Bei Real Madrid bleibt nach der zweiten titellosen Saison in Folge kein Stein auf dem anderen. Die Rückkehr von José Mourinho an die Seitenlinie des Santiago Bernabéu sorgt direkt für den ersten Paukenschlag auf dem Transfermarkt: Ausgerechnet Eduardo Camavinga steht offenbar ganz oben auf der Streichliste – und hat bereits ein Preisschild verpasst bekommen.
Dass bei den Königlichen nach zwei Jahren ohne großen Silberling der Baum brennt, ist kein Geheimnis. Um den Kader radikal umzustrukturieren, greift „The Special One“ jetzt wohl knallhart durch. Wie die spanische AS berichtet, hat Mourinho das zentrale Mittelfeld als größte Baustelle ausgemacht. Die Konsequenz trifft nun einen Profi, den die Fans noch vor kurzem als die Zukunft des Vereins gefeiert haben.
Vom Fan-Liebling zum Verkaufskandidaten
Dem Bericht nach ist die Vereinsführung bereit, Eduardo Camavinga bei einem passenden Angebot noch in diesem Sommer abzugeben. Die Schmerzgrenze soll bei 60 Millionen Euro liegen. Ein Hammer, denn der Vertrag des 23-jährigen Franzosen läuft eigentlich noch langfristig bis 2029.
Hinter dem Allrounder liegt allerdings eine extrem komplizierte Saison. Camavinga kämpfte immer wieder mit seiner Form und verlor seinen Stammplatz. Die anspruchsvollen Fans im Bernabéu quittierten einige seiner Auftritte zuletzt sogar mit Pfiffen – der Tiefpunkt folgte dann mit der Nicht-Nominierung für den französischen WM-Kader durch Didier Deschamps.
Platz schaffen für Mourinhos neue Achse
Der radikale Schritt hat System: Mourinho hat die Defensive bereits mit Ibrahima Konaté verstärkt, fordert im Mittelfeld nun aber frischen Wind. Da Real erst Einnahmen generieren muss, bevor weitere Top-Transfers eingetütet werden können, soll Camavinga das nötige Geld in die Kassen spülen.
Obwohl der Mittelfeldspieler selbst zuletzt bei Real Madrid TV betonte, wie stolz er auf seine bisherigen Einsätze im weißen Trikot sei und dass er sich durchbeißen wolle, scheinen die Würfel im Hintergrund gefallen zu sein.
An Interessenten mangelt es trotz seiner aktuellen Delle nicht: Klubs aus der Premier League sowie Juventus Turin und Inter Mailand sollen die Situation in Madrid ganz genau beobachten.

