Das Duell der beiden Außenseiter in der Gruppe L dominierte zunächst Panama, das sich aber trotz des couragierten Auftrittes aufgrund eines späten Tores geschlagen geben musste.
Zuvor lieferten sich England und Kroatien einen munteren Schlagabtausch, den die besonders in der zweiten Hälfte klar überlegenden Three Lions mit 4:2 für sich entschieden. Ghana dagegen qualifizierte sich zwar recht souverän für die Weltmeisterschaft, verlor aber die letzten Testspiele gegen namhaftere Gegner allesamt und trennte sich daher sogar noch von Trainer Otto Addo. Panama qualifizierte sich nach 2018 erst zum zweiten Mal in seiner Fußballgeschichte und rechnete sich Chancen auf den ersten Punktgewinn aus.
Panama bemüht, Ghana erschreckend harmlos
Dementsprechend mutig begann das Team von Ex-Bundesliga-Torjäger Thomas Christiansen. Schon nach 105 Sekunden ergab sich die erste Möglichkeit. Eine Hereingabe von Michael Murillo leitete Cecilio Waterman aus 14 Metern direkt aufs Tor weiter und zwang Lawrence Ati Zigi zu einer sehenswerten Flugeinlage. Ohnehin stellte Panama in der Anfangsphase die agilere Mannschaft und hatte wesentlich mehr Feldanteile.
Weitere Torszenen ließen allerdings auf sich warten. Brenzlig wurde es in Minute 35, als Andres Andrade den in den Strafraum eilenden von Cristian Martínez bediente und dieser von Jerome Opoku zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Glenn Nyberg genügte der Rempler mit angelegten Arm aber nicht für einen Elfmeter. Kurz darauf fehlte Jiovany Ramos aus der Distanz ein knapper Meter (38.).
Von Ghana war dagegen weiter offensiv nichts zu sehen. Ein Torschuss blieb im gesamten ersten Abschnitt aus. Zumindest verteidigten die Black Stars weitestgehend aufmerksam und nahmen daher das torlose Remis mit in die Pause.
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Ghana legt zu und jubelt spät
Der erst im April engagierte Trainer besaß reichlich Gründe, Veränderungen vorzunehmen, handelte aber nur gezwungenermaßen zwischen den Pfosten. Benjamin Asare ersetzte den verletzungsbedingt ausscheidenden Ati Zigi. Die Vordermänner kamen verbessert aus der Kabine, traten durch einen Kopfball von Jonas Adjetey, den Orlando Mosquera sicher festhielt, sogar direkt gefährlich in Erscheinung (48.).
Beide Teams suchten mittlerweile den Weg nach vorne, wodurch sich die Attraktivität des Spiels erheblich erhöhte. Rund um den gegnerischen Strafraum agierten sie allerdings oftmals unpräzise. Nach einer Stunde kam Panama der Führung aber sehr nahe, als ein Schussversuch von Carlos Harvey dem wenig später überraschenderweise auswechselten Martínez vor die Füße fiel, der das Außennetz traf. Auf der Gegenseite wäre Jordan Ayew beinahe infolge einer Hereingabe von Brandon Thomas-Asante zur Stelle gewesen, doch Ramos klärte mit einem überragenden Tackling im letzten Moment (65.).

Direkt nach Beendigung der Trinkpause prüfte dann der bis dato kaum sichtbare Antoine Semenyo Keeper Mosquera per Flachschuss (71.). 120 Sekunden später fehlten Adjetey per Kopf nur wenige Zentimeter. Damit endete jedoch die besten Minuten der Black Stars schon wieder. Die Schlussphase gehörte Panama, das jedoch keine klare Torszene mehr kreierte und zu allem Überfluss in der Nachspielzeit auch noch in einen Konter hineinlief: Semenyo schickte den auf der linken Seite durchstartenden Thomas-Asante auf die Reise, dessen flaches Zuspiel Caleb Yirenkyi aus kurzer Distanz zum 1:0-Siegtor über die Linie drückte.
Ghana – Panama 1:0 (0:0)
Ghana: Ati Zigi (46. Asare),-Senaya, Adjetey, Opoku, Mensah,-Owusu (78. Sibo), Yirenkyi,-Semenyo, Sulemana (58. Thomas-Asante), Nuamah (58. Fatawu),-Ayew (87. Adu)
Panama: Mosquera,-Murillo, Cordoba, Ramos, Andrade, Blackman (90. Godov),-Martínez (63. Londono), Harvey,-Barcenas, Rodriguez (74. Díaz),-Waterman (63. Fajardo)
Tor: 1:0 Yirenkyi (90+5.)
Foto: Getty Images

