Europa League | Frankfurts stabiles Grundgerüst macht gegen Rangers-Phasen den Unterschied – Das Finale in der Einzelkritik

Europa League Eintracht Frankfurt Rangers FC
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News | Mit einem 6:5 nach Elfmeterschießen sicherte sich Eintracht Frankfurt den Europa-League-Titel 2021/22. Die Protagonisten in der Einzelkritik.

Trapp und Borré machen für Frankfurt die Tür zum Titel auf

Es war über 120 Minuten ein heißes, ein umkämpftes Finale dieser Europa-League-Saison. Zwar dominierte die Eintracht weite Teile der Partie. Den Rangers gelangen allerdings immer wieder Druckphasen, sie konnten wiederholt Nadelstiche setzen. Einen solchen nutzte Joe Aribo in Minute 57 zur Führung.

 



 

Trotzdem spielte im Anschluss lediglich die Eintracht und glich hochverdient in Minute 69 durch Rafael Santos Borré aus. Als auch die Verlängerung keinen Sieger hervorbrachte, ging es wie vor Jahresfrist an den Punkt. Dort scheiterte Routinier Aaron Ramsey an Kevin Trapp. Die Eintracht hingegen verwandelte alle ihre fünf Versuche sicher, den letzten durch Borré, und holt so den zweiten Europapokal der Vereinshistorie nach 1980. Die Einzelkritik zum Spiel.

Eintracht Frankfurt: Mit stabilem Grundgerüst und sehr guter Taktik zum Titel

Kevin Trapp: Lange Zeit nicht wirklich gefordert. Oder wenn, dann nur bei Halbchancen, die er sicher abfing. Leitete mit einem Abstoß ins Rangers-Pressing zwar das Gegentor ein (57′). Kurz vor dem Elfmeterschießen rettete er jedoch Frankfurt die Partie mit einer unfassbaren Parade aus kürzester Distanz gegen Ryan Kent (118′). Den Freistoß von James Tavernier hatte er ebenfalls sicher (120’+1). Im Elfmeterschießen viermal ohne Auftrag. Den einen, schwach geschossenen, Versuch von Aaron Ramsey hielt er jedoch und sorgte so dafür, dass die Eintracht zum zweiten Mal nach 1980 Europapokalsieger ist. Note: 1,5.

Almamy Touré: Hatte hier und da seine Probleme mit Ryan Kent. In Minute 100 beispielsweise zog er gegen den Flügelstürmer der Rangers den Kürzeren. Ansonsten einmal mehr mit äußerst solidem Auftritt auf seiner rechten Seite. Note: 2,5.

Tuta (bis 58′): Ließ sich ebenfalls kaum etwas zu Schulden kommen. Versuchte noch, Joe Aribo vor dem Gegentor zu Fall zu bringen, rutschte dabei allerdings weg und musste im Anschluss den Platz angeschlagen verlassen. Für ihn übernahm Makoto Hasebe. Note: 2,0.

Evan Ndicka: Nach dem missglückten Eckballversuch von Jesper Lindstrøm hielt er noch den Kopf in die Kugel und setzte sie nur knapp daneben. Defensiv über weite Strecken ansprechend. Machte nach 101 Minuten Platz für Christopher Lenz. Note: 2,0.

Ansgar Knauff: In Minute 21 erstmals richtig auffällig, als er McGregor im kurzen Eck prüfte. Ansonsten sehr aktiv im Offensivspiel, wenngleich ihm die Präzision im Abschluss diesmal etwas abging. Bis auf eine Szene auch defensiv sicher. In der jedoch versprang ihm am eigenen Strafraum der Ball, sodass Aribo für den hinterlaufenden Ryan Kent auflegen konnte (55′). Ein Treffer gelang den Rangers dabei jedoch (noch) nicht. Note: 2,5.

