Deutschland hat Gruppe E als Erster so gut wie sicher und trifft in der Runde der letzten 32 auf einen der besten Gruppendritten. Einer der möglichen Gegner heißt Schottland — und der Weg dorthin führt über eine Mechanik, die das neue Format mit sich bringt.
Die Ausgangslage
Als Sieger der Gruppe E spielt Deutschland in der Runde der letzten 32 gegen den besten Drittplatzierten aus den Gruppen A, B, C, D oder F. Der Termin steht: 29. Juni, Foxborough bei Boston. Welcher Drittplatzierte es wird, hängt davon ab, aus welchen Gruppen die acht besten Dritten kommen — die FIFA hat dafür eine feste Zuordnungstabelle, die erst nach Abschluss aller Gruppen greift. Die derzeitige Projektion nennt Paraguay aus Gruppe D als Gegner; Schottland aus Gruppe C ist die zweite naheliegende Variante.
Die Schottland-Variante
Schottland liegt aktuell auf dem dritten Platz der Gruppe C und damit in der Reichweite eines Qualifikationsrangs. Voraussetzung ist, dass die Mannschaft von Steve Clarke im abschließenden Spiel gegen Brasilien punktet — ein Remis dürfte für einen der Drittplatzierten-Plätze reichen, eine Niederlage könnte je nach den Ergebnissen der anderen Gruppen knapp werden. Käme Schottland durch und wiese die Zuordnungstabelle den Drittplatzierten der Gruppe C dem deutschen Ast zu, stünde das Duell. Es ist also kein Selbstläufer, aber eine reale Möglichkeit.
Was noch offen ist
Aus der Logik des Bewertens heraus ist die Sache mit zwei Unbekannten behaftet. Erstens muss Schottland sich überhaupt qualifizieren; zweitens muss die Allokation den richtigen Drittplatzierten an Deutschland zuweisen. Beides ist offen, und der Markt hat Paraguay derzeit als wahrscheinlicheren Gegner notiert. Für Deutschland gilt unabhängig vom Namen: Ein Gruppendritter ist auf dem Papier die angenehmere Auslosung — die eigentliche Prüfung käme erst danach. Und genau dort wird es für die deutsche Planung interessant.

