Bärenstarke Anfangsphase: Mönchengladbach fegt Bielefeld vom Platz

Mönchengladbach Arminia Bielefeld
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News | Am Sonntagabend traf Borussia Mönchengladbach die formstarke Arminia aus Bielefeld. Die favorisierte Heimmannschaft bot vor allem im ersten Abschnitt eine blitzsaubere Leistung, wo sie die Grundstein zum in der Höhe verdienten 5:0-Erfolg legte.

Mönchengladbach wie aufgedreht

Die Fohlen legten einen Start nach Maß hin. Sie kombinierten sich wunderbar über Denis Zakaria und Hannes Wolf aus dem Pressing der Ostwestfalen, dann setzte Stefan Lainer von der rechten Seite Breel Embolo in Szene, dessen Abschluss noch leicht abgefälscht wurde und im Netz landete – 1:0 (6.). Keine 120 Sekunden später hätte der Schweizer, der zuvor letztmals im Hinspiel traf, beinahe nachgelegt. Seinen Kopfball parierte Stefan Ortega hervorragend. Die Borussia blieb danach tonangebend. Eine Viertelstunde war vorüber, als Marcus Thuram eine Hereingabe von Wolf – durch die Beine von Ortega – zum 2:0 verwertete. Es kam noch schlimmer für die Gäste. Christian Gebauer stoppte den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand, weshalb Schiedsrichter Robert Hartmann direkt auf Strafstoß entschied. Ramy Bensebaini trat an und verwandelte souverän zum 3:0 nach gespielten 18 Minuten.

 

Die Mannschaft vom scheidenden Trainer Marco Rose ließ nicht locker. In der 25.Minute scheiterte Thuram aus sieben Metern an Ortega, der erneut eine tolle Reaktion zeigte. Bielefeld erarbeitete sich dagegen nur Halbchancen und war mit dem Halbzeitergebnis sogar noch gut bedient. Denn Mönchengladbach verwaltete die klare Führung inzwischen hauptsächlich. Lediglich der umtriebige Wolf vergab in Minute 42 aus halbrechter Position noch eine aussichtsreiche Gelegenheit.

Mönchengladbach Bielefeld

Breel Embolo widmete das 1:0 seinem Mitspieler Mamadou Doucoure, der sich erneut einen schwerwiegenden Achillessehnenriss zuzog. (Photo: Imago)

Mönchengladbach zeigt Bielefeld die Grenzen auf

Arminia-Coach Frank Kramer tauschte zur Pause doppelt. Fabian Kunze und Andreas Voglsammer kamen in die Partie. Der Tabellen-15. trat agiler auf. In der 53.Minute musste Yann Sommer erstmals sein Können unter Beweis stellen, indem er einen Distanzschuss von Arne Maier gekonnt über den Querbalken lenkte. Wenig später verhinderte der Schweizer Nationaltorwart mit einer Glanzparade gegen Gebauer das mögliche Anschlusstor. Die Großchance entsprang aus dem bis dato besten Angriff der Ostwestfalen. (61.). Mönchengladbach baute dagegen einige Nachlässigkeiten ein. Embolo schenkte eine Riesenchance leichtfertig her, da er sich frei vor Ortega für einen Querpass entschied und diesen nicht zum Mitspieler brachte. In der 69.Minute machte es der Angreifer besser. Einen wunderschönen Spielzug, den Embolo durch Doppelpässe mit Thuram, Wolf und Zakaria gestaltete, vollendete er per Flachschuss – 4:0.

Anschließend plätscherte das Geschehen keineswegs nur vor sich hin. Die Borussia trat weiter aufs Gaspedal, während sich Bielefeld vor allem auf Schadenbegrenzung fokussierte. Embolo hätte sein Torkonto noch erhöhen können, doch der beste DSC-Akteur Ortega stand auch diesmal im Weg. In der 85.Minute trug sich der eingewechselte Alassane Plea mit einem überlegten Versuch aus 20 Metern ebenfalls in die Torschützenliste ein. Wolf und Zakaria näherten sich sogar noch dem halbe Dutzend an, scheiterten allerdings am bemitleidenswerten Ortega.

Am kommenden Wochenende sind beide Vereine aufgrund der DFB-Pokal-Halbfinals spielfrei. Dann tritt Borussia Mönchengladbach, das Rang sieben verteidigte, beim FC Bayern München an. Auf Arminia Bielefeld wartet das wegweisende Kellerduell bei Hertha BSC.

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Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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