Eduardo Camavinga erlebt aktuell die wohl schwerste Phase seiner noch jungen Karriere. Bei Real Madrid war der 23-Jährige zuletzt nicht mehr gesetzt und hatte durch seinen überflüssigen Platzverweis im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Bayern München gewichtigen Anteil am Ausscheiden der Königlichen. Eine Situation, die nun seine Chancen auf eine WM-Nominierung zunichte machen könnte.
In einem mit von Stars nur so gespickten Kader wie dem von Frankreich, kann man sich kurz vor einem großen Turnier keine Schwächephase als Spieler erlauben. Nationaltrainer Didier Deschamps möchte laut Informationen von Téléfoot insgesamt fünf zentrale Mittelfeldakteure mit nach Nordamerika nehmen.
Die Liste ist hochgradig kompetitiv. Ihren Platz sicher haben aller Voraussicht nach Real-Madrid-Star und Camavinga-Mannschaftskollege Aurelien Tchouameni, sowie vor allem aufgrund ihrer langjährigen Turniererfahrung Adrien Rabiot und N’Golo Kanté. Dazu kommen PSG-Allzweckwaffe Warren Zaire-Emery und Roma-Mittelfeldmotor Manu Koné. Und dann eben noch Camavinga.
Camavinga muss liefern, Wechsel steht im Raum
Für den 23-Jährigen bieten sich im Saisonendspurt nur zwei Optionen. Nur eine davon kann er selbst beeinflussen. Unter Alvaro Arbeloa muss er in Madrid die letzten Saisonspiele nutzen und positiv auffallende Leistungen anbieten. Dafür braucht er allerdings Einsatzzeit. Ein Gut, dass für Camavinga in letzter Zeit nur rar gesät war.

Als zweite Option könnte Deschamps sich für einen sechsten zentralen Mittelfeldspieler im Aufgebot entscheiden. Darauf kann Camavinga allerdings nicht bauen. Stattdessen gilt es, alles in die Waagschale zu werfen, um voraussichtlich entweder Zaire-Emery oder Koné auszustechen.
Eine WM-Teilnahme wäre für Camavinga immens wichtig, um die Verantwortlichen von Real Madrid davon zu überzeugen, dass er auch in der kommenden Saison einen Mehrwert für königliche Star-Ensemble darstellt. Neunzig Plus berichtete bereits über Transfergerüchte rund um den Mittelfeldspieler, auch ein Tauschgeschäft mit dem FC Liverpool und Alexis MacAllister wird diskutiert.
Der in Angola geborene Franzose mit kongolesischen Wurzeln wurde in der Jugend von Stade Rennes ausgebildet und wechselte im Jahr 2021 für die günstige Ablöse von 31 Millionen Euro zu Real Madrid. Sein Vertrag in der spanischen Hauptstadt läuft noch bis 2029.

