Bundesliga: Vorentscheidung im Kampf um die Relegation? Das Streitgespräch

Stuttgart Bundesliga Relegation
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Die Saison 2021/22 in der Bundesliga neigt sich ihrem Ende zu. Drei Spieltage vor dem Ende sind erste Entscheidungen gefallen. Der FC Bayern ist Meister, Greuther Fürth abgestiegen. Im Kampf um die Relegation und den direkten Nichtabstieg geht es aber noch heiß her. 

Bundesliga: Wieder direktes Duell im Abstiegskampf

Brisant macht den Abstiegskampf in der Bundesliga auch die Tatsache, dass es von direkten Duellen nur so wimmelt. Am Wochenende ist das erneut der Fall, denn am Samstag treffen Arminia Bielefeld und Hertha BSC aufeinander. Parallel dazu spielt der VfB Stuttgart zuhause gegen den VfL Wolfsburg. Für die Schwaben kann das ein immens wichtiges Duell sein, denn vergangenen Spieltag gab es eine über weite Strecken der ersten Halbzeit sehr trostlose Leistung und eine 0:2-Niederlage in Berlin. Dadurch hat Hertha den Kopf ein wenig aus der Schlinge gezogen und ist derzeit mit dem FC Augsburg zusammen auf Kurs direkter Nichtabstieg.



Die aktuelle Tabelle der Bundesliga

Stuttgart und Bielefeld kämpfen indes aktuell noch um die Relegation, auch wenn diese für die beiden anderen Klubs noch nicht außer Reichweite ist. Stuttgart hat 28, Bielefeld 26 Punkte auf dem Konto. Die Schwaben hätten also die Chance, vor allem wenn es Schützenhilfe aus Berlin gibt, eine Vorentscheidung herbeizuführen. Aber es sei dazu gesagt, dass die Stimmung beim VfB nach der erneuten Niederlage zumindest nicht brillant ist. In Bielefeld gilt das nach der Niederlagenserie und dem Trainerwechsel aber ebenfalls. Die Situation ist zumindest für Außenstehende extrem spannend. Fällt eine Vorentscheidung?

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Stuttgart setzt sich im Kampf um die Relegation ab

Für den VfB lief es in der Bundesliga zuletzt etwas holprig. Gerade offensiv hatten die Schwaben Sand im Getriebe. Was ihnen Hoffnung macht: Der Faktor Heimspiel. Unvergessen bleiben die Auftritte gegen Gladbach und den FC Augsburg vor eigenem Publikum, in denen der VfB jeweils einen Rückstand zur Pause in einen 3:2-Sieg verwandelte. Gegen den VfL Wolfsburg werden die Fans der Mannschaft mehr denn je zusätzlichen Rückenwind geben.

Dazu geht es gegen einen Gegner, der die Inkonstanz neu erfunden hat. Bei keinem Klub wechselten sich Licht und Schatten in den letzten Wochen derart ab wie das bei den Wölfen der Fall war. Gerade auswärts hat die Mannschaft enorme Probleme, kassierte zuletzt ein 1:6 in Dortmund, zuvor ein 0:3 in Augsburg. Zudem geht es für den VfL sportlich praktisch um nichts mehr, der Abstieg ist nur noch rechnerisch und mit viel (Nicht-)Wohlwollen möglich. Stuttgart wird die Partie gewinnen und einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Für den direkten Konkurrenten aus Bielefeld sehe ich dagegen keine allzu großen Hoffnungen mehr. Die Arminia hat sieben ihrer letzten acht Spiele verloren, erzielte dabei ganze zwei (!) Tore. Am Samstag kommt mit der Hertha ein Gegner auf die Alm, der mit zwei Zu-Null-Siegen im Gepäck reichlich Selbstvertrauen mitbringt. Sowohl in Augsburg (1:0) als auch zuletzt gegen Stuttgart (2:0) wusste die „Alte Dame“ defensiv zu überzeugen, verschob gut gegen den Ball und machte dem Gegner die Räume eng. Eine Herangehensweise, die den offensiv harmlosen Bielefeldern so ganz und gar nicht liegt. Neben dem VfB wird auch die Hertha einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Bielefeld dagegen muss in den beiden verbleibenden Saisonspielen fünf Punkte Rückstand aufholen, steht nur noch mit einem halben Bein in der Bundesliga.

Michael Bojkov

Alles bleibt unverändert: Die Bundesliga bleibt im Drama-Modus

Zweifelsohne sieht es für Arminia Bielefeld derzeit nicht überragend aus und auch der Effekt des Trainerwechsels stellte sich am ersten Spieltag nach der Kramer-Entlassung nicht ein, aber durch die VfB-Niederlage wurde zumindest im Kampf um Rang 16 nichts verloren. Nun geht es zuhause gegen Hertha BSC, eine Mannschaft, die derzeit vor allem durch Kompaktheit glänzt, die Räume eng macht und offensiv nur Nadelstiche setzt. Bielefeld hatte zuletzt vor allem dann Probleme, wenn die Abwehr einem dauerhaften Druck ausgesetzt wurde. Dieser ist nicht zu erwarten, zumal Hertha BSC mit einem Punkt im Gepäck durchaus zufrieden nach Hause fahren dürfte. An einen Sieg von Bielefeld will ich aber trotzdem nicht glauben, zu groß sind aktuell auch die Defizite im Spiel nach vorne, selbst wenn es Räume gibt.

Gleichzeitig traue ich dem VfB Stuttgart in der aktuellen Situation nicht zu, gegen Wolfsburg einen Patzer zu nutzen. Sicher, Wolfsburg ist unberechenbar und kann selbst nach einem 5:0 gegen Mainz, bei dem in der ersten Halbzeit fast alles nach Plan lief, wieder eine Leistung zeigen, die Fragen aufwirft, aber Stuttgart fehlten zuletzt auch die Elemente, die die Schwaben in der Phase des kurzen Aufschwungs in der Rückrunde stark machten. Trainer Pellegrino Matarazzo (44) war nach der letzten Partie zurecht sauer, der Auftritt in Berlin war nicht gut. Der Druck stieg durch die Leistung und das Resultat, die Frage ist nun, wie die Mannschaft die nicht für den Kampf gegen den Abstieg zusammengestellt wurde, damit umgeht. Ich denke, dass sowohl Bielefeld als auch Stuttgart nicht gewinnen. Nächste Chance: 33. Spieltag.

Manuel Behlert 

(Photo by Maja Hitij/Getty Images)

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