Noch vor wenigen Monaten schien Noah Atubolu vor dem nächsten Karriereschritt zu stehen. Doch aktuell befindet er sich in einer misslichen Lage.
Nach drei Jahren als Stammtorhüter des SC Freiburg will sich der 24-Jährige auf höherem Niveau beweisen. Idealerweise soll es in eine europäische Topliga und zu einem Champions-League-Klub gehen. Dieses Vorhaben gestaltet sich jedoch deutlich komplizierter als gedacht.
Wie die Sport Bild berichtet, liegt Atubolu derzeit kein konkretes Angebot vor. Weder der Torhüter selbst noch Freiburg sollen bislang eine ernsthafte Anfrage erhalten haben. Angesichts des unbestreitbaren Talents des deutschen Junioren-Nationalspielers ist das durchaus erstaunlich.
Besonders brisant: In Freiburg plant man längst ohne Atubolu. Mit Mio Backhaus wurde bereits ein Nachfolger verpflichtet, zudem steht mit Florian Müller ein kompetenter Backup bereit. Für den wechselwilligen Schlussmann würde damit höchstens noch eine Rolle abseits des Spielbetriebs bleiben.

Freiburg von Atubolu enttäuscht!
Hat sich der junge Keeper bei seiner Karriereplanung also ganz klassisch verkalkuliert? Offenbar war Atubolu über einen längeren Zeitraum nicht bereit, seinen Vertrag vorzeitig zu verlängern. Stattdessen soll er auf einen Wechsel zu einem größeren Klub gesetzt haben. Da sein Arbeitspapier jedoch noch bis 2027 läuft, ist Freiburg bei möglichen Verhandlungen in einer komfortablen Position und nicht gezwungen, den Torwart um jeden Preis ziehen zu lassen.
Für den Spieler entsteht dadurch ein Dilemma. Einerseits wollte er den nächsten Schritt gehen, andererseits fehlt bislang der passende Interessent. Gleichzeitig scheint der Weg zurück ins Freiburger Tor versperrt. Mehr noch: Der Sport Club ist sogar regelrecht enttäuscht von seinem Eigengewächs. Atubolu habe sich in den Vertragsgesprächen „zu wenig respektvoll verhalten“, schreibt die Sport Bild.

