Eintracht Frankfurt möchte Stürmer Elye Wahi in diesem Sommer unbedingt abgeben – das war schon länger bekannt. Nun zeichnet sich ein konkreter Abnehmer ab: Laut Sky Sport CH hat OGC Nice den 23-Jährigen ganz oben auf der Wunschliste und erste Gespräche aufgenommen. Der Franzose selbst zeigt „großes Interesse“ an einem Wechsel an die Côte d’Azur.
Wahi war in der vergangenen Saison auf Leihbasis bei OGC Nice aktiv und überzeugte dort. Nun soll aus der Leihe ein fester Wechsel werden. Die Nizzaer wollen zunächst eine Einigung mit dem Spieler selbst erzielen, bevor die offiziellen Verhandlungen mit Frankfurt beginnen.
Leihe in Nizza als Sprungbrett
Wahi war als einer der größten Hoffnungsträger im vergangenen Sommer für rund 25 Millionen Euro von RC Lens zu Eintracht Frankfurt gewechselt – doch beim Bundesligisten lief es für den Angreifer nie richtig rund. Zu wenig Konstanz, zu wenig Tore, zu viel Erwartungsdruck. Der Klub verlieh ihn deshalb an OGC Nice, wo Wahi jedoch zuletzt wieder Fahrt aufnahm.
Die Leihe scheint ihr Ziel erreicht zu haben: Wahi wirkte wieder wie der Stürmer, der einst in Lens für Furore gesorgt hatte. Nizza zeigte sich beeindruckt – und prüft nun, ob man den Franzosen dauerhaft verpflichten kann. Wahi seinerseits hat laut Medienberichten kein Interesse daran, zurück nach Frankfurt zu kehren.
Frankfurt unter Zugzwang
Eintracht Frankfurt steht in diesem Transfersommer vor mehreren personellen Baustellen. Wahi ist dabei ein klarer Abgabekandidat. Die SGE braucht Einnahmen, um die eigenen Planungen voranzutreiben, und setzt auf einen Verkauf des Stürmers – im besten Fall ohne erneute Leihlösung.
Auch andere Klubs hatten zuletzt Interesse am Franzosen gezeigt. Im Juli kursierten Berichte über Anfragen aus der Türkei. Doch mit OGC Nice scheint nun ein Bewerber in den Vordergrund gerückt zu sein, der Wahi am besten kennt – und umgekehrt.
Ablöse und nächste Schritte
Wie hoch die Ablöse ausfallen wird, ist derzeit noch offen. Frankfurt hatte damals rund 25 Millionen Euro für Wahi bezahlt – ob die SGE diese Summe auch nur annähernd wieder hereinbekommt, hängt von den Verhandlungen ab. Nizza ist kein Großklub mit unlimitiertem Budget, dürfte aber durch die Leistungen Wahis in der eigenen Leihe eine realistische Einschätzung seines Marktwertes haben.
Der nächste Schritt liegt laut Bericht bei den Personen: Nizza will zuerst die Vertragsdetails mit Wahi klären, ehe man auf Frankfurt zugeht. Sollte der Spieler grünes Licht geben – was angesichts seines „großen Interesses“ wahrscheinlich scheint –, könnten die Verhandlungen zwischen den Klubs schnell Fahrt aufnehmen. Für Frankfurt wäre der Deal ein willkommenes Ende einer enttäuschenden Episode – für Wahi möglicherweise ein Neustart an einem Ort, der ihn bereits kennt und schätzt.

