitte Juli und wird aufgrund der hohen Summe als praktisch irrelevant eingeschätzt. Viel entscheidender ist der Marktwert, der zuletzt deutlich gesunken zu sein scheint.

Während Milan in der Vergangenheit noch Summen zwischen 80 und 100 Millionen Euro als realistisch ansah, bewegen sich aktuelle Einschätzungen eher im Bereich von 40 bis 70 Millionen Euro. Damit wird der 26-Jährige plötzlich zu einer deutlich attraktiveren Option für finanzstarke Klubs. Vor allem Vereine aus der Premier League gelten als mögliche Abnehmer, darunter auch Manchester United oder der FC Chelsea, die in der Vergangenheit schon Interesse gezeigt haben. Auch ein Wechsel nach Saudi-Arabien wird als denkbar gehandelt.
Ein möglicher Transfer bleibt trotzdem weiter komplex. Leao gilt als Spieler mit enormem Offensivpotenzial, bringt aber auch Schwächen, vor allem im Defensivverhalten, mit. Entsprechend braucht es einen Klub, der bereit ist, sowohl sportlich als auch mental in ihn zu investieren. Zusätzliche Dynamik könnte die kommende Weltmeisterschaft im Sommer bringen. Ein starkes Turnier könnte den Marktwert nämlich wieder steigen lassen. Gleichzeitig könnten interessierte Vereine versuchen, genau das zu vermeiden und frühzeitig zu handeln.

