In der Nachspielzeit! Inter rettet einen Punkt bei Torino

Torino stellte Inter vor Probleme.
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News | Nachdem die AC Milan und Napoli im Titelrennen vorlegten tat sich Inter bei Torino vom Start weg schwer und glich erst kurz vor Schluss zum 1:1 aus.

Mutiges Torino geht in Führung

Vor neun Tagen beendete die Nerazzurri ihre Negativspirale, die vier Partien ohne Tor beinhaltete, mit einem 5:0-Kantersieg über Salernitana. Darauf folgte sogar ein Erfolg an der Anfield Road in Liverpool, der in der Champions League aber nicht zum Weiterkommen ausreichte. In der Anfangsphase gaben allerdings die Hausherren den Ton an. Erstmals gefährlich wurden sie nach nicht einmal vier Minuten, Andrea Belotti verfehlte aus spitzem Winkel. Auf der anderen Seite parierte Etrit Berisha einen Schlenzer von Edin Dzeko (10.).

Keine 120 Sekunden später landete eine von Josip Brekalo getretene Ecke vor den Füßen von Bremer, der aus kurzer Distanz einschob – 1:0. Die Inter-Defensive agierte weiterhin fahrig. Zumindest Samir Handanovic war hellwach und hielt einen scharfen Abschluss von Belotti (14.). Sein Gegenüber Berisha rief sein Können ebenfalls ab, indem er einen Kopfball von Lautaro Martínez glänzend abwehrte (16.).

 

Es entwickelt sich eine äußerst ansehnliche Begegnung, da das von Ivan Juric wieder einmal hervorragend eingestellte Torino sich nach der Führung nicht zurückzog, sondern weiter viele Spielanteile ergatterte. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Mailänder allerdings stärker auf und arbeiteten am Ausgleich, den Berisha erneut verhinderte, indem er einen Calhanoglu-Freistoß aus dem langen Eck kratzte (31.).

Defensiv blieben sie jedoch anfällig. Aufregung gab es in der 36. Minute als Belotti etwa zehn Meter vor dem Tor zum Schuss ansetzte und dann von Andrea Ranocchia zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Marco Guida winkte ab, obwohl der Verteidiger mehr den Fuß als den Ball spielte. Der VAR sah ebenfalls keinen Grund zum Eingreifen. Über die Entscheidung konnten sich die Gäste nicht beschweren. Genauso wenig über den Pausenrückstand, der noch klarer hätte ausfallen können, aber ein Versuch von Mergim Vojovda aus der Distanz rauschte knapp am Kasten vorbei.

Die Tabelle der Serie A

Inter baut Druck auf, Torino wehrt sich

Simone Inzaghi nutzte die Halbzeit für einen Doppelwechsel. Winter-Neuzugang Robin Gosens und Federico Dimarco kamen ins Spiel, während Ivan Perisic und Alessandro Bastoni in der Kabine verweilten. Einer der Joker hätte in Minute 52 beinahe gezündet, denn Dzeko steckte für Dimarco durch, der am abermals hervorragend reagierenden Berisha scheiterte.

Ohnehin zeigte sich Inter nach dem Seitenwechsel verbessert, besaß wesentlich mehr Kontrolle über die Begegnung. Nach einer Stunde flankte Mathias Vecino butterweich auf den ungestörte Dzeko, dessen Kopfball neben dem Tor landete. Torino stand mittlerweile wesentlich mehr unter Druck, bespielte aber immer noch die sich bietenden Räume. Brekalo war plötzlich auf und davon, zögerte mit dem Abschluss, zog sogar noch an Handanovic vorbei, ehe Gosens in letzter Sekunde blockte (64.). Die daraus entstehende Ecke fand in Armando Izzo einen Abnehemer, den Kopfball wehrte Handanovic mit einem tollen Reflex ab.

Im Anschluss schaffte Il Toro weitere Entlastung, ohne den amtierenden Meister komplett vom eigenen Tor fernzuhalten. Doch auf Berisha war weiterhin Verlass. Auch aus dem Duell mit Arturo Vidal ging er als Sieger hervor (74.). In der Schlussphase musste der Torhüter bis in die Nachspielzeit keine Herausforderungen erfüllen. Dann legte Dzeko für den eingewechselten Alexis Sánchez ab, der frei vor Berisha mithilfe des Innenpfostens vollendete – 1:1.

Torino steht weiter Rang elf, während Inter Tabellendritter bleibt, aber durch einen Sieg im Nachholspiel nur noch auf den zweiten Platz klettern kann. Von der Spitze grüßt der ungeliebte Stadtrivale AC. Weiter geht es für die Nerazurri mit einem Heimspiel gegen die ebenfalls unangenehme Fiorentina.

(Photo by Valerio Pennicino/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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