Champions League | Doggen beißen sich fest – Azpilicueta besiegelt Chelseas Achtelfinaleinzug

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News | Am Mittwochabend reiste Chelsea zum Achtelfinal-Rückspiel der Champions League nach Lille. Gegen druckvolle Gastgeber lösten die Blues die Aufgabe im Stile eines Titelverteidigers. Mit viel Ruhe, Erfahrung und Effizienz fuhren sie einen 2:1-Sieg ein.

Pulisic verpasst mutigen Doggen kurz vor der Pause den Maulkorb

Willkommen im Stade Pierre Mauroy zu Lille, wo die Gastgeber gegen Titelverteidiger Chelsea einem 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel hinterherliefen. Seit der Partie an der Stamford Bridge blieb der amtierende Meister in der Liga dreimal in Folge ungeschlagen, feierte unter anderem einen 1:0-Sieg bei Peter Boszs Lyonnais und rückte nach schwierigem Saisonstart mittlerweile bis auf Platz 6 vor.

 



 

Chelsea hat momentan viel mit dem Verkauf des Vereins zu tun, mit den Sanktionen, die Roman Abramovich auferlegt wurden. Trotzdem gelang es Thomas Tuchel diese Nebengeräusche auszublenden. Zuletzt gab es in der Premier League drei Siege in Folge bei Burnley (4:0), in Norwich (3:1) sowie gegen Newcastle (1:0). Damit festigt man Rang 3, hinter Manchester City und Liverpool.

 

Jorginho vorne und hinten – Chelsea holt sich mit dem Pausenpfiff das Remis

Damit hinein ins Spiel! Lille begann mit den eigenen Fans im Rücken druckvoll, lief Chelsea hoch an, womit diese bisweilen auch Probleme hatten. In der 7. Minute gab es die erste richtig gute Möglichkeit für die Gastgeber. Jorginho vertändelte die Kugel vor dem Strafraum, Lille schaltete schnell um, sodass Burak Yilmaz in Abschlussposition kam. Der türkische Nationalspieler zögerte allerdings zu lange, sodass sich Thiago Silva rechtzeitig dazwischenwerfen konnte. Vier Minuten später zog Yilmaz einen Freistoß aus gut 20 Metern zentraler Position über die Mauer, aber auch über das Tor.

Chelsea machte in der Anfangsphase nicht den Eindruck, mehr als zwingend nötig tun zu wollen. Das änderte sich erst nach gut 25 Minuten, als sich der Titelverteidiger über Ballbesitz mehr Dominanz verschaffte. Großchancen sprangen auch dabei nicht heraus.

So konnte Lille immer wieder Nadelstiche setzen. Jonathan Bamba flankte in die Mitte. Den ersten Versuch konnte Chelsea noch bereinigen, der zweite landete am ausgestreckten Arm von Jorginho. Es gab wilde Proteste, Davide Massa hörte sich an, was Massimiliano Irrati am Bildschirm zu der Szene zu sagen hatte, schaute sie sich selbst an – und gab den Strafstoß! Jorginho, derjenige, der sie bei Chelsea normalerweise schießt, verursachte nun einen. Burak Yilmaz trat an und jagte die Kugel wuchtig wie platziert in den rechten Winkel. Édouard Mendy hatte keinen Auftrag und Lille war wieder komplett in der Begegnung drin!

Chelsea tat sich noch immer schwer zu wirklichen Torgelegenheiten zu kommen. 45’+3, es schien, als würde es mit dem 1:0 für Lille in die Pause gehen. Die Blues ließen gut zwei Minuten lang die Kugel eher mit überschaubarem Gefahrenpotential laufen, bis Jorginho mit einem wohltemperierten Zuspiel auf Christian Pulisic das rote Meer teilte. Aus halbrechter Position schob der Ex-Dortmunder flach ins lange Eck zum 1:1 ein. Mit dem ersten Torschuss glich der Titelverteidiger aus – und hatte nach 45 Minuten wieder volle Kontrolle über diese Begegnung.

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Azpilicueta macht den Deckel drauf – Chelsea im Viertelfinale

Einen Wechsel nahm Thomas Tuchel zur Pause vor: Mason Mount kam für Mateo Kovačić. Jedoch waren es vorerst die Gastgeber, die gefährlicher waren. 52. Minute, Bamba fintierte auf rechts gegen Marcos Alonso. Seine Flanke köpfte Burak Yilmaz in der Mitte nur einen Meter am linken Pfosten vorbei.

Noch näher kam Xeka in Minute 63. Lille führte einen Eckball kurz aus. Yilmaz flankte von rechts in die Mitte, wo Xeka ungedeckt hochsteigen und an den Innenpfosten köpfen durfte. Jocelyn Gourvennec legte alle Karten auf den Tisch, brachte unter anderem Timothy Weah, um das System noch offensiver zu machen. Durch die beiden Chancen bekam das Stade Pierre Mauroy nochmal neue Hoffnung.

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Photo by FRANCK FIFE/AFP via Getty Images

Diese hielt ziemlich genau bis 20 Minuten vor Schluss. Marcos Alonso leitete einen langen Ball per Kopf auf Mason Mount weiter, der links an der Grundlinie an den zweiten Pfosten gab. Dort kam César Azpilicueta angerauscht und schob aus kürzester Distanz ein. Game, Set and Match.

Nach diesem Treffer war die Luft sichtlich raus. Beide Trainer wechselten in großem Stil, fingen an Stammspieler für die kommenden Aufgaben zu schonen. Die heißen bei Chelsea Middelsbrough im FA Cup, gefolgt von den Premier-League-Partien gegen Brentford und im St. Mary’s, bei Ralph Hasenhüttls Southampton.

Für Lille geht es nun darum, über die Liga noch die Europa League zu erreichen. Vier Zähler müssen sie dafür auf Straßburg aufholen. Dazu wären Punkte in Nantes, gegen Bordeaux und in Angers sicherlich hilfreich.

Der Endstand aus dem Stade Pierre Mauroy: Lille OSC 1, Chelsea FC 2.

Photo by FRANCOIS LO PRESTI/AFP via Getty Images

 

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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