Bundesliga | Bayern gewinnt Spektakel in Berlin, Kohfeldts Debüt glückt, BVB souverän

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News | Die Bundesliga-Saison 2021/22 ist in der Zweistelligkeit angekommen! Spieltag 10 bot unter anderem ein Bayern-Spektakel an der alten Försterei zu bieten, ein gelungenes Trainerdebüt sowie Siege des BVB und des SC Freiburg

Bayern überrollt Union, Hazard lässt BVB durchatmen, Freiburg souverän

An interessanten Duellen mangelte es diesem Samstagnachmittag keineswegs. Borussia Dortmund empfing den 1. FC Köln, zudem traf Bayer Leverkusen auf Wolfsburg, bei denen Florian Kohfeldt sein Debüt als Cheftrainer gab. Und es galt die Frage zu beantworten, wie der FC Bayern München auf das 0:5-Pokalaus in Mönchengladbach reagieren würde. Für den Rekordmeister ging es an die alte Försterei.

Die ersten Minuten konnten sich durchaus sehen lassen. Die Münchener kamen durch Leroy Sané zu einigen guten Abschlüssen. Der erste in Minute 7 ging noch rechts vorbei. Den zweiten blockte U21-Europameister Paul Jaeckel im Strafraum mit dem ausgestreckten Arm. Harm Osmers zeigte sofort auf den Punkt. Robert Lewandowski ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, die Seinen nach einer Viertelstunde in Führung zu bringen.

 



 

Fast zeitgleich ging der 1. FC Köln in Führung, Mark Uth setzte sich gegen Marin Pongračić durch und versenkte aus rund zwölf Metern. Dabei nahm er jedoch den Arm zuhilfe – kein Tor.

Das gab es dafür im zweiten Bundesligaspiels des Europa-Park-Stadions zu Freiburg: 20 Minuten waren gespielt, als Lucas Höler eine Flanke in die Mitte brachte. Allerdings waren sowohl Woo-Yeong Jeong, als auch Vincenzo Grifo eine gute Autostunde entfernt. Simon Asta wollte den Ball per Kopf klären, beförderte ihn jedoch in den Winkel.

Nach 22 Minuten brachte Robin Knoche Lewandowski kurz vor dem Strafraum zu Fall. Joshua Kimmich tickte den Freistoß kurz an, Thomas Müller legte wieder zurück zu Lewandowski, der maßgenau neben den rechten Pfosten zirkelte – 0:2. Die Münchener wieder voll auf Kurs.

Und das war nach 25 Minuten auch Mainz 05: Nach einer Finte von Jae-Sung Lee kam Karim Onisiwo an den Ball, Stefan Ortega konnte den ersten Versuch noch parieren, ließ aber abprallen, sodass Lee nachsetzten und einschieben konnte.

Sané sorgt für klare Verhältnisse, Laursen gleicht aus

Währenddessen legte der FC Bayern an der alten Försterei nach: 35. Minute, Kingsley Coman flankte von der rechten Seite, Müller lenkte die Kugel so ab, dass Andreas Luthe sie passieren lassen musste. Leroy Sané musste nur noch einschieben. In Gladbach verzeichnete der FC Bayern nach 35 Minuten den ersten Torschuss, hier das 0:3. Für Union hingegen lag in der Bundesliga erstmals in einem Heimspiel nach 35 Minuten mit drei Toren zurück. Alles klar also? Mal sehen.

Vorerst erhöhte Freiburg auf 2:0: Nach 39 Minuten schlug Grifo einen Eckball auf den kurzen Pfosten. Dort kam Nicolas Höfler zum Kopfball, weil er das Duell gegen Sebastian Griesbeck gewann. Vom Pfosten flipperte die Kugel zu Torhüter Marius Funk und ins Tor.

Borussia Dortmund tat sich reichlich schwer mit dem 1. FC Köln, war über Teile der ersten Halbzeit sogar unterlegen. Für die Führung reichte es trotzdem, weil ein langer Ball von Manuel Akanji fünf Minuten vor der Pause bei Julian Brandt landete, der per Kopf auf Jude Belligham weiterleitete. Der englische Nationalspieler flankte butterweich in die Mitte, wo Thorgan Hazard – von der Effzeh-Abwehr völlig alleingelassen – ins lange Eck köpfen durfte.

Wie Köln war auch Mainz die dominante Mannschaft in der ersten Hälfte, wie Köln fingen auch sie sich den Gegentreffer: Alexander Hack brachte Fabian Klos zu Fall, die Szene lief allerdings weiter, Manuel Prietl setzte nach. So kam der Ball zu Jacob Laursen, der aus rund 15 Metern zum Ausgleich versenkte.

