Danilo kontert Malinovskyi-Traumtor! Juventus gleicht bei Atalanta in der Nachspielzeit aus

Juventus glich kurz vor Schluss bei Atalanta aus.
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News | Am Sonntagabend trafen sich Atalanta und Juventus zum Verfolgerduell, das durchgehend aufregend verlief und nach einer packenden Schlussphase 1:1 endete.

Juventus erst spielbestimmend, dann im Glück

Mit zwei Punkten Vorsprung – aber einem Spiel mehr auf dem Konto – ging die zuletzt überzeugende Bianconeri in die richtungsweisende Begegnung. Den ersten Akzent setzte Dusan Vlahovic nach nicht einmal 180 Sekunden, seinen gefühlvollen Schlenzer lenkte Marco Sportiello über den Querbalken. An der nächsten Gelegenheit ebenfalls beteiligt, diesmal köpfte er infolge einer Flanke von Weston McKennie am Tor vorbei (12.).

Juventus präsentierte sich in der Anfangsphase dominant. Der Ball lief sicher und temporeich durch die eigenen Reihen, was in der 14. Minute Paulo Dybala in Position brachte, dem bei seinem Versuch von der Strafraumgrenze nur wenige Zentimeter zur Führung fehlten. Wiederum nur 180 Sekunden schloss Vlahovic zu mittig ab, weshalb Sportiello problemlos hielt.

 

Anschließend gelang es der Bergamasci, sich aus dem Dauerdruck zu befreien. Sie beruhigte das Geschehen und strahlte selbst erstmals nach einem Eckball, der am zweiten Pfosten runterkam, Gefahr aus. Der sich streckende Marten de Roon vergab allerdings per kompliziertem Dropkick (25.). Auf der Gegenseite platzierte Vlahovic seinen Kopfball zu zentriert (30.).

Den nächste Hochkaräter hatte rund 60 Sekunden später Atalanta auf dem Fuß, als der dabei abgeräumte Teun Koopmeiners den Ball am weit aus dem Tor stürmenden Wojciech Szczesny in den Lauf von Luis Muriel vorbeispitzelte, der erkannte das verwaiste Gehäuse schloss aber etwas überhastetet ab, sodass ein Gäste-Verteidiger klärte. Der VAR warf im Anschluss noch einen genaueren Blick auf das Einsteigen von Szczesny, verzichtete aber auf einen Eingriff.

Ohnehin nahm die Hektik auf dem Spielfeld zu. Schiedsrichter Maurizio Mariani griff binnen sieben Zeigerumdrehungen gleich viermal zur Gelben Karte. Dafür sank das spielerische Niveau – vor allem auf Seiten von Juventus. Den torlosen Pausenstand sicherte Matthijs de Ligt mit zwei beherzten Rettungsaktionen gegen Jeremy Boga.

Matthijs de Ligt rettete zweimal für Juventus bei Atalanta.

(Photo by ANDREAS SOLARO/AFP via Getty Images)

Chancen auf beiden Seiten: Malinovskyi brillant, doch Juventus hat das letzte Wort

Der zweite Abschnitt begann wie der erste endete, nämlich mit Vorteilen für Atalanta. Szczesny parierte gegen den aus 20 Metern abziehenden de Roon (47.). Doch Juventus meldete sich zurück. Álvaro Morata – bis dato unauffällig – und Dybala verfehlten aus der Distanz jedoch recht deutlich.

Die Partie behielt also ihren hohen Unterhaltungsfaktor, trotz der bislang fehlenden Tore. In der 56. Minute landete eine Ecke über Umwege bei Vlahovic, der sofort den Abschluss suchte, im aufmerksamen Sportiello aber erneut seinen Meister fand. Inzwischen übernahm die Vecchia Signora wieder das Kommando. Eine Kombination über Dybala und McKennie führte zu Adrien Rabiot, der aus 14 Metern das Außennetz traf (60.).

Die Überlegenheit der Gäste hielt jedoch nur für kurze Zeit an. Gian Piero Gasperini brachte mit Joakim Maehle sowie Ruslan Malinovskyi zwei frische Kräfte und seine Mannschaft trat direkt wieder in Erscheinung. Koopmeiners rauschte nur hauchdünn an einer Hereingabe von Boga vorbei (64.). Das Erreichen des Balls wäre wohl gleichbedeutend mit dem Führungstreffer gewesen.

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Im anderen Strafraum beförderte Berat Djimsiti nach 70 Minuten das Spielgerät beinahe mit dem Schädel in den eigenen Kasten. Nach der darauffolgenden Ecke kam Rabiot an den Ball, der aus spitzem Winkel den mit beiden Händen abwehrenden Sportiello prüfte.

Es ging weiter auf und ab. Die nächsten Passagen gehörten wieder Bergamasci. In der 76. Minute sprach ihnen Mariani einen Freistoß aus rund 30 Metern ab, Remo Freuler legte kurz ab, dann drosch Malinovskiy den Ball fulminant und unhaltbar für den durchs Tor fliegenden Szczesny ins Netz – 1:0. Die Juventus-Antwort blieb zunächst aus, dafür brannte es im eigenen Sechszehner lichterloh. Beteiligt war abermals Malinovskyi, dessen butterweiche Flanke Hans Hateboer aus kurzer Distanz an die Latte setzte (84.).

Die Szene stellte bis in die zweite Minute der Nachspielzeit hinein den letzten Höhepunkt dar, ehe die letzte, von Dybala getretene Ecke den hochsteigenden Danilo erreichte, der per Kopf ins linke Eck zum umjubelten 1:1 vollendete. Durch die wohl leistungsgerechte Punkteteilung nach mitreißenden 95 Minuten steht Juventus vorerst weiter vor Atalanta auf Rang vier.

(Photo by ANDREAS SOLARO/AFP via Getty Images)

 

 

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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