Schwaches Napoli rettet einen Punkt bei Cagliari

Die SSC Napoli tat sich bei Cagliari Calcio extrem schwer.
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News | Am Montagabend trat die SSC Napoli bei Cagliari Calcio an, bekam kaum ein Bein auf den Boden, aber verhinderte durch den späten 1:1-Ausgleichstreffer zumindest eine Niederlage.

Cagliari begegnet Napoli auf Augenhöhe

Die AC Milan – nur 2:2 bei Salernitana – und Inter, das Sassuolo unterlag, leisteten sich am 26. Spieltag der Serie A jeweils Ausrutscher, sodass die Süditaliener die Gelegenheit besaßen, sich noch ein Stück näher an die Tabellenspitze heranzupirschen. Dementsprechend aktiv begannen die Gäste, die nach zehn Minuten den ersten nennenswerten Torschuss abgaben. Alessio Cragno lenkte das Spielgerät über den Querbalken, nachdem es Giovanni di Lorenzo aus vollem Lauf von der Strafraumgrenze probierte.

Die anschließende Ecke beförderte der am Fünfmeterraum lauernde Amir Rrahmani über den Kasten. Die Sardinen versteckten sich allerdings keineswegs und erzielten in der 16. Minute sogar einen Treffer durch Giorgio Altare, doch Schiedsrichter Simone Sozza entschied korrektermaßen auf Foulspiel an David Ospina. Den darauffolgende Freistoß spielte Kalidou Coulibaly direkt in die Beine eines Gegners, der auf Joao Pedro weiterleitete, dessen Abschluss nur knapp am rechten Pfosten vorbeirauschte.

 

Die Anfangsphase verlief in der stimmungsvollen Sardegna Arena aus neutraler Sicht sehr vielversprechend. Einen ersten unschönen Höhepunkt stellte das verletzungsbedingte Ausscheiden von Di Lorenzo dar (25.). Kévin Malcuit ersetzte ihn. Die abstiegsgefährdeten Hausherren brachten Napoli mit ihrem couragierten, körperbetonten Auftreten weiterhin in Schwierigkeiten.

Die SSC fand kaum einen Weg in den Strafraum, weshalb es Mario Rui aus der Distanz versuchte, Crayon befand sich aber erneut auf dem Posten. Weitere Möglichkeiten ergaben blieben aus – auch für Cagliari, das mit der Vorstellung im ersten Abschnitt höchst zufrieden sein konnte.

Cagliari Calcio machte der SSC Napoli das Leben schwer.

(Photo by Enrico Locci/Getty Images)

Cagliari bringt Napoli in große Schwierigkeiten

Nach dem Seitenwechsel bot das Geschehen eine ähnlich hohe Intensität, wobei die Sardinen nicht nachließen. In Minute 53 kombinierten sie sich sehenswert bis in den gegnerischen Strafraum hinein, wo Alessandro Deiola aus aussichtsreicher Position verzog. Sechs Zeigerumdrehungen später legte er dann nach rechts auf Gaston Pereiro, der nach innen bog und dann zu einem eigentlich harmlosen Schlenzer ansetzte, den Ospina jedoch passieren ließ – 1:0.

Kurt darauf parierte der Schlussmann dann einen Kopfball von Joao Pedro hervorragend, der Abpraller landete bei Daniele Baselli, der den Nachschuss unbedrängt weit über den Kasten drosch. Die Reaktion der SSC Napoli fiel dagegen verhalten aus. Immer wieder wurde die Mannschaft von Luciano Spalletti in Zweikämpfe verwickelt, sodass sie keine Spielkontrolle inne hatte.

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Die Sardinen zogen sich zudem nicht zurück, sondern arbeiteten am zweiten Treffer. Als Aktivposten erwies sich Joao Pedro. Sein Abschluss aus vollem Lauf flog nur knapp über das Tor (78.). Die Gli Azzurri kreierte hingegen keine beachtliche Situation und hatte Glück, dass Ospina in der 86. Minute mit einer weiteren tollen Abwehr gegen einen Distanzschuss von Razvan Marin die Entscheidung verhinderte.

Nahezu im direkten Gegenzug flankte Mario Rui auf den eingewechselten Victor Osimhen, der aus kurzer Distanz zum überaus glücklichen 1:1 einnickte (87.). Damit verpasste die selbst in den Schlussminuten nochmal ins Wanken geratene SSC Napoli zwar die Tabellenspitze, aber liegt immerhin gleichauf mit Inter – bei einem Spiel mehr auf dem Konto – und nur zwei Zähler hinter der AC Milan. Cagliari Calcio steht weiterhin auf den Abstiegsrängen, wobei das rettende Ufer nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz nicht eingenommen wurde.

(Photo by Enrico Locci/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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