Juventus empfängt die Roma: Ärgert Mourinho Allegri?

Juventus jubelt
Serie A

Vorschau | Juventus empfängt die AS Rom zum Topspiel in der Serie A. Zwei gute Mannschaften und vor allem zwei große Trainerpersönlichkeiten treffen aufeinander. Es deutet vieles auf eine packende Partie hin. 

Anstoß des Spiels ist am Sonntagabend um 20:45 Uhr,  Live auf DAZN (registriere dich jetzt auf DAZN und erhalte einen Gratismonat)

  • Juventus findet langsam in die Spur
  • Kann die Roma den Favoriten aus Turin ärgern?
  • Allegri vs. Mourinho: Duell auch an der Seitenlinie

Juventus setzt auf Erfolgsformel der letzten Wochen

Es war kein leichter Saisonstart für Juventus Turin. Nach dem Abgang von Cristiano Ronaldo (36), der sich Manchester United anschloss, musste sich die Mannschaft zunächst finden. Die Folge: Die ersten vier Spiele in der Liga gewannen die Bianconeri allesamt nicht. Doch langsam, aber sicher arbeitet sich die Mannschaft in die neue Saison.

Mit drei Siegen gegen Spezia, Sampdoria und den FC Turin – allesamt mit einem Treffer Unterschied – ist Juventus angekommen. Nun soll auch der erste Sieg gegen einen großen Gegner in der Liga gelingen. Wie das funktionieren kann, zeigte Juventus in der Königsklasse gegen Chelsea.



Beim 1:0 stand die Defensive sehr gut, nach vorne gab es clevere Nadelstiche. Nun wird die Roma nicht von der ersten bis zur letzten Minute auf Ballbesitz aus sein, dennoch kann mit viel Kompaktheit und einem klaren Plan in der Offensive schon vieles in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Die Gastgeber wollen einen erneuten Rückschlag vor dem direkten Duell mit Meister Inter kommende Woche unbedingt vermeiden.

Massimiliano Allegri (54), Trainer der Vecchia Signora, muss personell aber weiterhin mit kleinen Rückschlägen klarkommen. Adrien Rabiot (26), Aaron Ramsey (30) und Alvaro Morata (28) fallen aus, bei Paulo Dybala (27) ist ein Einsatz aufgrund der muskulären Probleme der letzten Wochen auch nicht sicher. Improvisation im Offensivbereich könnte also erneut vonnöten sein. Als klassischer Stürmer böte sich Moise Kean (21) an, aber auch eine Lösung mit flexiblen und fluiden Angreifern, die immer mal wieder auf die Außenbahn ausweichen, ist vorstellbar.

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Die Roma sucht noch nach mehr Konstanz

Im Sommer übernahm der Portugiese José Mourinho (58) das Amt des Cheftrainers bei der Roma. Und wer den Trainer kennt, der weiß, dass er solche Spiele gegen große Klubs und vor allem auch gegen rivalisierende Trainer liebt. Zumal seine Roma bisher eine wirklich ordentliche Saison spielt und vor dem Spieltag auf dem vierten Platz in der Tabelle der Serie A stand.

Direkt vor der Länderspielpause gab es einen 2:0-Erfolg gegen ein unangenehmes Empoli, die Roma ist also derzeit auf Kurs. Das 4-2-3-1, das Mourinho spielen lässt, funktioniert gut und der lange verletzungsgeplagte Nicolo Zaniolo (22) ist wieder fit und nahm in den letzten Wochen sukzessive eine immer größere Rolle ein. Vieles läuft also sehr gut. 

Die Roma will Juventus ärgern

(Photo by Paolo Bruno/Getty Images)

Fünf Siege und zwei Niederlagen sind die bisherige Bilanz der Roma in der Liga. Gegen Lazio und Hellas verlor die Mourinho-Elf jeweils auswärts, jeweils mit 2:3. In diesen Spielen zeigten sich defensive Schwierigkeiten und noch ist nicht ganz klar, wo die Roma steht. Die Pflichtsiege wurden in jedem Fall eingefahren, nun wartet aber ein ganz anderer Brocken. 

Verzichten müssen die Giallorossi dabei möglicherweise auf den wuchtigen Stürmer Tammy Abraham (24), der bislang einen sehr guten Eindruck hinterließ. Abraham schafft Räume, sorgt für Belebung im Offensivbereich und verteilt die Bälle. Er kann lang angespielt werden und ist sowohl als Vorbereiter als auch als Vollstrecker tätig. 

Sollte er ausfallen, dürfte Eldor Shomurodov (26) für Abraham in die Mannschaft rücken. Viel Aufmerksamkeit sollte auch das zentrale Mittelfeld genießen, denn hier sind Jordan Veretout (28) und Lorenzo Pellegrini (25) mit jeweils vier Toren die beiden besten Schützen des Teams. 

Prognose

Aufgrund der letzten Auftritte vor der Länderspielpause sollte der Gastgeber schon als Favorit in dieses Spiel gehen. Aber wie stabil Juventus wirklich schon ist, wird sich erst nach den beiden Spielen gegen die Roma und Inter zeigen. Mourinho wird einen Plan in der Hinterhand haben und alles versuchen, um zumindest einen Punkt aus Turin zu entführen. Ein knapper Heimsieg ist aber wahrscheinlicher. 

Mögliche Aufstellungen:

Juventus: Szczesny – Danilo, de Ligt, Bonucci, Alex Sandro – Bentancur, Locatelli, McKennie – Kulusevski (Kean), Bernardeschi, Chiesa

AS Roma: Rui Patricio – Karsdorp, Mancini, Ibañez, Viña – Diawara, Veretout, Zaniolo, Pellegrini, Mkhitaryan – Shomurodov (Abraham)

 (Photo by Valerio Pennicino/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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