Sebastian Rode: Nach einem äußerst robusten Einsteigen von John Lundstram mit Turban unterwegs, was ihn nicht davon abhielt, eine herausragende Partie abzuliefern. Ging in die Zweikämpfe, antizipierte auf seiner rechten Seite unfassbar viele Bälle und machte so potentielle Rangers-Konter zunichte. Mit Ende der 90 Minuten hatte auch er ausgedient. Kristijan Jakić übernahm in der Verlängerung. Note: 1,5.

Europa League Eintracht Frankfurt Rangers

Photo by Maja Hitij/Getty Images

Djibril Sow: Unglücklicher Auftritt. Bekam in der ersten Hälfte einige gute Torchancen, die er nicht zu nutzen vermochte. Mit seiner Kopfballrückgabe vor dem Gegentreffer setzte er zudem seine gesamte Mannschaft schachmatt. Der Einsatz stimmte, das Feintuning weniger. Machte nach 106 Minuten Platz für Ajdin Hrustić. Note: 3,0.

Filip Kostić: Kurbelte über die linke Seite Frankfurts Spiel unermüdlich an. Durfte immer wieder flanken und legte so unter anderem den Ausgleich vor (69′). Brachte zudem seine Mannschaft mit dem brutal wichtigen vierten Versuch im Elfmeterschießen auf Kurs und traf sicher. Note: 1,0.

Jesper Lindstrøm (bis 71′): Bis 20 Minuten vor Schluss hielt der rechtzeitig genesene Lindstrøm durch und bereitete der Rangers-Defensive dabei durchaus einige Probleme. In der ersten Hälfte traf er einen flachen Eckball in den Rückraum nicht richtig. Kurz nach der Pause hatte er Pech, dass sein abgefälschter Schuss am kurzen Eck vorbeiging. Machte Platz für Jens Petter Hauge. Note: 2,0.

Daichi Kamada: Wie gewohnt sehr gut und sehr kreativ in Ballbesitz. Führte die Kugel stets äußerst eng, sodass seine Gegenspieler ihn nur schwer vom Ball trennen konnten. Hatte nach zwölf Minuten die erste Chance der Partie, traute sich den Abschluss mit dem schwächeren Linken aber wohl nicht zu. Den Rebound von Sow schnappte sich McGregor. Im Elfmeterschießen passte kein Blatt Papier mehr zwischen seinen Versuch und den rechten Pfosten. Herausragender Elfmeter. Note: 2,0.

Rafael Santos Borré: Ein Finale namens Borré! Arbeitete enorm viel fürs Team, wich immer wieder auf die Flügel aus und war in Minute 69 nach der perfekten Hereingabe von Kostić zur Stelle. Nahm sich im Shootout den Matchball, nur um ihn sowas von perfekt in den linken Winkel zu nageln. Sein zweiter großer Auftritt in einem kontinentalen Endspiel. Bereits im Finale der Copa Libertadores 2019 fand Borré den Weg auf die Anzeigetafel, damals noch für River Plate. Jedoch drehte Gabriel Barbosa die Partie in den Schlusssekunden. Diesmal hat Borré verdientermaßen das bessere Ende für sich. Note: 1,0.

Einwechslungen von Eintracht Frankfurt:

Makoto Hasebe (ab 58′): Eine der Stories dieser Partie. Makoto Hasebe kam für den angeschlagenen Tuta und übernahm nicht nur dessen Platz in der Innenverteidigung, sondern führte die Mannschaft nach Rodes Auswechslung sogar als Kapitän zum Titel. Wie gewohnt herausragend im Stellungsspiel. Lieferte sich in der Verlängerung ein Eins-gegen-Eins mit Fashion Sakala und blockte den Sambier gekonnt ab. Wäre früher oder später sicherlich auch ein Kandidat fürs Elfmeterschießen geworden. Dazu kam es allerdings nicht mehr. Note: 1,0.

Jens Petter Hauge (ab 71′): Brachte nach seiner Einwechslung für Jesper Lindstrøm einige gute Ideen mit. Zumeist haperte es jedoch an der Umsetzung. Am auffälligsten in Minute 77, als ihm Sebastian Rode die Kugel auflegte, er jedoch relativ weit drüber zielte. Note: 3,5.

