Bundesliga | Später Doppelschlag! Bellingham und Dahoud drehen das Spiel in Frankfurt

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News | Am 18. Bundesliga-Spieltag empfing Eintracht Frankfurt Borussia Dortmund zum Topspiel. Nach einer wilden Partie, in der Frankfurt zwischenzeitlich 2:0 führte, gewann der BVB dank einer klaren Leistungssteigerung 3:2.

Doppelter Borré beschert Frankfurt gelungenen Start ins Jahr

Vor Weihnachten fuhr Eintracht Frankfurt einen 1:0-Erfolg gegen Mainz 05 ein, während der BVB überraschend 2:3 bei der Hertha unterlag. Das Spiel im Signal-Iduna-Park gewannen die Dortmunder 5:2.

 



 

Personell entschied sich Oliver Glasner für eine Dreierkette in der Defensive mit Tuta, Martin Hinteregger sowie Evan N’Dicka, Timothy Chandler und Filip Kostić davor auf den Außen. Ajdin Hrustić und Sebastian Rode bearbeiteten den Maschinenraum. Vorne, wie immer Jesper Lindstrøm, Daichi Kamada sowie Rafael Santos Borré.

Beim BVB fehlten Manuel Akanji (Aufbautraining), Mateu Morey (schwere Knieverletzung), Giovanni Reyna (Aufbautraining), Marcel Schmelzer (Reha nach Knieverletzung), Marius Wolf und Dan-Axel Zagadou (beide COVID-19). Marco Rose bot eine Defensive mit Raphaël Guerreiro und Mats Hummels auf, Erling Haaland in vorderster Front und hinter ihm eine Dreierreihe mit Donyell Malen, Kapitän Marco Reus und Julian Brandt.

Dortmund beginnt gut – und verliert nach Borrés Doppelpack den Faden

Den besseren Beginn erwischte diesmal Borussia Dortmund. Bereits in der 2. Minute bediente Mats Hummels Thomas Meunier mit einem wohltemperierten Steilpass. Der Belgier zog aus spitzem Winkel ab. Kevin Trapp rettete im Verbund mit dem Gestänge.

Zwei Minuten später zog Erling Haaland im Strafraum bretthart ab, Trapp parierte sicher. In der ersten Viertelstunde schien der BVB-Treffer keine Frage, des Ob zu sein, sondern nur des Wann.

Dann kam die 15. Minute, die Eintracht bekam einen Freistoß aus dem linken Halbfeld. Filip Kostić servierte – und fand in der Mitte Rafael Santos Borré, der vor dem etwas zu passiven Jude Bellingham zum Abschluss kam. Gregor Kobel war noch am Ball, konnte den Treffer aber nicht mehr verhindern.

Die Führung gab Frankfurt sichtlich Selbstvertrauen, sie waren nun endgültig in diesem Spiel und dem Fußballjahr 2022 angekommen. 24. Minute, Kostić spielte einen scharfen Pass in die Mitte zu Daichi Kamada, den alle in schwarzgelb vergessen haben. Marco Reus versuchte sich an der Balleroberung, legte jedoch unfreiwillig für Rafael Santos Borré auf, der sich noch einmal drehte und flach, links unten auf 2:0 erhöhte.

Dieser Treffer hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Bis zur Pause war Frankfurt dem 3:0 näher, als Dortmund dem Anschlusstreffer. 30. Minute, die Eintracht hält einen Eckball scharf, Martin Hinteregger schlug zunächst beim Versuch eines Volleys ein Luftloch, der zweite Ball landete bei Jesper Lindstrøm, dessen scharfe Hereingabe Evan N’Dicka mit der Brust an den linken Pfosten setzte.

Vier Minuten später spielte Mahmoud Dahoud einen hanebüchenen Querpass im Mittelfeld, den Lindstrøm erlief und so ein Zwei-gegen-Zwei kreierte. Die Anspielstation Kamada stellte der BVB gut zu, sodass der Däne selbst zum Abschluss gezwungen war – Außennetz.

Erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit kam Dortmund mal wieder zu einer guten Gelegenheit. Julian Brandt brachte einen Eckball in die Mitte. Den Kopfball von Mats Hummels parierte Trapp noch herausragend. Donyell Malen setzte nach, traf jedoch nur den linken Pfosten. So nahm die Eintracht das verdiente 2:0 mit in die Kabine.

