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90PLUS » Von Gnabry bis Kvaratskhelia: Diese Stars verpassen die WM 2026
WM 2026

Von Gnabry bis Kvaratskhelia: Diese Stars verpassen die WM 2026

Till Gabriel
29.05.26, 10:59
Till Gabriel
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Khvicha Kvaratskhelia, WM 2026
Foto: Getty Images

Die WM 2026 steht vor der Tür, die größten Stars des Weltfußballs bereiten sich auf packende Duelle vor. Einige prominente Namen müssen jedoch tatenlos zusehen.

Alle vier Jahre gibt es eine ganze Reihe an Superstars, für die der Traum von einer Weltmeisterschaft nicht in Erfüllung geht. Das hat unterschiedliche Gründe. ManUnited-Legende Ryan Giggs lief nie bei einer WM auf, weil er sich mit der kleinen Fußball-Nation Wales nicht qualifizierte. Real-Ikone Alfredo di Stefano verpasste durch Verletzungen und Verbandswechsel alle Endrunden während seiner Laufbahn, Eric Cantona verpasste mit Frankreich zweimal die Qualifikation. Auch in diesem Jahr bleiben einige große Namen zuhause.

Nach verpasster Heim-EM: Verletzung bremst Gnabry aus

Nach einer starken Saison mit dem FC Bayern galt Serge Gnabry beim DFB-Team eigentlich als gesetzt und hatte beste Karten, neben Jamal Musiala, Florian Wirtz und Kai Havertz den vierten Platz in der Offensive zu ergattern. In der Qualifikation war der 30-Jährige ein wichtiger Faktor, zog sich aber im Saisonendspurt eine Adduktorenverletzung zu und kann die WM nur als Fan verfolgen. Bitter: Schon die Heim-EM 2024 fand ohne den Bayern-Angreifer statt, damals schaffte er es nach einem schwachen Jahr nicht in den Kader.

Serge Gnabry
Foto: Getty Images

WM-Kader in der Kritik: Tuchel verzichtet auf mehrere England-Stars

Wer auf jeder Position viele Top-Alternativen hat, muss harte Entscheidungen treffen. Das musste Thomas Tuchel als Nationaltrainer der englischen Auswahl lernen. Vor großen Namen schreckte der deutsche Trainer der Three Lions nicht zurück. Tuchel betonte immer wieder, wie wichtig ihm die Teamchemie ist und dass die 26 Akteure in seinem Aufgebot zueinander passen müssen.

Dass der ehemalige Bayern-Coach Trent Alexander-Arnold (Real Madrid) und Phil Foden (Manchester City) nicht nominieren wird, war bereits erwartet worden, die Ausbootung von Chelsea-Angreifer Cole Palmer kam dagegen überraschend. Kritik hagelte es für die Entscheidung, Adam Wharton nicht mitzunehmen. Der Sechser von Crystal Palace musste dem 35-jährigen Jordan Henderson den Vortritt lassen. Auch Nottinghams 15-Tore-Mann Morgan Gibbs-White schaut in die Röhre.

Ancelotti lässt 15-Tore-Stürmer zuhause, Ekitike fehlt verletzt

Auch beim Rekordweltmeister müssen große Namen die WM auf dem Sofa verfolgen. Dass die Selecao ohne Rodrygo von Real Madrid auskommen muss, war nach dem Kreuzbandriss des Flügelspielers abzusehen. Bei der Kadernominierung überraschte Nationaltrainer Carlo Ancelotti nicht nur mit der Rückkehr von Routinier Neymar, sondern auch mit dem Verzicht auf Joao Pedro. Der Mittelstürmer zählte bei Chelsea zu den Leistungsträgern und absolvierte mit 15 Toren eine starke Saison in der Premier League.

Joao Pedro
Foto: Getty Images

In Didier Deschamps‘ letztem Aufgebot als Frankreich-Coach fehlt mit Hugo Ekitike ebenfalls ein Angreifer, der vor der Saison für viel Geld zu einem Top-Klub der Premier League gewechselt war. Der frühere Frankfurter zog sich im Champions-League-Spiel seines FC Liverpool gegen Paris Saint-Germain einen Achillessehnenriss zu.

Sportliche Gründe hat dagegen das WM-Aus von Eduardo Camavinga, der bei Real Madrid unter der chaotischen Saison litt und nicht an seine konstanten Leistungen der vergangenen Jahre anknüpfen konnte. Urgestein Antoine Griezmann (Atletico, ab Juli Orlando City) wird ebenfalls nicht für Les Bleus auflaufen, der Weltmeister von 2018 hat seine Karriere im Nationaltrikot beendet.

Premiere: Spanien erstmals ohne Real-Profis

Die WM-Abstellungen halten sich bei Real Madrid nicht nur wegen Rodrygo und Camavinga in Grenzen. Erstmals in der Geschichte der Seleccion tritt die spanische Nationalmannschaft ohne einen Akteur der Königlichen bei einer WM an. Routinier Dani Carvajal und Abwehrtalent Dean Huijsen hatten sich Hoffnungen gemacht.

Dean Huijsen
Foto: Getty Images

Der Traum von einer Weltmeisterschaft platzte auch für den Niederländer Jeremie Frimpong, der mit seinem Wechsel von Bayer 04 Leverkusen zum FC Liverpool den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen wollte. Die durchwachsene Saison der Reds spiegelte sich allerdings auch in den Leistungen des pfeilschnellen Außenbahnspielers wider. Großes Pech hatte Xavi Simons (Tottenham), der nach dem Trainerwechsel zu Roberto de Zerbi endlich aufblühte, sich im Abstiegskrimi gegen die Wolves aber das Kreuzband riss und daher nicht im Kader der Elftal steht.

Stolperstein Qualifikation: Diese Stars dürfen nicht zur WM

Während die bisher aufgezählten Stars beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada immerhin ihrem Land die Daumen drücken können, haben sich andere Hochkaräter des Weltfußballs mit ihrer Nationalmannschaft gar nicht erst qualifiziert. Das größte Debakel erlebte erneut der viermalige Weltmeister aus Italien, der zum dritten Mal in Folge in der Qualifikation scheiterte. Die Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bosnien und Herzegowina besiegelte das WM-Aus von Spielern wie Gianluigi Donnarumma (ManCity), Sandro Tonali (Newcastle), Nicolo Barella, Alessandro Bastoni und Federico Dimarco (alle Inter).

Auch Robert Lewandowski und Polen scheiterten in den Play-offs, Slowenien um Atletico-Keeper Jan Oblak und ManUnited-Angreifer Benjamin Sesko schied bereits in der Gruppe hinter der Schweiz und Kosovo aus. Das ungarische Liverpool-Duo Dominik Szoboszlai und Milos Kerkez verpasste die erste WM-Teilnahme seit 1986. Khvicha Kvaratskhelia gilt dank seiner genialen Auftritte bei Paris Saint-Germain gar als Ballon-d’Or-Kandidat, konnte den Traum von der ersten Endrunde mit Georgien aber nicht wahr werden lassen.

Dominik Szoboszlai
Foto: Getty Images

In der afrikanischen Qualifikationsrunde scheiterten ebenfalls einige Top-Stars. Nigerias Patzer gegen die DR Kongo kostete Victor Osimhen (Galatasaray) und Ademola Lookman (Atletico) die Reise nach Nordamerika. Ebenfalls nicht mit von der Partie ist Kamerun, auch die „Unzähmbaren Löwen“ fanden ihren Dompteur in der kongolesischen Auswahl. Bryan Mbeumo (ManUnited) und Leverkusen-Juwel Christian Kofane bleiben zuhause.

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