Kristijan Jakić (ab 90′): Kam für den ausgelaugten Sebastian Rode und tat genau das, was man von ihm erwarten durfte: Das Mittelfeld mit 250 Prozent Einsatz zusammenhalten. Blockte eine gute Rangers-Chance am eigenen Strafraum weg (102′) und hatte kurz vor Schluss selbst eine (115′). Sein Foul an Aaron Ramsey, besonders so kurz vor dem Strafraum und in der 120. Minute, war allerdings etwas zu übermotiviert. Note: 2,0.

Christopher Lenz (ab 101′): Rückte für Ndicka auf die Innenverteidigerposition und machte nicht nur dort seinen Job souverän, sondern auch im Elfmeterschießen mit dem wichtigen, ersten Versuch. Nahm mit der Schweigegeste nach dem Elfmeter vor den Rangers-Fans zudem nochmal die eigene Mannschaft mit. Note: 2,0.

Ajdin Hrustić (ab 105′): Ersetzte für die letzten 15 Minuten der Verlängerung Djibril Sow. In Minute 107 mit einer recht anständigen Torchance. Anders, als beim 3:2 in Stuttgart ging der Ball diesmal vorbei. Dafür äußerst zuverlässig vom Punkt. Note: 2,0.

Oliver Glasner: Stellte die Mannschaft sehr gut auf Spiel und Gegner ein. Dass sich in einem europäischen Finale kein Gegner über die komplette Distanz neutralisieren lässt, sollte genauso klar sein, wie die Tatsache, dass man einen Gegner wie die Rangers erst niedergekämpft hat, wenn sie im Bus sitzen. Die Eintracht dominierte dennoch weite Teile der Partie und hätte es sich mit ein wenig mehr Konsequenz im letzten Drittel leichter machen können. Auch nach dem Rückstand zeigte sich seine Mannschaft keineswegs geschockt oder fing an zu wackeln. Im Gegenteil: Sie spielten umso mutiger nach vorne, um den hochverdienten Ausgleich zu erzielen. Glasners Wechsel waren auf den Punkt, genauso wie die Wahl der Elfmeterschützen. Vollendete die Mission seines Vorgängers Adi Hütter nicht nur in der Europa League, sondern brachte sogar die Champions League nach Frankfurt – mitsamt VIP-Ticket für Topf 1. Note: 1,0.

Victor Catalina

Rangers FC: Überzeugender Bassey, Lundstram mit großer Steigerung

Allan McGregor: Aufmerksam gegen Kamada, wehrte den Versuch von Knauff aus der Anfangsphase stark ab. Dann über lange Zeit ohne Prüfung, wäre aber gegen Kamada geschlagen gewesen, als Bassey für den Schlussmann blockte (66.) . Machtlos beim 1:1, genauso wie beim Elfmeterschießen, wo er nicht einmal die Hände an den Ball bekam. Note: 3,0

James Tavernier: Lieferte sich über 120 Minuten ein intensives Duell mit Kostic. War aber etwas nervös in seinen Ballaktionen: Viele Flanken von ihm kamen zu lang, leitete zudem kurz vor der Halbzeitpause mit seinem Kopfball in die Füße von Kostic eine größere Möglichkeit ein. Insgesamt hielt der Rangers-Toptorschütze den Serben jedoch im Schach, wobei er wesentlich weniger Offensivakzente als sonst setzte. Seinen Elfmeter verwandelte er dafür höchst souverän. Note: 3,0

Connor Goldson: Zu Beginn mit einigen unkontrolliert weggeschlagenen Bällen, die Frankfurt in aussichtsreiche Positionen brachten. Erledigte seine Kernaufgaben in der Defensivarbeit, insbesondere im Zweikampf sicher. Der Innenverteidiger hatte jedoch Glück, dass sein ungeschicktes Einsteigen gegen Borré nicht mit Elfmeter geahndet wurde (53.). Zudem rutschte er vor der Großchance von Kamada im eigenen Ballbesitz weg und ließ die Kostic-Flanke vor dem 1:1 passieren. Note: 4,0

