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90PLUS » DR Kongo vs Usbekistan: Quoten, Prognose und Tipp zum Abschluss der Gruppe K
WM 2026

DR Kongo vs Usbekistan: Quoten, Prognose und Tipp zum Abschluss der Gruppe K

Klaus Hürbl
25.06.26, 17:23
Klaus Hürbl
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DR Kongo
Foto: Getty Images

DR Kongo muss gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen, Usbekistan ist nach einem 0:8-Albtraum in der Tordifferenz schon draußen. Ein Spiel, in dem ein Sieg allein das Problem nicht löst. Quoten, Tabellenrechnung und ein Tipp, der die Rechnung hinter der Rechnung ernst nimmt.

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Gruppe K hat ihre Hierarchie früh sortiert: Kolumbien und Portugal kämpfen oben um den Gruppensieg, dahinter spielen DR Kongo und Usbekistan um Reste. Für die Kongolesen ist es theoretisch noch ein Spiel um alles, praktisch aber ein Spiel um eine Eintrittskarte, deren Schloss anderswo aufgeht – im Parallelspiel Kolumbien gegen Portugal. Usbekistan ist nur noch Statist.

Quoten-Übersicht: enger Favorit, offener Tormarkt

Markt DR Kongo Remis Usbekistan
Spielausgang (1 / X / 2) 1,73 4,25 4,20
Tormarkt Über 2,5 Unter 2,5
Quote 1,86 1,95

Die 1,73 macht DR Kongo zum klaren, aber nicht erdrückenden Favoriten – ein Hinweis darauf, dass auch die Kongolesen offensiv keine Naturgewalt sind. Auffällig ist die hohe Auswärtsquote von 4,20 trotz Usbekistans desaströser Tordifferenz: Der Markt traut den Usbeken durchaus zu, einem Team, das gewinnen muss, das Leben schwer zu machen. Die Tor-Linie bei 2,5 ist nahezu ausgeglichen – ein Spiel, das in beide Richtungen kippen kann.

Tabelle Gruppe K vor dem 3. Spieltag

# Team Sp S U N Tore Diff Pkt
1 Kolumbien 2 2 0 0 4:1 +3 6
2 Portugal 2 1 1 0 6:5 +1 4
3 DR Kongo 2 0 1 1 1:2 −1 1
4 Usbekistan 2 0 0 2 1:8 −7 0

Die Konstellation: DR Kongos Sieg ist nur die halbe Miete

Hier liegt die eigentliche Geschichte. DR Kongo steht bei einem Punkt und muss gewinnen, um überhaupt im Rennen zu bleiben – aber selbst ein Sieg reicht aus eigener Kraft nicht. Die Kongolesen kämen damit auf vier Punkte und blieben hinter Kolumbien, während Portugal im Parallelspiel mindestens ein Remis bräuchte, um vor ihnen zu bleiben. DR Kongo braucht also den eigenen Sieg und eine portugiesische Niederlage gegen Kolumbien – und selbst dann hängt alles an der Tordifferenz und der Drittplatzierten-Rechnung. Ein Sieg allein löst das Problem nicht.

DR Kongo: gewinnen müssen, ohne Garantie

Ein Tor in zwei Spielen, eine Mannschaft, die defensiv ordentlich, offensiv aber harmlos war – das ist die denkbar ungünstigste Ausgangslage für ein Team, das jetzt zwingend treffen und gewinnen muss. DR Kongo hat die Kontrolle über das eigene Schicksal längst abgegeben; was bleibt, ist die Pflicht, das eigene Spiel zu gewinnen und auf Kolumbien zu hoffen. Der Druck, unter dem das Team steht, ist real – und gegen einen befreiten Gegner gefährlich.

Usbekistan: nach dem 0:8 nur noch Kulisse

Acht Gegentore in zwei Spielen, eine Tordifferenz von minus sieben, null Punkte – Usbekistan ist mathematisch nicht mehr zu retten, auch nicht über die Drittplatzierten-Wertung. Was bleibt, ist die Rolle des unbelasteten Spielverderbers. Solche Teams spielen mitunter ihr bestes Turnierspiel, wenn der Druck weg ist – aber eine Defensive, die acht Gegentore zugelassen hat, baut man nicht über Nacht zur Festung um. Für DR Kongo ist Usbekistan der ideale, weil unter Druck setzbare Gegner.

Runde der letzten 32: ein Pfad, der für DR Kongo kaum aufgeht

Der Sieger der Gruppe K trifft in Kansas City auf einen der besten Gruppendritten, der Zweite reist nach Toronto zum Zweiten der Gruppe L (England/Ghana/Kroatien). Für DR Kongo ist diese Frage weitgehend akademisch: Selbst im besten Fall ginge es nur über die Drittplatzierten-Tür weiter, und die ist nach einer Tordifferenz von minus eins und einem einzigen erzielten Tor extrem eng. Realistisch entscheidet sich der Aufstieg in diesem Spiel nicht für, sondern gegen DR Kongo.

„KI tippt“: die Auswärtsquote ist die ehrliche

Ein Modell rechnet DR Kongo wegen der besseren Tabellenlage und des nominell stärkeren Kaders zum Favoriten – die 1,73 ist nachvollziehbar. Was es unterschätzt, ist die Drucklage: Ein Team, das gewinnen muss und in zwei Spielen ein einziges Tor erzielt hat, ist offensiv nicht plötzlich durchschlagskräftig, nur weil die Pflicht ruft. Die 4,20 auf Usbekistan ist deshalb keine Mondquote – sie bepreist exakt die Wahrscheinlichkeit, dass DR Kongos Nervosität auf Usbekistans Unbekümmertheit trifft.

Prognose

Das wahrscheinlichste Szenario bleibt ein knapper Sieg von DR Kongo – die Pflicht, die etwas größere individuelle Qualität und der Heimvorteil im Konjunktiv sprechen dafür. Aber ich erwarte ein zähes Spiel, in dem die kongolesische Offensivschwäche das Ergebnis lange offenhält. Selbst wenn DR Kongo gewinnt, dürfte das Parallelspiel den Aufstieg ohnehin anderswo entscheiden. Ein klarer Sieg ist möglich, aber angesichts der bisherigen Torausbeute nicht der wahrscheinlichste Verlauf.

Wenn ich tippen sollte

Der Spielausgang ist mir zu heikel: DR Kongos Pflichtsieg ist plausibel, aber die offensive Ladehemmung und Usbekistans Druckfreiheit machen die 1,73 angreifbar. Der belastbarere Befund liegt im Tormarkt, und hier ist die Linie fast ausgeglichen. Ein nervöser Favorit ohne Torgefahr gegen eine löchrige, aber unbelastete Defensive – das tendiert eher zu wenigen kontrollierten Treffern als zur Flut. Unter 2,5 Tore zu 1,95 ist die Linie, die zur kongolesischen Offensivbilanz passt. Auf den Sieger lege ich mich nicht fest; die Konstellation ist zu sehr von einem anderen Spiel abhängig.

Was der Sieg allein nicht löst

DR Kongo gegen Usbekistan ist das seltene Spiel, in dem der Favorit gewinnen kann und am Ende trotzdem zuschauen muss, wie anderswo über sein Schicksal entschieden wird. Usbekistan ist raus, DR Kongo braucht ein kleines Wunder in Form einer portugiesischen Niederlage – und selbst das wäre nur der Anfang der Rechnung. Der Markt sieht einen knappen Favoritensieg. Die Tabelle sieht ein Team, das sein Schicksal längst aus der Hand gegeben hat.

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