Champions League | Rangers abgezockt, Dinamos später Doppelschlag – Die Ergebnisse des Mittwochabends

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News | Drei Tickets für die Gruppenphase der Champions League waren am Mittwochabend noch zu vergeben. Während die Rangers in Eindhoven kühlen Kopf bewiesen, rettete ein ehemaliger Bundesliga-Akteur Dinamo Zagreb gegen Bodø/Glimt.

Dinamo Zagreb dreht die Begegnung, Rangers wackeln in Eindhoven

Der Abend begann im Maksimir zu Zagreb, wo die Hausherren gegen Europa-Conference-League-Viertelfinalist Bodø/Glimt ein 0:1 aufholen mussten. Dazu brauchten sie keine vier Minuten: Keeper Dominik Livaković schickte Mislav Oršić steil, der sich sämtlicher Gegenspieler entledigte und von der Fünfmetergrenze unter den Querbalken vollendete. Zehn Minuten vor der Pause stellten die dominanten Gastgeber auf 2:0: Bruno Petković kontrollierte eine Ristovski-Flanke zuerst mit dem Rücken zum Tor – und überwand Gäste-Torhüter Nikita Haikin per Fallrückzieher. Damit wäre Dinamo Zagreb zur Pause unter den besten 32 Teams Europas.

 



 

Das bislang namhafteste Duell, zwischen der PSV Eindhoven, Titelgewinner von 1988 und Europa-League-Finalist Rangers verlief bis zur Halbstundenmarke ruhig. 2:2 trennten sich beide Teams vergangenen Dienstag in Ibrox. Zwar gehörte die erste nennenswerte Offensivszene in Minute 28, als John Lundstram eine Ablage von Bayern-Leihgabe Malik Tillman links am Tor vorbeizog, den Rangers. Danach allerdings erarbeiteten sich die Hausherren ein klares Übergewicht. Zweimal Luuk De Jong (38′, 43′), Ibrahim Sangaré (39′) sowie Cody Gakpo (44′) verpassten die Führung jeweils knapp. Sollte es beim 0:0 bleiben, ginge es in die Verlängerung.

Wesentlich ausgeglichener ging es im Nordosten der Türkei zu. Überraschungsmeister Trabzonspor fand sich nach dem Hinspiel im Telia Parken zu Kopenhagen 1:2 in Rückstand und begann in der Anfangsphase dominant. Enis Bardhi, Neuzugang von Absteiger UD Levante, hatte nach gut 70 Sekunden die erste gute Gelegenheit, setzte die Kugel rechts im Strafraum aber knapp über den rechten Winkel. Kopenhagen beschränkte sich in dieser ersten Hälfte auf intelligente Nadelstiche. So wie beispielsweise in Minute 40, als Kevin Diks mit einer Flanke im Strafraum Lukas Lerager fand, der den Ball nicht mehr kontrolliert bekam, sodass Keeper Uğurcan Çakır zupacken konnte.

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Ramalhos Patzer lässt Rangers jubeln, Cleveres Kopenhagen besteht in Trabzon

Zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigten sich die Rangers in Eindhoven aktiver. 56. Minute, Tom Lawrence nahm sich den Schlenzer von der Strafraumkante und nagelte die Kugel an den Querbalken. Bereits vor Wochenfrist hatte er zum 2:1 getroffen – unter gütiger Mithilfe von PSV-Keeper Walter Benítez. Der beging diesmal nicht den Patzer, aber leitete ihn mit einem Pass auf André Ramalho ein. Von Malik Tillman unter Druck gesetzt, verlor der Ex-Mainzer und -Leverkusener die Kugel rechts im eigenen Strafraum. Antonio-Mirko Čolak hatte sich bereits in Position geschlichen, der Rest war Formsache. 0:1!

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Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Acht Minuten später wurde ein Schuss von Ryan Kent noch abgeblockt, der Rebound landete bei Tillman, dessen Versuch Benítez diesmal entschärfte.

Die PSV wurde nun aktiver: 72. Minute, Xavi Simons fand mit einer Flanke am zweiten Pfosten Philipp Max, der seinen Volley allerdings links vorbeisetzte. Zwei Minuten später scheiterte Gakpo an Jon McLaughlin. Generell aber machte die Mannschaft von Ruud van Nistelrooy nach der Pause offensiv zu wenig. Die Flanken, die in den Schlussminuten gen Rangers-Strafraum geflogen kamen, konnten die Rangers locker entschärfen und brachten den Sieg nachhause. Damit wird es im Ibrox erstmals seit der Saison 2010/11 wieder Champions-League-Fußball geben! In einer Gruppe mit Manchester United, dem Valencia Club de Fútbol sowie Bursaspor reichte es damals zu Platz 3.