Calvin Bassey: Führte seinen Nebenmann Goldson, indem er den Spielaufbau übernahm, was ihm mit klugen Verlagerungen immer wieder gelang. Dazu sehr zweikampfstark und clever. Denn er wusste genau, wann er aus der Kette herausrücken musste und wann er besser abwartete. Allerdings entwischte ihm Borré vor dem Ausgleichstor. In der 95. Minute fing er den Angreifer nach eigenem Ballverlust wieder ein. Note: 2,0

Borna Barišić: Hatte vor allem im ersten Abschnitt mit Knauff alle Hände voll zu tun, blockte in Minute 13, war aber sieben Zeigerumdrehungen später viel zu passiv. Nach dem Seitenwechsel stabiler, mit mehr Mut nach vorne. Dies führte in der Verlängerung zu einem nicht ungefährlichen Distanzschuss, den Trapp mit Mühe abwehrte (106.). Schied nach 117 Minuten vollkommen entkräftet aus. Note: 3,0

Ryan Jack: Sehr viel unterwegs, in einige Zweikämpfe entwickelt, die zu Ballgewinnen führen. Insgesamt jedoch mit nur wenigen Akzenten. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs setzte er seinen Versuch aus 18 Metern etwas zu hoch an. Räumte nach 74 Minuten seinen Platz für Davies. Note: 4,0

John Lundstram: Verpatzter Auftakt mit wüstem Einsteigen gegen Rode (5.) und einem unterlaufenen Flugball, der zur Möglichkeit von Kamada führte (12.). Steigert sich anschließend, prüfte Trapp per Kopf (26.). Bewegte sich immer wieder auf der Höhe der Innenverteidiger, holte den Ball früh ab, um dem Spiel der Rangers mehr Sicherheit zu verleihen. Zu Beginn der Verlängerung verschob ihn van Bronckhorst kurzzeitig vollends in die Fünferkette, wo der Allrounder eine gute Figur abgab. Note: 2,5

Europa League Eintracht Frankfurt Rangers

Photo by Justin Setterfield/Getty Images

Glen Kamara: Wohl der spielintelligenste Akteur im Kader, was er gelegentlich unter Beweis stellte, indem er sich aus Drucksituationen befreite. Insgesamt fehlte dem finnischen Mittelfeldspieler aber die Bindung zum Geschehen. Überlegte Steckbälle, wie auf Sakala in Minute 86 blieben eine Ausnahme. Wich mit Start er Verlängerung für Arfield. Note: 4,0

Scott Wright: Auffälligster Offensivspieler in der ersten Halbzeit. Sein guter Antritt sowie die schnellen Drehungen leiteten die beste Rangers-Gelegenheit vor der Pause durch Aribo ein (26.). Nach dem Seitenwechsel tauchte der Rechtsaußen etwas unter, handelte sich aufgrund eines taktischen Fouls noch die Gelbe Karte ein. Direkt im Anschluss wurde er durch Sakala ersetzt. Note: 3,5

Joe Aribo: Hatte einen schweren Stand gegen die Frankfurter Dreierkette. Dennoch verfehlte er ungestört nur knapp aus rund 20 Metern (26.) und legte Sekunden vor der Pause überlegt für Jack auf. In der 57. Minute profitierte er von einem Tuta-Ausrutscher und vollendete eiskalt zum umjubelten 1:0, seinem einzigen Europa-League-Treffer in dieser Saison. Infolge der Einwechslung von Sakala musste er auf die rechte Seite wechseln, wo er bis zu seiner Auswechslung in Minute 101 nicht mehr auffiel. Note: 3,0

Ryan Kent: Seine Fähigkeiten rief er nur in Teilen ab. Ließ mal mit einem kurzen Antritt oder einer eleganten Bewegung seinen Gegenspieler aussteigen, ohne aber in den entscheidenden Zonen des Spielfelds zu glänzen. Vergab zudem in Minute 55 relativ freistehend aus halblinker Position und vergab auch kurz vor Ende der Verlängerung den Siegtreffer, da er aus kurzer Distanz am herausragenden Trapp scheiterte (118.). Note: 4,0

