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90PLUS » Union tritt auf der Stelle: Eta hat „keine Bauchschmerzen“
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Union tritt auf der Stelle: Eta hat „keine Bauchschmerzen“

90PLUS
25.04.26, 11:25
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Marie-Louise Eta tat es Oliver Mintzlaff gleich. Nur während der Red-Bull-Boss am Freitagabend im Leipziger Stadion stolze 21 Kilometer für einen guten Zweck auf einem Laufband joggte, trat die Fußballtrainerin im Abstiegskampf mit Union Berlin eher metaphorisch auf der Stelle. Mehr noch: Im Bundesliga-Endspurt könnte es für die Eisernen gar noch richtig eng werden.

Dennoch blickte die Interimstrainerin den drei finalen Saisonspielen furchtlos entgegen. Sie habe „keine Bauchschmerzen“, sagte Eta bei Sky nach dem 1:3 (0:2) bei RB Leipzig. „Wir wussten, dass es weiterhin ein harter Weg wird“, so die 34-Jährige. Trotz zwei Niederlagen aus ihren ersten beiden Spielen im Amt sei sie „erst einmal positiv“. Recht hat sie, durch Verzagen hat bekanntlich noch niemand die Klasse gehalten.

Union nach der Leipzig-Pleite nicht komplett konsterniert

Und trotzdem ist der grundsätzliche Trend bei Union bedenklich. Nur zwei Siege gab es aus den vergangenen 16 Spielen, die jüngsten fünf Partien haben die Berliner allesamt nicht gewonnen. Kein Wunder, dass der Abstand auf den Relegationsplatz 16 vor dem Spieltag nur noch sechs Punkte betrug. Da Union durch die Pleite in Leipzig bei 32 Zählern stehen blieb, spukt der grausige Gedanke an zwei K.o.-Spiele um die Bundesliga-Zugehörigkeit weiterhin durch Köpenick.

„Wir wissen, dass wir auch noch Punkte brauchen“, gab Eta zu – und schob nach: „Gleichzeitig sind auch Mannschaften hinter uns. Wir können weiter nach vorne schauen.“ Vorne, damit ist vor allem das Heimspiel am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln gemeint. Das sollte tunlichst gewonnen werden. Verliert Union erneut, könnte es bei den übrigen Aufgaben beim FSV Mainz 05 und zum Abschluss gegen den FC Augsburg sehr ungemütlich werden.

Beim Champions-League-Anwärter Leipzig – das sei Union zugestanden – kann man aktuell verlieren. So schnell Mintzlaff neben den Trainerbänken für Spenden anlässlich des „Wings for Life World Runs“ rannte, so verzweifelt eilten die Union-Verteidiger den viel zu flinken Leipzigern nach. Allen voran dem im Sommer möglicherweise europaweit begehrten Yan Diomande, der seinen Gegenspielern einmal mehr Knoten in die Beine dribbelte. Ja, dort kann man verlieren.

Was Eta jedoch in den Griff bekommen muss, ist Unions Problem mit dem Toreschießen. Bei ihrem Debüt gegen den VfL Wolfsburg (1:2) spielten sich die Berliner zwar Chancen für zwei Spiele heraus, nutzten aber zu wenige. Sah es wie ein Fortschritt im Vergleich zum biederen Fußball unter Etas Vorgänger Steffen Baumgart aus, warf nun besonders die erste Halbzeit in Leipzig Fragen auf, als offensiv gar nichts ging. Wie Eta richtig erkannte, müsse Union „besser mit dem Ball umgehen, um einfach auch Tore zu schießen. Und vielleicht auch mehr als eins.“

Der Kopfballtreffer durch Abwehrspieler Danilho Doekhi (78.), Union-typisch nach Eckball, kam zu spät und reichte nicht. Zumindest nicht gegen Leipzig. Die Hoffnung wird nun sein, dass die Berliner Mittel gegen die nächsten Gegner, zweifelsohne kleinere Kaliber als RB, genügen. Eta ist „total überzeugt, dass wir in den nächsten Spielen die entscheidenden Punkte holen können“. Endlich nicht mehr auf der Stelle treten, das wär’s.

THEMENMarie-Louise EtaUnion Berlin
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