José Mourinho ist bekannt dafür, dass er als Cheftrainer kein Blatt vor den Mund nimmt. Wird er zu diversen Themen gefragt, dann verkündet er seine Meinung.
Interessant ist beim Portugiesen auch, dass er gerne einmal für Aufregung sorgt, wenn er sich oder sein Team ungerecht behandelt fühlt. Am Wochenende kam es zum Topspiel in Portugal zwischen dem FC Porto und Benfica.
Und wieder einmal war es Mourinho, der Schlagzeilen schrieb. Portos Co-Trainer Luis Gonzalez war es diesmal, der Mourinho verärgerte. Offenbar war der Ärger von Mourinho diesmal aber auch begründet, wie sich nach dem Spiel herausstellte.
Mourinho als Verräter betitelt – Reaktion folgt
„Er hat mich 50 Mal einen Verräter genannt. Ich möchte, dass er mir erklärt, was ist ein Verräter?“ polterte Mourinho. Und weiter: „Ich bin zum FC Porto gegangen, habe meine Seele dem FC Porto gegeben, ich bin zu Chelsea gegangen, ich bin zu Inter gegangen, zu Real Madrid, ich bin um die Welt gereist und habe jeden Tag 24 Stunden meines Lebens gegeben. Das nennt man Professionalität.“
Gonzalez spielte also darauf an, dass Mourinho eine große Vergangenheit bei Porto hat, jetzt aber Benfica, den anderen Großklub und Rivalen, trainiert. Die Worte von Gonzalez erzürnten Mourinho weiter.

Für ihn hatte der Coach noch ein paar besondere Worte: „Als er 2009 vom FC Porto zu Marseille ging, hat er dann den FC Porto verraten? Verräter, warum? Dafür, dass ich Benfica alles gebe, was ich habe?“ Das Spiel geriet dabei wieder fast zur Benensache.
Sportlich ist das Remis für Benfica allerdings ein herber Dämpfer gewesen. Zwar holte das Team nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2, doch im Titelrennen der Primeira Liga liegt Porto mit 66 Punkten weiter vorne. Benfica hat sieben Punkte Rückstand. Für den Portugiesen wird es also auch diesmal eine schwere Saison.

