Bundesliga | Früh und spät: Leverkusen kontert Stuttgarter Treffer – und verkürzt Rückstand auf den BVB

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News | Leverkusen gegen Stuttgart hieß das Topspiel des 22. Bundesliga-Spieltags. Nach 90 Minuten stand ein 4:2 für die Werkself, bei dem es vor allem zu Beginn und Ende des zweiten Durchgangs spektakulär wurde.

Diaby im zweiten Versuch: Leverkusen führt zur Pause

Vergangenes Wochenende holte Leverkusen ein fulminantes 5:2 in Dortmund, während sich der VfB der Eintracht aus Frankfurt knapp 0:2 geschlagen geben musste. Beim Spiel in Leverkusen mussten die Stuttgarter abermals auf Saša Kalajdžić verzichten, der mit Wadenproblemen fehlte. Seinen Platz nahm Neuzugang Tiago Tomás ein. Waldemar Anton fehlt mit COVID-19. Für ihn begann Pascal Stenzel. Außerdem stand Atakan Karazor für Philipp Förster, der vorerst auf der Bank Platz nahm.

 



 

Auch Gerardo Seoane nahm drei Wechsel vor. Lukáš Hrádecký kehrte nach überstandener COVID-19-Infektion ins Tor zurück. Edmond Tapsoba, der erst kürzlich noch mit Burkina Faso beim Afrika Cup das Spiel um Platz 3 erreichte, spielte für den grippal infizierten Jonathan Tah und vorne rückte Amine Adli für Karim Bellarabi in die Mannschaft.

Stuttgart kommt über Momente, Diaby belohnt dominante Leverkusener

Damit in medias res. 6. Minute, Stuttgart musste in Unterzahl auskommen, weil Karazor behandelt werden musste. Wirtz versuchte, den Ball im Strafraum festzumachen. Der Ball kam zu Patrik Schick, dessen Abschluss über das Tor ging. Karazor konnte im Übrigen weitermachen.

Leverkusen war in den Anfangsminuten die dominantere Mannschaft, wenngleich es Stuttgart geschickt verteidigte. So dauerte es 13 Minuten, bis sich die Gastgeber erstmals aussichtsreich nach vorne kombinieren konnten. Moussa Diaby dribbelte sich durch die gesamte Stuttgarter Hintermannschaft und hatte noch das Auge für Schick. Der Außenpfosten rettete für Florian Müller.

Nach 21 Minuten wurden auch die Schwaben erstmals offensiv. Silas ließ im Dribbling zwei Mann stehen und steckter perfekt für Chris Führich durch, der die Kugel allerdings nicht mehr an Hrádecký vorbeistochern konnte. Jeremie Frimpong setzte den Stuttgarter zuvor auch gut unter Druck.

Der VfB hatte offensiv zwar nicht viel zu bieten, aber die Momente, die sie hatten, waren aussichtsreich. 28. Minute, Orel Mangala schickte Tiago Tomás in den Strafraum, der nach einer Körpertäuschung von halblinks den Querbalken traf. 1:1 nach Aluminiumtreffern.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Leverkusener jedoch immer stärker. 34. Minute, Robert Andrich spielte einen punktgenauen Steilpass auf den einlaufenden Florian Wirtz, der Florian Müller auf engstem Raum bezwingen konnte, dabei einen Meter abseits stand. Weiter 0:0.

Nur zwei Minuten später zündete Amine Adli den Turbo und bediente von der Grundlinie Florian Wirtz. Dinos Mavropanos blockte im allerletzten Moment.

Die Einschläge kamen immer näher. 39 Minuten und 59 Sekunden lang ging Stuttgarts Defensivtaktik auf. Dann spielte Andrich steil auf Moussa Diaby, dessen erster Versuch noch geblockt werden konnte. Letztendlich konnten weder Hiroki Ito, noch Mavropanos oder Karazor verhindern, dass Diaby nochmal in Ballbesitz kam und oben links traf. 41. Minute, die verdiente Führung, mit der es auch in die Pause ging.

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Ganz früh und ganz spät – Leverkusen kontert Stuttgarter Treffer

Ohne Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten dieses Topspiels. Also, ohne personelle. Bereits nach vier Minuten gab es eine auf der Anzeigetafel: Nach einem Fehlpass von Florian Wirtz brachte Borna Sosa den Konter ins Rollen. Führich zündete den Turbo über links und bediente Mangala, der mit einer sehenswerten Körpertäuschung für Tiago Tomás durchsteckte. Die Sporting-Leihgabe versenkte wuchtig aus spitzem Winkel. 49. Minute, 1:1.

Allerdings hielt die Stuttgarter Herrlichkeit für ziemlich genau zwei Minuten und 37 Sekunden. Kerem Demirbay brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in die Mitte, wo Amine Adli seine 1,74 Meter in Position brachte und per Kopf die Leverkusener Führung wiederherstellte. Das 56. Tor für Leverkusen in dieser Saison. Das sind nicht nur drei mehr als in der gesamten Vorsaison, sondern auch neuer Vereinsrekord nach 22 Spieltagen.

Leverkusen versuchte nun, die Stuttgarter unter Druck zu setzen, gewann immer wieder früh die zweiten Bälle. In Minute 59 ergab sich so eine Schusschance für Kerem Demirbay – rechts am Tor vorbei.

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Photo by Christof Koepsel/Getty Images

Ansonsten verwaltete Leverkusen die Führung souverän, das Spiel gönnte sich seine Ruhepausen. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde Leverkusen wieder aktiver, Wirtz chippte die Kugel in den Sechzehner, wo Diaby zum Volley ansetzte. Florian Müller parierte.

In Minute 86 konnte auch er nichts mehr ausrichten. Jeremie Frimpong wurde rechts vor dem Strafraum nur halbherzig angegriffen und nahm Charles Aranguiz mit. Der Chilene bediente Florian Wirtz und Leverkusens Toptalent wählte Genauigkeit vor Schärfe, sodass der Ball fast in Zeitlupe über die Linie kullerte. 3:1. Entscheidung?

Drei Tore in vier Minuten: Schick vollendet das Spektakel

Noch nicht. Denn in Minute 88 kombinierten sich Führich und der eingewechselte Alexis Tibidi an die Grundlinie. Tibidi zog aus spitzem Winkel ab und traf den Pfosten, Tiago Tomás staubte ab. Doppelpack.

Doch auch dieser Treffer hatte nicht lange Bestand. Paulinho setzte sich am Sechzehner stark durch und dann rechts Wirtz in Szene, der nicht auf den Schlenzer ging, sondern das Auge für Patrik Schick hatte. Jetzt war es die Entscheidung.

Mit diesem Sieg verkürzt Leverkusen den Rückstand auf Borussia Dortmund, das am morgigen Sonntag an die alte Försterei reist, auf zwei Punkte. Kommende Woche geht es für die Werkself nach Mainz. Da Leverkusen seine Gruppe gewinnen konnte, müssen sie am Donnerstag nicht in der Europa League antreten.

Für Stuttgart hingegen ist die Niederlage noch verschmerzbar, weil auch Augsburg auf dem Relegationsplatz 2:3 in Mönchengladbach unterlag. Der Rückstand beträgt weiterhin vier Zähler. Am 23. Bundesliga-Spieltag empfangen sie allerdings den VfL Bochum, der einen fulminanten 4:2-Sieg gegen den FC Bayern feiern konnte.

Der Endstand aus der BayArena: Bayer Leverkusen 4, VfB Stuttgart 2.

 

Photo by UWE KRAFT/AFP via Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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