Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko steht vor der Tür. Mittlerweile ist die Frist der FIFA zur Nominierung der endgültigen Kader abgelaufen und es herrscht Klarheit, wer bei welcher Nation am Ende auch dabei ist.
Die 26er-Kader halten die ein oder andere Überraschung bereit, auch trifft man auf Namen, die man fast schon vergessen hatte. Die Gruppe B mit Gastgeber Kanada, der Schweiz, Katar und Bosnien-Herzegowina ist auch mit namhaften Spielern ausgestattet.
Die Schweiz gilt gemeinhin als Favorit in dieser Gruppe, weil der Kader einfach sehr gut besetzt ist. Allerdings drohen Stolpersteine. Wir liefern einen Überblick über die Kader!
Kanada: Das Warten auf Davies
Dass sich im kanadischen Fußball in den letzten Jahren etwas getan hat, das ist nicht neu. Der kanadische Verband hat die Nachwuchsförderung definitiv priorisiert und damit dafür gesorgt, dass es einige Talente gibt, die sich hervorgetan haben. Und nicht nur das, es gibt auch Stars im Kader. So zum Beispiel Alphonso Davies vom FC Bayern, der sich auf die Fahne schreiben kann, vor vier Jahren das erste kanadische WM-Tor erzielt zu haben.
Auf ihn muss man aber noch warten, das erste Spiel wird er verpassen. Umso mehr werden Jonathan David (Juventus) oder auch Cajon Buchanan (Villarreal) im Fokus stehen und die Mannschaft führen müssen. Es geht für Kanada darum, die K.O.-Runde zu erreichen.

Der Kanada-Kader im Überblick
Tor: Dayne St Clair (Inter Miami), Maxime Crepeau (Orlando City), Owen Goodman (Crystal Palace).
Abwehr: Alistair Johnston (Celtic), Derek Cornelius (Marseille), Richie Laryea (Toronto), Niko Sigur (Hajduk Split), Joel Waterman (Chicago Fire), Luc de Fougerolles (Fulham), Moise Bombito (Nice), Alphonso Davies (Bayern München), Alfie Jones (Middlesbrough).
Mittelfeld: Stephen Eustaquio (Porto), Ismael Kone (Sassuolo), Tajon Buchanan (Villarreal), Mathieu Choiniere (Los Angeles FC), Ali Ahmed (Norwich City), Nathan Saliba (Anderlecht), Liam Millar (Hull City), Marcelo Flores (Tigres UANL), Jacob Shaffelburg (Toronto), Jonathan Osorio (Toronto).
Angriff: Jonathan David (Juventus), Cyle Larin (Southampton), Tani Oluwaseyi (Villarreal), Promise David (Union SG).
Schweiz: Prominenz pur und viel Bundesliga
Dass die Schweizer bei den letzten Turnieren gut performt haben, das ist vielen noch im Gedächtnis geblieben. Kein Wunder, denn die Schweizer Nationalmannschaft verfügt seit geraumer Zeit über eine enorme Dichte an hoher Qualität. Viele Spieler sind in der Bundesliga zuhause, darunter Gregor Kobel, Miro Muheim, Johan Manzambi oder Aurele Amenda. Und viele andere haben mal in der Bundesliga gespielt.
Achsen wie Granit Xhaka, Manuel Akanji, Denis Zakaria oder Breel Embolo sind zum Beispiel allesamt bundesligabekannt. Es spricht vieles dafür, dass die Eidgenossen in diesem Turnier eine mehr als gute Rolle spielen könnten.
Der Schweiz-Kader im Überblick
Tor: Marvin Keller (Young Boys), Gregor Kobel (Borussia Dortmund), Yvon Mvogo (Lorient).
Abwehr: Manuel Akanji (Inter), Aurele Amenda (Eintracht Frankfurt), Eray Comert (Valencia), Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach), Luca Jaquez (VfB Stuttgart), Miro Muheim (Hamburg), Ricardo Rodriguez (Real Betis), Silvan Widmer (Mainz).
Mittelfeld: Michel Aebischer (Pisa), Christian Fassnacht (Young Boys), Remo Freuler (Bologna), Ardon Jashari (AC Milan), Johan Manzambi (Freiburg), Fabian Rieder (Augsburg), Djibril Sow, Ruben Vargas (beide Sevilla), Granit Xhaka (Sunderland), Denis Zakaria (Monaco).
