Fenerbahce aus der türkischen Süper Lig konnte gegen Samsunspor, das Team, das nun vom deutschen Trainer Torsten Fink betreut wird, einen späten Sieg einfahren.
Es war aber kein normales Spiel in der Liga, sondern eines, in dem die Emotionen ordentlich hochkochten. Im Mittelpunkt war dabei auch Domenico Tedesco, der Trainer von Fenerbahce. Er ist ohnehin dafür bekannt, gerne einmal emotional zu sein.
Doch diesmal war es durchaus ein anderes Level. Fenerbahce lag kurz vor dem Ende mit 1:2 hinten. Dorgeles Nene erzielte in der 90. Minute den Ausgleich. Kurz darauf sah Tedesco dann die Gelbe Karte, weil er sich beim Schiedsrichtergespann über die aus seiner Sicht zu kurze, fünfminütige Nachspielzeit beschwert hatte.
Tedesco fliegt und schimpft
In der Nachspielzeit erzielte Sidiki Cherif das 3:2 für die Hausherren, was natürlich für die komplette Ekstase bei Fenerbahce sorgte. Unmittelbar nach dem Siegtreffer wurde Tedesco dann mit Gelb-Rot vom Platz geschickt, auch Spieler sahen noch die gelbe Karte. Es gab einige Karten, einiges an Aufregung. Und klar war, dass einiges an Belastung abfiel, was sich vorher aufgestaut hatte.

Nach dem Spiel zeigte sich der Coach allerdings durchaus angefressen darüber, wie sein Team im Laufe der Saison behandelt wurde. „Fenerbahce ist die Mannschaft, die die meisten gelben Karten bekommt. Heute bin ich etwas aufgebracht wegen dieser Sache. Wir wollen einfach nur eine faire Behandlung“, sagte der ehemalige Schalke-Trainer Tedesco nach Abpfiff bei Bein Sports: „Es ist unglaublich.“
„Wir sind froh, heute die drei Punkte geholt zu haben. Es war ein hartes Spiel. Wenn man in Rückstand gerät, muss man an sich glauben“, merkte Tedesco an: „Das haben wir heute auch getan. Wir haben einen sehr wichtigen Sieg errungen.“ Im Titelkampf hat Fenerbahce noch immer Chancen, will in den nächsten Wochen weitere Siege einfahren.