Das trifft auch auf das Telia Parken in Kopenhagen zu. Trabzon konnte, wie die PSV, in der zweiten Hälfte keine Durchschlagskraft mehr entwickeln und bei den Chancen, die man hatte, fehlte das letzte Quäntchen. So wie eine Viertelstunde vor Schluss: Zeca fälschte einen Kopfball von Stefano Denswil noch unhaltbar ab, Kopenhagens Keeper Mathew Ryan war bereits ins andere Eck unterwegs, konnte den Gegentreffer mit einem Blitz-Reflex dennoch verhindern. Es blieb letztlich beim 0:0. Der FC Kopenhagen ist damit erstmals seit der Saison 2016/17 wieder in der Champions League vertreten. Damals reichte es in einer Gruppe mit Leicester City, dem FC Porto und Club Brügge zu Platz 3.

Bodø/Glimt hat weder mit der Champions League, noch mit dem Vorgängerwettbewerb, dem Europapokal der Landesmeister, eine gemeinsame Geschichte. Vergangene Saison gab es die Premierenteilnahme an der Qualifikation. Allerdings war bereits in Runde 1 nach zwei Niederlagen gegen Legia Warschau (2:3, 0:2) Schluss. 20 Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit meldete sich die nördlichste Mannschaft dieses Abends zurück in der Begegnung: Albert Grønbæk wand sich mit einer geschickten Drehung um drei Gegenspieler herum. Sein flacher Abschluss aus rund 14 Metern schlug im langen Eck ein. Verlängerung im Maksimir!

Doppelschlag! Drmić lässt Bodøs Traum platzen!

Über weite Teile der Verlängerung schien es, als würde sich nichts mehr tun. In der 116. Minute jedoch landete eine Seitenverlagerung beim durchgebrochenen Bruno Petković, der an Haikin scheiterte. Josip Drmić nahm sich den Rebound, behielt die Übersicht und fand die Lücke zwischen sechs Mann hindurch zum 3:1!

Klar, dass das geschockte Bodø/Glimt nochmal alles nach vorne warf. In Minute 120 wusste Amahl Pellegrino, der mit seinem Treffer das Hinspiel entschied, nicht, wohin mit der Kugel. Bis ihm die Idee kam, lief schon längst der Dinamo-Konter. Josip Drmić war auf und davon. Im allerletzten Moment legte er rüber zum mitgelaufenen Petar Bočkaj – 4:1 und Thema durch! Statt der Debütteilnahme für Bodø/Glimt ist Dinamo nach zwei Saisons Abstinenz wieder in der Champions League dabei. 2019/20 wurde man jedoch in einer Gruppe mit Manchester City, Atalanta BC und Shakhtar Donezk Letzter. Die Ergebnisse.

PSV Eindhoven 0:1 Rangers FC (Hin: 2:2, AGG: 2:3)
Tor: 0:1 Antonio-Mirko Čolak (60′)

Trabzonspor 0:0 FC Kopenhagen (Hin: 1:2, AGG: 1:2)
Tore: –

Dinamo Zagreb 4:1 FK Bodø/Glimt n.V. (Hin: 0:1, AGG: 4:2)
Tore: 1:0 Mislav Oršić (4′), 2:0 Bruno Petković (35′), 2:1 Albert Grønbæk (70′), 3:1 Josip Drmić (116′), 4:1 Petar Bočkaj (120′)

Die Teilnehmer der Champions League 2022/23 im Überblick

Topf 1

  • Real Madrid C.F. (ESP, Titelverteidiger)
  • Eintracht Frankfurt (GER, Europa-League-Sieger)
  • FC Bayern München (GER)
  • Manchester City (ENG)
  • Paris Saint-Germain (FRA)
  • AFC Ajax (NED)
  • FC Porto (POR)
  • AC Milan (ITA)

Topf 2

  • RB Leipzig (GER)
  • Liverpool FC (ENG)
  • Chelsea FC (ENG)
  • Tottenham Hotspur (ENG)
  • FC Barcelona (ESP)
  • Atlético de Madrid (ESP)
  • Sevilla FC (ESP)
  • Juventus (ITA)

Topf 3

  • Borussia Dortmund (GER)
  • Bayer Leverkusen (GER)
  • Inter Milan (ITA)
  • SSC Napoli (ITA)
  • SL Benfica (POR)
  • Sporting CP (POR)
  • Shakhtar Donezk (UKR)
  • FC Salzburg (AUT)

Topf 4

  • Olympique Marseille (FRA)
  • Rangers FC (SCO)
  • Celtic FC (SCO)
  • FC Kopenhagen (DEN)
  • Club Brügge (BEL)
  • Viktoria Plzeň (CZE)
  • Dinamo Zagreb (CRO)
  • Maccabi Haifa (ISR)

Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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