Der Deutsche Fußball-Bund stellt die Weichen für die Zukunft. Knappe zwei Jahre nach seinem Abschied vom FC Liverpool übernimmt Jürgen Klopp das Amt des Bundestrainers. Der 59-Jährige tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an, der nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinale zurückgetreten war.
Bei seiner Antrittspressekonferenz in der Verbandszentrale in Frankfurt am Main zeigte sich der gebürtige Stuttgarter entschlossen. Für ihn schließe sich mit der Aufgabe beim DFB ein Kreis. Es sei der ideale Zeitpunkt für dieses Kapitel.
Vertragslaufzeit von Jürgen Klopp und Einigung mit Red Bull
Die Basis für die Zusammenarbeit schuf eine Einigung zwischen dem DFB und Klopps bisherigem Arbeitgeber Red Bull. DFB-Präsident Bernd Neuendorf bedankte sich bei den Verantwortlichen des Konzerns für die kooperative Lösung.
Klopps Vertrag läuft offiziell am 15. August an und ist langfristig bis nach der Weltmeisterschaft 2030 datiert. Das Jahresgehalt liegt im Bereich von rund sieben Millionen Euro. Damit bewegt es sich auf dem Niveau seines Vorgängers.
Entwicklung im Nachwuchs- und A-Bereich
Der neue Bundestrainer bremste überzogene Leistungserwartungen für die nahe Zukunft. Deutschland sei aktuell kein Top-Favorit auf der internationalen Bühne.
Klopp kündigte an, dass beim Neustart Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehe. Man müsse jeden Stein im DFB-Bereich umdrehen und Strukturen schrittweise festigen.
Ansage an die Berichterstattung
Während der Präsentation richtete Klopp deutliche Worte an die Medienvertreter. Er übte Kritik an der mitunter unsachlichen Berichterstattung nach dem erneuten WM-Enttäuschung.
Für die künftige Zusammenarbeit forderte er einen fairen Austausch auf Augenhöhe. Zudem stellte er klar, dass er eine klare Grenze ziehe, sollte seine Familie in die Öffentlichkeit gezogen werden.

