Nach den Achtelfinal-Hinspielen der UEFA Champions League hat TV-Experte Dietmar Hamann die Auftritte der deutschen Vertreter gelobt. Gleichzeitig hat er die Diskussion über mögliche Sperren für Michael Olise und Joshua Kimmich zurückgewiesen.
In seiner Kolumne bei Sky stellte Hamann klar, dass besonders der deutliche 6:1-Erfolg der Münchner bei Atalanta Bergamo europaweit Eindruck hinterlassen habe. „Das war ein Ausrufezeichen, das überall wahrgenommen wurde“, schrieb Hamann.
Hamann verteidigt Bayern-Duo
Hamann äußerte Unverständnis über die Diskussion um mögliche zusätzliche Sperren gegen Olise und Kimmich. Beide hatten im Spiel eine Gelbe Karte gesehen, was Spekulationen ausgelöst hatte, sie könnten diese absichtlich provoziert haben.
Hamann hält solche Vorwürfe für überzogen. Ein absichtliches Verhalten sei kaum nachzuweisen, argumentierte er. „Ich wüsste nicht, wie man ihnen das beweisen will“, erklärte der Sky-Experte und verwies auf den früheren Fall von Sergio Ramos, der einst eine Sperre erhielt, nachdem er öffentlich zugegeben hatte, eine Gelbe Karte bewusst provoziert zu haben.

Aus Hamanns Sicht gibt es deshalb keinen Grund für weitere Konsequenzen. „Für mich ist diese Diskussion überflüssig“, schrieb er. Sollte es keine eindeutigen Beweise geben, dürften sowohl Olise als auch Kimmich im möglichen Viertelfinale der Champions League ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Und: Auch die UEFA scheint, auch wenn das noch nicht fix bestätigt ist, keine Ermittlungen zu forcieren. Der Kontinentalverband hat das offenbar intern geprüft, forciert es aber nicht weiter, wie mehrere Medien berichten.