Einwechslungen der Rangers

Fashion Sakala (ab 74′): Fügte sich nach seiner Einwechslung mit hoher Einsatzbereitschaft ein, strahlte jedoch keine Torgefahr aus. Sein Abschluss war leichte Beute für Trapp (85.), darüber hinaus baute er einig technische Unsauberkeiten wieder ein. Kurz vor dem Elfmeterschießen war für den Angreifer schon wieder Schluss. Note: 4,0

Steven Davis (ab 74′): Sollte Stabilität hereinbringen, was ihm durchaus gelang durch seine Ruhe am Ball. Leistete sich einen Fehler vor der Möglichkeit für Hrustic, der unbestraft blieb. Seinen Elfmeter verwandelte der Mittelfeldakteur maßgenau. Note: 3,0

Scott Arfield (ab 90′): Kam für Kamara. Ordentlicher Distanzschuss, der knapp über das Tor flog (95.). Rückte nach der Umstellung von van Bronckhorst auf die 10, wo er nicht mehr in Erscheinung trat. Vom Punkt dafür überzeugend, indem er ins linke obere Eck traf. Note: 3,5

James Sands (ab 101′): ohne Bewertung

Kemar Roofe (ab 117′): ohne Bewertung

Aaron Ramsey (ab 117′): Scheiterte im Elfmeterschießen an Trapp, was schließlich den Ausschlag für die Niederlage gab. Ohne Bewertung.

Giovanni van Bronckhorst: Setzte zunächst auf das etablierte 4-3-3-System. Doch seine Mannschaft tat sich schwer mit dem Pressing der SGE. Erst als sich Lundstram aus dem Mittelfeld herauszog, gewannen die Rangers an Sicherheit. Seine personellen Wechsel nahmen keinen großen Einfluss aufs Spiel. Besser erging ihm bei den taktischen Umstellungen. Durch den Umbau auf die Fünferkette musste Torhüter McGregor musste in der Verlängerung nicht mehr eingreifen. Am Ende trennte ihn nur das Elfmeterschießen von seinem ersten internationalen Titel als Trainer. Note: 2,5

Yannick Lassmann

Slavko Vinčić: Genau solche Partien braucht es, um nach dem Rücktritt von Damir Skomina als neuer Eliteschiedsrichter Sloweniens auf sich aufmerksam zu machen. Äußerst ruhige, dem Finale angemessene Spielleitung. Lag auch bei den potentiellen Elfmeterentscheidungen korrekt, sodass Pol van Boekel am Bildschirm nicht eingreifen musste. Auch, dass er vor dem Elfmeterschießen die Trainer nochmal zu sich holte, um im Falle einer Fehlentscheidung einen zu frühen Platzsturm der Bank zu vermeiden, zeugt von viel Fingerspitzengefühl. Einziges Manko: Für die Hommage an das Bundesliga-Logo von Lundstram an Sebastian Rode muss es zwingend Gelb geben. Note: 1,5.

Spielnote: Wer ein hochklassiges Finale erwartet hat, der war an diesem Abend im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán falsch abgebogen. Immer wieder gab es kleinere individuelle Unsauberkeiten bis hin zu größeren Patzern. Wer jedoch ein extrem umkämpftes, leidenschaftliches Finale zweier Teams sehen wollte, denen dieser Pokal alles bedeutet, der kam hingegen voll auf seine Kosten. Genau das war der Grund, weshalb dieses Finale auch viele neutrale Zuschauer mitgenommen haben dürfte. Man kann nur hoffen, dass sich Mannschaften der Kategorie Frankfurt/Rangers oder Vorjahressieger Villarreal in diesem Wettbewerb zutrauen. Dass er für genau solche Geschichten gut ist, hat er mit diesem Finale bewiesen. Note: 2,5.

Photo by JAVIER SORIANO/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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