UEFA Supercup | Alaba eröffnet, Benzema vollendet: Real Madrid lässt die Euro-Adler abblitzen und gewinnt den Supercup!

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News | Vorhang auf für den ersten größeren internationalen Titel der Saison 2022/23, den UEFA Supercup. Am Mittwochabend traf Champions-League-Sieger Real Madrid auf Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt. Die Königlichen spielten ihre gesamte Erfahrung aus und gewannen verdient 2:0.

Eintracht hält gut mit, ist aber in Rückstand – Alaba bringt Real Madrid in Führung

Willkommen im Olympiastadion zu Helsinki! Am Mittwochabend traf Champions-League-Sieger Real Madrid auf Europa-League-Gewinner Eintracht Frankfurt. Die Madrilenen hatten sich in der Königsklasse als Gruppensieger vor Inter durchgesetzt, bevor sie gegen Paris Saint-Germain (0:1, 3:1), Titelverteidiger Chelsea (3:1, 2:3 n.V.) und Manchester City (3:4, 3:1 n.V.) einer Remontada die nächste folgen ließen. Im Finale gab es dafür ein vergleichsweise abgezocktes 1:0 gegen den Liverpool FC.

Eintracht Frankfurt ließ in der Gruppe Olympiakos hinter sich und Real Betis (2:1, 1:1 n.V.), den FC Barcelona (1:1, 3:2) sowie West Ham United (2:1, 1:0) in der K.O.-Runde. Im Ramón Sánchez Pizjuán zu Sevilla folgte ein 6:5 n.E. gegen die Rangers.

 



 

Es war der erste UEFA Supercup mit deutscher Beteiligung seit 2020. Damals setzte sich der FC Bayern über 120 Minuten 2:1 gegen den Sevilla FC durch. Leon Goretzka und Javi Martínez drehten die zwischenzeitliche Führung durch Lucas Ocampos.

Personell gab es keine Überraschungen. Sowohl Carlo Ancelotti als auch Oliver Glasner vertrauten weitestgehend den Mannschaften, die sich in den jeweiligen Endspielen durchgesetzt hatten. In einen Wechsel war Glasner dennoch gezwungen: Christopher Lenz ersetzte Filip Kostić, der kurz vor einem Wechsel zu Juventus steht.

Kamada und Vinícius vergeben, Alaba trifft, Real Madrid führt zur Pause

Damit hinein ins Geschehen. In den ersten zehn Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften gegenseitig. Die erste Topchance gehörte dann aber der Eintracht: 14. Minute, Ansgar Knauff holte sich auf der rechten Seite die Kugel, Rafael Santos Borré steckte sofort für Daichi Kamada durch, der links freie Bahn hatte, aber zu zentral abschloss, Thibaut Courtois parierte.

Viel Zeit, um sich über die vergebene Gelegenheit zu ärgern, hatte Kamada aber nicht. 17. Minute, Fede Valverde steckte an die Strafraumkante zu Karim Benzema durch, der nochmal nach links ablegte. Beim Abschluss von Vinícius Júnior war Kevin Trapp bereits geschlagen. Tuta klärte aber heroisch auf der Linie.

Trotzdem zeigte sich Frankfurt in dieser ersten Hälfte mutig, presste, wenn es sich anbot, früh und kam zu seinen Chancen: 24. Minute, Kamada bediente auf der linken Seite Lindstrøm mit. Éder Militão konnte den ersten Versuch noch blocken. Den Rebound von Knauff schnappte sich Courtois.

Mit zunehmender Spielzeit fühlte sich Real Madrid immer wohler in der Partie. Minute 37, Vinícius doppelpasste sich mit Karim Benzema durch die Frankfurter Hälfte und visierte von der linken Strafraumkante das lange Eck an. Trapp wehrte den scharfen Schuss zur Ecke ab. Die brachte Toni Kroos ins Zentrum, wo Benzema das Kopfballduell gewann, aber den Ball nicht selbst aufs Tor brachte, sondern zu Casemiro an den zweiten Pfosten, der nochmal in die Mitte legte. Dort war niemand bei David Alaba. Der Ex-Münchener schob aus wenigen Metern ins leere Tor ein.

Vier Minuten vor der Pause steckte Kroos maßgenau vom rechten Flügel in die Mitte zu Benzema durch, der die Kugel einmal prallen ließ – und Zentimeter am langen Eck vorbeifeuerte. So ging es mit dem 1:0 für Real Madrid in die Pause.

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Benzema macht alles klar – Real Madrid gewinnt den UEFA Supercup

Ohne personelle Veränderungen ging es in die zweite Hälfte, in der Real Madrid nur ein Ziel hatte: mit einem zweiten Treffer alles klarzumachen. Auf dieses Ziel arbeiteten sie unbeirrt hin. 55. Minute, Ferland Mendy fand von links Vinícius, dessen abgefälschten Abschluss aus der Drehung Trapp irgendwie entschärfte.

Sechs Minuten später legte Luka Modrić nach links für den startenden Casemiro, dessen Abschluss aus 18 Metern an den Querbalken klatschte.

Es lag in der Luft, das 2:0. In der 65. Minute fiel es auch. Vinícius wurde von Mendy geschickt und ließ Almamy Touré stehen. Im Rückraum wartete Benzema, der die Kugel aus 15 Metern mit der Innenseite direkt nahm. Unter dem rechten Arm von Trapp ging die Kugel ins Netz. Im Anschluss brachte Real Madrid den Sieg sicher ins Ziel, ließ die Eintracht kaum noch zu nennenswerten Gelegenheiten, oder überhaupt zu Abschlüssen kommen.

UEFA Supercup Real Madrid Eintracht Frankfurt

Photo by Alex Grimm/Getty Images

Unterm Strich geht der Sieg in Ordnung. Frankfurt hielt zwar gut mit, schaffte es aber nicht, mit der Führung einen ernsthaften Nadelstich zu setzen. So spielten die Königlichen ihre gesamte Erfahrung aus, legten im richtigen Moment das 2:0 nach und ließen bis zum Schluss nichts mehr anbrennen.

Während Frankfurt in Magdeburg (4:0) und den Ligaauftakt gegen den FC Bayern (1:6) absolviert hat, steht ebenjener für Real Madrid diesen Samstag an, es geht zu Aufsteiger UD Almería, gefolgt von Partien bei Celta de Vigo sowie Espanyol.

Für Frankfurt steht nach dem Spiel im Olympiastadion Helsinki ein Trip ins Berliner Olympiastadion an, wo sie am Samstagnachmittag bei der Hertha antreten, gefolgt von Partien gegen den 1. FC Köln und in Bremen.

Der Endstand aus dem Olympiastadion Helsinki: Real Madrid 2, Eintracht Frankfurt 0.

Photo by Alex Grimm/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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