Zwei Minuten vor der Pause fand auch Union den Weg auf die eigene Anzeigetafel: Christopher Trimmel bediente Genki Haraguchi, der sich geschickt drehte und mit einer perfekten Flanke Niko Gießelmann, der aus rund acht Metern direkt abzog und Manuel Neuer im kurzen Eck überwand. Keine zwei Minuten später stand Sheraldo Becker frei vor Neuer und verkürzte auf 2:3. Allerdings stand er auch abseits. Weiter 1:3.

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Müller besiegelt das Bayern-Spektakel, Wolfsburg und BVB gewinnen

Den ersten Akzent nach der Pause setzte der VfL Wolfsburg: 48. Minute, Dodi Lukébakio wurde links steilgeschickt, setzte sich durch und servierte in die Mitte. Die Hereingabe war noch leicht abgefälscht, sodass Lukas Nmecha, der nur noch einschieben musste. Und der VfL legte direkt nach: Erneut ging es über links, diesmal mit Paulo Otavio. Wolfsburgs Nummer 6 flankte nach innen, Lukáš Hrádecký konnte den Kopfball Nmechas noch parieren, Kerem Demirbay blockte den Rebound von Yannick Gerhardt. Doch die Leverkusener bekamen die Situation nicht geklärt, sodass Maximilian Arnold den dritten Versuch aus gut 15 Metern unter den Querbalken befördern – 0:2!

An der alten Försterei war Union dicht dran am Anschlusstreffer. Es war allerdings der FC Bayern, der nach einer Stunde auf 4:1 erhöhte: Müller bediente Coman, der von rechts davonzog und aus gut 15 Metern halbrechter Position in den rechten Winkel vollendete. Doch Union hatte dieses Spiel noch lange nicht abgeschrieben: 64. Minute, der eingewechselte Kevin Behrens setzte sich an der Grundlinie gegen Niklas Süle durch und legte zurück zum ebenfalls eingewechselten Julian Ryerson, der nur noch einschieben musste.

Dortmund Köln Bundesliga

Photo by Joosep Martinson/Getty Images

Nahezu zeitgleich legte der BVB nach: Brandt schlug einen Eckball auf den ersten Pfosten. Dort gewann Steffen Tigges das Kopfballduell gegen Jan Thielmann und köpfte zu seinem ersten Bundesligator ein.

In der 69. Minute holte sich Mainz die Führung zurück: U21-Europameister Amos Pieper verlor einen Zweikampf gegen Jonathan Burkardt, einen anderen U21-Europameister. Der Mainzer Stürmer, derzeit sowieso in Topform, ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und stellte auf 1:2.

Eine Viertelstunde vor Schluss verkürzte Greuther Fürth: Branimir Hrgota flankte von links auf Jamie Leweling, der Christian Günter stehen ließ und frei vor Mark Flekken vollendete. Die Fürther Hoffnung war allerdings nur von kurzer Dauer, da Grifo in der 79. Minute per Elfmeter auf 3:1 erhöhte.

Auch die Unioner schienen an diesem Abend vergeblich auf Zählbares zu hoffen: 79. Minute, der eingewechselte Dayot Upamecano machte sich von links auf und davon. 20 Meter vor dem Tor setzte er mit einem äußerst intelligenten Zuspiel Thomas Müller in Szene. Der Nationalspieler schlug noch einen Haken und schlenzte zum 2:5 ins lange Eck.

Der Schlussgong des Samstagnachmittags gehörte den Leverkusenern: Maxence Lacroix hielt den durchstartenden Lucas Alario im Strafraum und brachte den Argentinier zu Fall, Deniz Aytekin entschied sofort auf Elfmeter und Platzverweis. Der Gefoulte trat selbst an – verpasste es allerdings zu verkürzen. So blieb es beim 2:0 für Wolfsburg. Die Ergebnisse.

Union Berlin 2:5 FC Bayern
Tore: 0:1 Lewandowski (15′, Elfm.), 0:2 Lewandowski (23′), 0:3 Sané (35′), 1:3 Gießelmann (43′), 1:4 Coman (60′), 2:4 Ryerson (64′), 2:5 Müller (79′)

Borussia Dortmund 2:0 1. FC Köln
Tore: 1:0 Hazard (40′), 2:0 St. Tigges (63′)

Bayer Leverkusen 0:2 VfL Wolfsburg
Tore: 0:1 L. Nmecha (48′), 0:2 Arnold (51′)
Bes. Ereignisse: Rote Karte M. Lacroix (90’+5), Vergebener Elfmeter Alario (90’+6)

SC Freiburg 3:1 SpVgg Greuther Fürth
Tore: 1:0 S. Asta (ET, 20′), 2:0 Höfler (39′), 2:1 J. Leweling (74′), 3:1 Grifo (79′, Elfm.)

Arminia Bielefeld 1:2 Mainz 05
Tore: 0:1 J.-S. Lee (25′), 1:1 J. Laursen (42′), 1:2 J. Burkardt (68′)

Photo by Boris Streubel/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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