Nach neun Jahren wird Mo Salah den FC Liverpool im Sommer verlassen. Den Umgang mit dem Ägypter in den Vorwochen und -monaten hat ein Ex-Teamkollege nun öffentlich scharf kritisiert.
442 Spiele, 257 Tore, 123 Vorlagen – das sind die Zahlen aus neun Jahren Mohamed Salah beim FC Liverpool. Der 33-Jährige gab vor einigen Wochen nach zähen Diskussionen bekannt, den Verein im Sommer zu verlassen. Noch ist unklar, wohin es den „Egyptian King“ zieht – der Abgang aus Nordwestengland hat jedoch Spuren hinterlassen.
Denn nicht immer war alles so rosig, wie in den vielen Jahren zuvor. Zwischenzeitlich wurde der Offensivstar gar suspendiert, nachdem er öffentlich seine Unzufriedenheit über die Situation beim LFC äußerte. Auch zahlreiche Experten kritisierten den Liverpool-Spieler für sein Verhalten – gleichermaßen wurde aber auch der Umgang des Vereins mit Salah hinterfragt. So etwa von Dejan Lovren, der einst selbst für den englischen Klub die Fußballschuhe schnürte.
Salah-Abgang in Liverpool: Lovren mit scharfer Experten-Kritik
In einem Gespräch mit dem Portal WinWin sagte der Kroate über seinen langjährigen Teamkameraden: „Die Art und Weise, wie man ihn in dieser Saison behandelt hat, war nicht hart. Sie war widerlich.“
Der 36-Jährige richtet seine Kritik dabei vor allem an die vielen TV-Experten, die Salah in den vergangenen Monaten immer wieder scharf angingen und ihm etwa Egoismus vorwarfen, wie es der ehemalige Liverpool-Kapitän Jamie Carragher tat. „Manche Experten machen das nur, um Aufmerksamkeit zu bekommen – vielleicht, weil sie in anderen Bereichen ihres Lebens nicht erfolgreich waren und jetzt hier Leistung bringen müssen“, kontert Lovren. „Vor allem Carragher, der sagt einfach, was er will. Ich habe immer gesagt, er soll ihm das ins Gesicht sagen, all diese Dinge direkt zu Mo. Das wird er nie tun. Er macht im Fernsehen einfach seine Show und wird dafür bezahlt.“

Auch über Coach Arne Slot, der die Reds in der kommenden Spielzeit aber nicht mehr trainieren wird, fand der Innenverteidiger keine allzu guten Worte. Auf die Frage, wer am ehesten für den „frühen“ Abschied des Starspielers verantwortlich war, antwortete der Kroate: „Ich denke, es war nur eine Person – und das war der Trainer (Slot, d.Red.). Die beiden hatten kein gutes Verhältnis. […] Mit Klopp hatte er ein wirklich gutes Verhältnis. Es war nicht immer perfekt, aber sie kannten sich sehr gut und sie vertrauten einander. Sie mochten sich, und Mo hat auf dem Platz alles für Klopp gegeben und Klopp hat ihm dieses Vertrauen zurückgegeben. Aber bei Slot war es genau umgekehrt.“

