Bremen schlägt Bielefeld im Abstiegsduell – Sargent und Möhwald treffen

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News | Arminia Bielefeld ist im Nachholspiel gegen Werder Bremen der Sprung auf Platz 15 nicht gelungen. Die Gastgeber von der Alm mussten am Mittwochabend eine 0:2 (0:0) gegen effiziente Werderaner hinnehmen.

Bielefeld dominiert Bremen, klare Torchancen aber Mangelware

Die Begegnung fing mit einem hohem Grundtempo an, besonders Gastgeber Arminia Bielefeld kam dynamisch und zielstrebig daher. Bereits in der 6. Minute hatte Innenverteidiger Amos Pieper die Chance auf die Führung, doch bekam er aus freier Position nicht genug Druck hinter seinen Kopfball. Werder Bremen hatte immer wieder Probleme mit dem hohen Anlaufen der Arminen und verzeichnete in der Anfangsviertelstunde auffällig viele Ballverluste. Klare Torchancen waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Bremen behauptete sich in den Folgeminuten und konnte das Spielgeschehen immer weiter ins Mittelfeld verlagern, wo sich die Teams viele Zweikämpfe lieferten.

Bielefeld blieb insgesamt etwas präsenter, hatte deutlicher mehr Ballbesitz, beiden Teams ging die Zielstrebigkeit nach vorne aber gänzlich ab. So wirkte die Begegnung rund um die 25. Minute recht zerfahren, der Kampf wurde das immer prägendere Stilmittel. Erst in der 29. Minute kam Ritsu Doan wieder zu einer guten Gelegenheit, doch Werder-Verteidiger Ömer Toprak blockte dessen Schuss aus kurzer Distanz im letzten Moment noch ab. Das wäre sonst die Führung für den Aufsteiger gewesen. Die Bremer begrenzten ihr Spiel weiterhin aufs Kontern, das trug jedoch keine Früchte. Trainer Florian Kohfeldt konnte mit der Leistung seiner Mannschaft eigentlich nicht zufrieden sein, da diese immer zurückhaltender wurde. Ein geordneter Spielaufbau aus der Abwehr heraus fand nicht statt.

Zwar ging es torlos in die Halbzeitpause, die Bielefelder Dominanz war jedoch unstrittig – in Zahlen: 65 Prozent Ballbesitz, neun zu zwei Schüsse, 56 Prozent gewonnene Zweikämpfe.

Sargent bringt Bremen in Führung, Möhwald legt 2:0 nach

Die Kabinenansprache Kohfeldts muss jedoch Wirkung gezeigt haben, denn in der 46. Minute ging Bremen völlig überraschend in Führung. Milot Rashica trieb den Ball nach vorne und spielte ihn in die Strafraummitte. Dort fälscht Pieper unglücklich ab, sodass Josh Sargent das Leder noch über die Linie drücken kann. Eine 1:0-Führung aus dem Nichts. Bielefeld musste sich in den Minuten darauf etwas schütteln, kam in der 53. Minute aber durch den sehr präsenten Doan und den Nachschuss von Marcel Hartel zu einer guten Doppelchance. Da die Arminia nun zu noch mehr Offensive gezwungen war, wurde das Spiel zwangsläufig offener.

Foto: IMAGO

Um die 60. Minute herum begannen die fröhlichen Wechselspiele auf beiden Seiten. DSC-Trainer Frank Kramer brachte u.a. Kapitän und Sturmtank Fabian Klos in die Begegnung. Da sich beide Teams daraufhin erst einmal wieder ordnen mussten, verstrichen einige ereignislose Minuten zugunsten der Werderaner. Einer der Joker – Bielefelds Nathan de Medina – musste die Partie in der 70. Minute wieder verlassen. Nach einem Foul an Niclas Füllkrug und einer anschließenden VAR-Prüfung wurde auf glatt Rot entschieden. In der 75. Minute lieferte Kevin Möhwald mit seinem Treffer zum 2:0 dann den nächsten Nackenschlag für die Arminia und sein eigenes Team hingegen auf die Siegerstraße. Vorausgegangen war ein ansehnlicher Angriff über Vorbereiter Maximilian Eggestein.

Die Gastgeber von der Alm liefen daraufhin unerschütterlich an und hatten noch einige Gelegenheiten, aber ohne Erfolg. Arminia Bielefeld verliert mit 0:2 gegen ein sehr effizientes Werder Bremen und bleibt damit auf Platz 16. Bremen hingegen trennen durch den Sieg bereits elf Zähler vom Relegationsrang, mit nun 30 Punkten wird der Klassenerhalt immer wahrscheinlicher.

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Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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