Angriff: Zeki Amdouni (Burnley), Breel Embolo (Stade Rennais), Cedric Itten (Fortuna Düsseldorf), Dan Ndoye (Nottingham Forest), Noah Okafor (Leeds United).
Katar: Der Underdog der Gruppe
Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass die Weltmeisterschaft in Katar ausgetragen wurde. Es war die Winter-WM, bei der der Gastgeber versuchte, mit seinen gewachsenen Strukturen ein Zeichen zu setzen und sich gut zu präsentieren. Das funktionierte so mittelgut. Seitdem hat sich nicht allzu viel getan, wenn man ehrlich ist. Der Kader ist noch immer alles andere als ideal besetzt.
Und es gab auch keine Welle der Einbürgerungen, die dafür gesorgt hätten, dass es beim katarischen Verband jetzt die große Hoffnung auf ein sehr gutes Abschneiden gibt. Vielleicht reicht es für die Zwischenrunde, aber viel mehr gibt der Kader wohl auf keinen Fall her.
Der Katar-Kader im Überblick
Tor: Salah Zakaria (Al-Duhail), Mahmoud Abunada (Al Rayyan), Meshaal Barsham (Al-Sadd)
Abwehr: Hashmi Hussein (Al Arabi), Ayoub Alawi (Al Gharafa), Boualem Khoukhi (Al-Sadd), Pedro Miguel (Al-Sadd), Issa Laaye (Al Arabi), Lucas Mendes (Al-Wakrah), Sultan Al-Brake (Al-Duhail), Homam Al-Amin (Cultural Leonesa)
Mittelfeld: Mohammed Al-Manai (Al Shamal), Jassem Jaber (Al Arabi), Karim Boudiaf (Al-Duhail), Ahmed Fathi (Al Arabi), Abdulaziz Hatem (Al Rayyan), Assim Madibo (Al-Wakrah)
Angriff: Tahseen Mohammed (Al-Duhail), Edmilson Junior (Al-Duhail), Almoez Ali (Al-Duhail), Akram Afif (Al-Sadd), Mohammed Muntari (Al Gharafa), Youssef Abdulrazzaq (Al-Wakrah), Ahmed Alaa (Al Rayyan), Hassan Al-Haydos (Al-Sadd), Ahmed Al-Janahi (Al Gharafa)
Bosnien: Nicht nur Dzeko und Barbarez im Fokus
Einen extrem interessanten Kader hat die bosnische Auswahl von Trainer Sergej Barbarez ins Rennen geschickt. Natürlich sticht der Name Edin Dzeko besonders hervor. Der Stürmer, der beim Schalker Aufstieg mithalf, ist ein wichtiger Spieler für diese Mannschaft und noch immer jemand, der ein Team führen kann. Doch auch abgesehen von diesen beiden großen Namen gibt es spannende Personalien.
Da wäre Salzburg-Toptalent Kerim Alajbegovic, aber auch ein Nikola Vasilj, Torhüter von St. Pauli. Haris Tabakovic und Ermedin Demirovic, beide ebenfalls in der Bundesliga zuhause, komplettieren derweil den Angriff der Bosnier. Dieses Team, das Italien aus den Playoffs kegelte, muss sich gewiss nicht verstecken.
Der Bosnien-Kader im Überblick
Tor: Nikola Vasilj (St. Pauli), Martin Zlomislic (Rijeka), Osman Hadzikic (Slaven Belupo)
Abwehr: Sead Kolasinac (Atalanta), Amar Dedic (Benfica), Nihad Mujakic (Gaziantep), Nikola Katic (Schalke 04), Tarik Muharemovic (Sassuolo), Stjepan Radeljic (Rijeka), Dennis Hadzikadunic (Sampdoria), Nidal Celik (Lens)
Mittelfeld: Amir Hadziahmetovic (Hull City), Ivan Sunjic (Pafos), Ivan Basic (Astana), Dzenis Burnic (Karlsruher SC), Ermin Mahmic (Slovan Liberec), Benjamin Tahirovic (Bröndby), Amar Memic (Viktoria Pilsen), Armin Gigovic (Young Boys), Kerim Alajbegovic (RB Salzburg), Esmir Bajraktarevic (PSV Eindhoven)
Angriff: Ermedin Demirovic (VfB Stuttgart), Jovo Lukic (Universitatea Cluj), Samed Bazdar (Jagiellonia Bialystok), Haris Tabakovic (Borussia Mönchengladbach), Edin Dzeko (Schalke 04)

