Arsenal wäre bereit, für Vinícius Júnior das höchste Gehalt der Klubgeschichte zu zahlen. Der Haken: Nach den in Spanien kursierenden Zahlen wäre das für den Brasilianer ein Abstieg.
Ein Klubrekord, der keiner ist
Der Telegraph berichtet, die Gunners seien zu rund 400.000 Pfund pro Woche bereit – mehr, als je ein Arsenal-Profi verdient hat. Bukayo Saka, bislang die Messlatte, liegt bei etwa 365.000. Nur: Sky Sports rechnet vor, dass diese Summe Vinícius‘ derzeitige Bezüge in Madrid nicht einmal einholt. Der Spanien-Experte Terry Gibson beziffert dessen aktuelles Nettogehalt auf 15 Millionen Euro im Jahr; Real habe 20 angeboten, gefordert würden 30.
| Posten | Summe |
|---|---|
| Vinícius aktuell bei Real (netto/Jahr) | ca. 15 Mio. € |
| Reals Verlängerungsangebot | ca. 20 Mio. € |
| Forderung des Spielers | ca. 30 Mio. € |
| Arsenals bisheriger Spitzenverdiener (Saka) | ca. 365.000 £/Woche |
| Arsenals Schmerzgrenze laut Telegraph | ca. 400.000 £/Woche |
Der Konflikt liegt in Madrid, nicht in London
Vinícius steht im letzten Vertragsjahr. Die Verlängerungsgespräche stocken seit Monaten, laut Bild pausierte der Brasilianer sie nach einem Zerwürfnis mit dem inzwischen geschassten Trainer Xabi Alonso. Real will den Weltfußballer von 2024 nicht ablösefrei ziehen lassen und ruft für einen Verkauf eine Klubrekordsumme auf – kolportiert wird ein Gesamtpaket um 160 Millionen Euro. Sein Marktwert bei transfermarkt: 140 Millionen.
Dass Madrid parallel mit aller Macht Yan Diomande aus Leipzig holen will, ist laut ESPN kein Zufall, sondern die Vorbereitung auf den Fall der Fälle.
Vorstoß ohne Kontakt – vorerst
Von einem Angebot ist Arsenal weit entfernt. ESPN beschreibt das Interesse als sehr frühes Stadium, Sky meldet, dass es zwischen den Klubs bislang kein einziges Gespräch gab. Vinícius ist einer von mehreren Namen auf einer Liste, auf der auch Julián Álvarez, Bradley Barcola und ebenjener Diomande stehen. Nach dem Verkauf von Leandro Trossard und dem 34-Millionen-Zugang Christos Tzolis suchen die englischen Meister ohnehin nach mehr Wucht im Angriff.
Bleibt die Frage, wem dieser Vorstoß gerade nützt. Ein Spieler im letzten Vertragsjahr, ein Klub, der ihn nicht verlieren will, und ein Interessent, der zufällig genau jetzt in der Presse auftaucht: Solche Konstellationen enden selten mit einem Transfer. Meistens enden sie mit einer Unterschrift – in Madrid.

