Europa League | Knauffs Traumtor lässt Frankfurt fürs Rückspiel alle Optionen

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News | Am Donnerstagabend empfing Eintracht Frankfurt im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League den FC Barcelona. Nach 93 packenden, intensiven Minuten verdiente sich die Eintracht das 1:1-Unentschieden.

Frankfurt giftiger, aber noch unbel0hnt – keine Tore zur Pause

Willkommen im Deutsche Bank Park! Frankfurt empfing am Donnerstagabend im Viertelfinale der Europa League den FC Barcelona. Beide Mannschaften hatten sich im Achtelfinale knappstmöglich durchgesetzt. Während die Katalanen nach einem 0:0 im Camp Nou gegen Galatasaray das Rückspiel nach zwischenzeitlichem Rückstand 2:1 gewannen, setzte sich die Eintracht mit selbigem Ergebnis im Hinspiel bei Barcelonas Ligakonkurrent Real Betis durch. Das Rückspiel sollte an Dramatik kaum zu überbieten sein: Der eingewechselte Borja Iglesias erzwang in der ersten Minute der Nachspielzeit die Verlängerung. Mit der letzten Aktion vor dem Elfmeterschießen jedoch glich Frankfurt durch ein Eigentor von Guido Rodríguez aus und buchte das Viertelfinalticket.

 



 

Einmal wechselte Oliver Glasner im Vergleich zum 0:0 gegen Greuther Fürth: Martin Hinteregger, der in der Bundesliga gelbgesperrt fehlte, ersetzte Makoto Hasebe als zentrales Element der Dreierkette. Barcelona fuhr vergangenes Wochenende einen wichtigen 1:0-Sieg gegen Sevilla ein und übernahm damit Platz 2. Der Rückstand auf Real Madrid beträgt jedoch weiterhin zwölf Zähler. Xavi veränderte seine Startelf auf drei Positionen: Eric García begann für Dani Alves, sodass Ronald Araújo auf die Rechtsverteidigerposition rutschte. Die anderen beiden Wechsel waren positionsgetreu: Gavi für Frenkie De Jong sowie Adama Traoré für Ex-Dortmunder Ousmane Dembélé.

Sow vergibt die Großchance – Frankfurt zur Pause noch ohne Tore

Die Partie begann äußerst packend. In der 3. Minute verbuchten die Katalanen ihre erste Torchance, als Ferran Torres nach innen ziehen und den linken Winkel anvisieren durfte. Kevin Trapp parierte herausragend. Es sollte die letzte gute Torannäherung des FC Barcelona für längere Zeit bleiben.

Frankfurt machte ein exzellentes Spiel, drängte Barcelona immer wieder auf die Flügel, von wo sie kaum Gefahr entfachen konnten. Stattdessen wurde die Eintracht selbst gefährlich. 5. Minute, Nach einem schnellen Einwurf von Filip Kostić kam Ansgar Knauff rechts am Strafraumrand mit dem zweiten Kontakt zum Abschluss, der zum Eckball abgefälscht wurde.

Keine 60 Sekunden später hätte es allerdings 1:0 stehen müssen. Infolge eines Konters brach Jesper Lindstrøm rechts durch und legte perfekt in den Rückraum für den anrauschenden Djibril Sow, der die Kugel knapp links vorbeisetzte.

Ihre beste Chance vor der Pause verbuchten die Katalanen in Minute 17: Ferran Torres bediente Pierre-Emerick Aubameyang. Der Ex-Dortmunder feuerte allerdings lediglich ans Außennetz. Trapp wäre auch zur Stelle gewesen.

Ansonsten ließ Barcelona die Kugel laufen, ohne dabei signifikant Raum zu gewinnen oder Frankfurt unter Druck zu setzen. Wenn es offensiv gefährlich wurde, dann meist vor Marc-André ter Stegen. 38. Minute, eine Hereingabe von Kostić konnte der Ex-Gladbacher nur nach vorne abprallen lassen, sodass Rafael Santos Borré in die Show kam. Sergio Busquets bulldozerte von hinten und Srđan Jovanović zeigte auf den Punkt. Allerdings bekam er noch einen Hinweis von seinem Assistenten Pol van Boekel aufs Ohr und schaute sich die Szene selbst an. Busquets traf noch minimal den Ball – kein Strafstoß. So ging es mit einem – für Barcelona – schmeichelhaften 0:0 in die Kabine.

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Knauffs Traumtor eröffnet wilde zweite Halbzeit

Ohne Wechsel ging es in die zweite Halbzeit. Dafür mit einem Wechsel des Spielstands. 48. Minute, Frankfurt bekam einen Eckball, den Barcelona noch abwehren konnte. Im Rückraum ließ Ansgar Knauff die Kugel nochmal prallen, um sie dann wuchtig in den rechten Winkel zu hämmern. Der Ball drehte sich noch nach rechts weg, ter Stegen hatte absolut keinen Auftrag.

Zwei Minuten später hätte die Eintracht beinahe nachgelehgt. Kostić fand mit einem Querpass im Strafraum Lindstrøm, der mit links direkt abzog und den linken Winkel nur um Zentimeter verfehlte. Barcelona wirkte in dieser Phase lethargisch, beinahe apathisch.

Um dem entgegenzuwirken, wechselte Xavi zweimal: Frenkie De Jong und Ousmane Dembélé ersetzten Adama Traoré sowie Gavi. Und die Wechsel zeigten Wirkung: De Jong spielte rechts im Strafraum einen doppelten Doppelpass mit Ferran Torres, der flach ins lange Eck vollendete. Einen wirklichen Vorwurf kann man der Eintracht eigentlich nicht machen. Das war mehr stark gespielt, als schwach verteidigt.

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Photo by DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images

Eine gute Viertelstunde vor Schluss nahm auch Oliver Glasner den ersten Wechsel vor: Jens Petter Hauge ersetzte Jesper Lindstrøm. Ein Treffer sprang dabei vorerst nicht heraus. Aber Frankfurt wurde offensiv wieder präsenter, ging auch erneut ins Gegenpressing und ließ sich nicht länger von Barcelona in die Defensive zwingen. Trotzdem schwächte sich die Eintracht selbst. Tuta foulte im rechten Mittelfeld Pedri, war schon gelb vorverwarnt und musste nun vom Platz. Glasner opferte mit Daichi Kamada einen Offensiven und brachte Almamy Touré.

Frankfurt verteidigte das Remis nach Hause, Frankfurt verdiente sich das Remis. Bis zum Platzverweis waren sie die bessere Mannschaft, ließen Barcelonas Spielanlage kaum zur Entfaltung kommen. Lediglich einmal, in der 66. Minute, konnten sie sich durchkombinieren. So ist fürs Rückspiel alles offen. Zuvor aber empfängt die Eintracht den SC Freiburg, Barcelona reist nach Valencia, zu Levante.

Der Endstand aus dem Deutsche Bank Park: Eintracht Frankfurt 1, FC Barcelona 1.

Photo by DANIEL ROLAND/AFP via Getty Images

 

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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