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Frankfurt zu passiv – Dortmund dreht das Spiel

Ohne Wechsel ging es in die zweite Halbzeit, in der Eintracht Frankfurt nur ein Ziel hatte: Mit dem 3:0 die Geschichte endgültig klarmachen. 47. Minute, Lindstrøm zog von rechts nach innen, verpasste Emre Can den Beinschuss, sodass er frei vor Gregor Kobel auftauchen konnte. Dabei zog Frankfurts Nummer 29 allerdings einen Tick zu früh auf, sodass der BVB-Keeper den zentralen Schuss antizipieren und sicher parieren konnte. Eine Chance, die man aus SGE-Sicht nicht zwingend vergeben muss.

Der BVB musste nun mehr riskieren und wurde nach gut einer Stunde zwingender. Erling Haaland kam im Strafraum aus der Drehung zum Abschluss – knapp rechts vorbei. Eine Minute später legte Marco Reus für Julian Brandt ab, dessen Abschluss diesmal links vorbei ging.

Bundesliga Frankfurt Dortmund

Photo by Matthias Hangst/Getty Images

In der 68. Minute durfte sich Dortmund erneut bis in den Strafraum kombinieren. Dahoud behauptete sich gegen mehrere Frankfurter mit einem Haken, nahm Guerreiro mit. Über Reus kam der Ball erneut zu Dortmunds Linksverteidiger, dessen Abschluss allerdings relativ klar vorbei ging.

Frankfurt ließ sich viel zu weit hinten reindrängen – und kassierte in Minute 71 den Anschlusstreffer. Reus bediente Haaland, der sich drehen und für den durchstartenden wie eingwechselten Thorgan Hazard auflegen durfte. Durch die Beine von Trapp holte er den BVB zurück ins Spiel.

Bellingham und Haaland drehen die Partie spät

Dortmund blieb nun dran. Fünf Minuten nach dem Treffer dribbelte sich Donyell Malen gegen drei Mann nach vorne. Aus spitzem Winkel zog der Niederländer ab – Trapp war im kurzen Eck zur Stelle. Im Gegenzug gab es dieselbe Szene auf der anderen Seite. Doch auch Kobel parierte gegen Filip Kostić.

Die dominante Mannschaft dieses zweiten Durchgangs war allerdings Borussia Dortmund. In der 86. Minute kamen sie auch zum verdienten Ausgleich. Zuerst bediente Marco Reus Erling Haaland, diese Welle konnte Frankfurt noch im allerletzten Moment klären. Doch Meunier setzte nach und flankte punktgenau in die Mitte zu Jude Bellingham, der wuchtig per Kopf auf 2:2 stellte.

Drei Minuten später zog Haaland erneut an, blieb an Hinteregger hängen. Erneut bekam Dortmund den zweiten Ball, den Mahmoud Dahoud präzise ins untere linke Eck setzte. Damit war das Spiel gedreht und Dortmund holte den Sieg.

Es war für den BVB der erste seit dem 1. September 2013, damals traf Henrikh Mkhitaryan doppelt, Václav Kadlec glich zwischenzeitlich für die von Armim Veh trainierten Frankfurter aus. Ein Punkt für beide wäre aufgrund der starken ersten Halbzeit der SGE vertretbar gewesen. Doch die Eintracht verpasste es, vor allem in Person von Evan N’Dicka sowie Jesper Lindstrøm, mit dem 3:0 das Spiel endgültig klarzumachen. So konnte Dortmund gegen Ende des Spiels ein Powerplay aufziehen, dem sich die Frankfurter spät beugen mussten. Damit verkürzt der BVB den Rückstand auf den FC Bayern, der am Freitagabend Borussia Mönchengladbach 1:2 unterlag, auf sechs Zähler. Frankfurt verpasst es hingegen, mit einem Erfolg die Punktverluste von Bayer Leverkusen (2:2 gegen Union) sowie des SC Freiburg (2:2 gegen Bielefeld auszunutzen) und an die Champions-League-Plätze heranzuspringen. Mit 27 Punkten bleibt die Eintracht vorerst auf Rang 7.

Kommenden Sonntag geht es für die Frankfurter nach Augsburg, Dortmund spielt schon am Freitagabend gegen den SC Freiburg.

Der Endstand aus dem Deutsche Bank Park: Eintracht Frankfurt 2, Borussia Dortmund 3.

Photo by Matthias Hangst/Getty Images

Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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